Freie Trauung Mosel-Eifel-Hunsrück: So könnte euer Ablauf aussehen

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Schiefertafel mit der Aufschrift "Hochzeit" und einem Pfeil, daneben steht": Freie Trauung Mosel-Eifel-Hunsrück: So könnte euer Ablauf aussehen

Viele Paare wissen schon, dass sie eine Freie Trauung möchten. Was sie jedoch oft nicht wissen, ist, wie so eine Zeremonie eigentlich abläuft. Als Freie Traurednerin an der Mosel, in der Eifel und im Hunsrück habe ich schon viele Paare begleitet. Fast alle stellen mir zu Beginn die gleiche Frage: „Was passiert bei einer Freien Trauung Schritt für Schritt?“

Heute möchte ich daher einmal einen typischen Ablauf in 10 Schritten zeigen: ehrlich, gefühlvoll und greifbar. So bekommt ihr eine Vorstellung, wie euer Hochzeitstag aussehen könnte. Natürlich ist der Ablauf nur ein Beispiel, dass in alle Richtungen für euch individuell anpassbar ist. Ich nehme eure persönlichen Vorlieben, Ideen, Hobbies und Gemeinsamkeiten, gerne auch Talente von euch oder euren Gästen mit auf.

Denn dafür stehe ich: Keine Freie Trauung ist wie die andere, jede Trauzeremonie ist ein Einzelstück. Versprochen!

Freie Trauung Mosel-Eifel-Hunsrück: So könnte euer Ablauf aussehen

Als Freie Traurednerin begleitet Gabi Kremeskötter paare in der Region Mosel-Eifel-Hunsrück: Von Trier bis Mainz, hoch bis Koblenz und Köln. Mit KREativen Ritualen und liebevollen Momenten wird jede Trauung einzigartig.

Der beispielhafte Ablauf zeigt, wie die Zeremonie vom Einzug der Brautleute und anschließender Begrüßung der Gäste eine eigene Dramaturgie erhält, die in der individuellen Erzählung der Liebesgeschichte im Ja-Wort gipfelt.

Voller Emotionen und der Beteiligung ausgewählter Gäste wird die Freie Trauung zum Herzstück der Hochzeit.


1. Euer Einzug: der große Moment, in dem alles beginnt

Der Einzug ist der erste emotionale Moment jeder Freien Trauung. Oft wartet ein Partner bereits vorne, während Musik den Raum erfüllt und alle Gäste gespannt schauen. Die Braut wird häufig von einem Elternteil oder einer wichtigen Vertrauensperson begleitet, manchmal gehen beide gemeinsam, immer wieder erlebt auch der Bräutigam seinen ganz eigenen Einzug.

Dieser Weg nach vorne ist mehr als nur Bewegung: Er ist der Aufbruch in euer neues Leben, ausgestaltet als ganz persönlicher Moment.
Die Musik unterstreicht eure Gefühle und sorgt für Gänsehautmomente bei Gästen und Paar zugleich. In diesem Augenblick wird die Hochzeit spürbar, das erste Lächeln, das erste Knistern, eure gemeinsame Feier beginnt.

Der Einzug eines Brautpaares bei ihrer Freien Trauung: Die Braut am Arm ihres Vaters, der Bräutigam schaut ihr entgegen.
Der Einzug – Tränen der Rührung beim Bräutigam. Foto: Isabel Schary

2. Begrüßung und einleitende Worte

Nach dem Einzug begrüße ich alle Gäste herzlich und erzähle, warum wir an diesem Ort sind. Ich spreche über euch als Paar, über die Bedeutung des Tages und die Freude, die alle gemeinsam teilen. Oft greife ich das Lied vom Einzug oder kleine Anekdoten aus dem Vorfeld auf, um den Rahmen für die kommenden Momente zu öffnen. So entsteht ein roter Faden, der die Hochzeitsgesellchaft durch die Zeremonie trägt.

Meine einleitenden Worte helfen allen Gästen und Beteiligten, bewusst im Moment zu sein. Sie können sich sammeln und durchatmen. So wandelt sich die Anspannung in frohe Erwartung der bevorstehenden emotionalen Höhepunkte.

Freie Trauung in einem Garten mit Blick auf den Gang hin zum Brautpaar und der freien Rednerin unter Sonnenschirmen
Wunderschöne Atmosphäre bei bestem Frühlingswetter: Die freie Trauung meines Sohnes mit seiner Braut war mein Highlight 2025. Foto: www.redfairy.de

3. Die Kerze der Erinnerung an Menschen, die im Herzen dabei sind

Eine Freie Trauung schafft auch die Möglichkeit, an geliebte Menschen zu denken, die nicht am Tag der Hochzeit dabei sein können. Weil sie krank wurden oder der Weg für sie zu beschwerlich wäre, oder weil sie leider bereits gestorben sind.

Durch das Entzünden der Kerze der Erinnerung durch das Brautpaar halten wir still inne und laden diese Menschen symbolisch dazu ein. Der liebevolle Moment schafft Wärme und Verbundenheit, ohne in Traurigkeit zu versinken.

Alle Gäste sind Teil dieses Augenblicks, spüren gemeinsam die Nähe derer, die euch geprägt haben, und erleben eine Geste der Achtsamkeit und des Respekts.
So beginnt die Zeremonie nicht nur voller Freude, sondern auch mit Tiefe.

Bräutigam zündet eine rosa Kerze an.
Für draußen empfehle ich für die Kerze immer ein hohes Windlicht, damit die Flamme durch den Wind nicht wieder ausgeblasen wird.

4. Handfasting: das sichtbare Band der Verbindung

Beim Handfasting werden eure Hände mit einem Band locker verbunden. Dieses Symbol steht für Zusammenhalt, Vertrauen und die bewusste Entscheidung füreinander. Oft übernehmen Trauzeug:innen oder enge Freunde die Bindung, was den Moment noch persönlicher macht.

Der Knoten liegt bewusst locker, denn ihr seid nicht gefangen, sondern frei und doch verbunden. Das geknotete Band könnt ihr später zuhause aufbewahren. Es bezeugt euren Moment der Entscheidung und des gegenseitigen Versprechens; damit ist eure Liebe präsent, sichtbar und verbindend.

Handfasting: Der Wrap-Knoten, bestehend aus sechs farbigen Bändern, ist fast fertig, das Brautpaar zieht ihn selbst fest.
Das Handfasting ermöglicht eine sehr individuelle Ausführung: Farben, Materialien und Knoten tragen persönliche Vorlieben in sich. Foto: redfairy.de

5. Persönliche Worte von Familie und Freunden

Die Freie Trauung lebt von Echtheit und persönlichen Beiträgen. Eltern, Geschwister oder Freunde können ein paar Worte sagen, Anekdoten teilen oder Wünsche für die Zukunft übermitteln.

Diese Beiträge sind optional, aber sie bereichern die Zeremonie ungemein. Sie zeigen, wie getragen ihr von Familie und Freundschaften seid, und lassen gleichzeitig alle Gäste die Tiefe eurer Beziehung spüren. Solche Worte machen die Zeremonie noch emotionaler, persönlicher und absolut unvergesslich.

Freie Trauung: Mutter der Braut spricht persönliche Worte für das Brautpaar, die Freie Rednerin Gabi Kremeskötter steht daneben
Die Worte der Brautmutter für das Paar bekräftigen die innige Bindung von Eltern und Brautleuten, hier Nina & Olli an ihrem Tag im September 2025. Foto: Alexandra Schulz

6. Die Traurede: eure Geschichte im Mittelpunkt

Die Traurede ist das Herzstück jeder Freien Trauung. Hier erzähle ich eure Geschichte, so wie ihr mir davon berichtet habt: vom Kennenlernen über erste Momente der Faszination bis hin zum offiziellen Ja-Wort auf dem Standesamt. Ich spreche über eure Eigenschaften, Eigenheiten, Abenteuer und eure kleinen Marotten.

Dabei steht nicht die Perfektion im Mittelpunkt, sondern eure echten Gefühle, Humor, Liebe und Verbundenheit. Oft binde ich zum Teil eigene Gedichte oder kurze Texte mit ein, die eure Geschichte in besondere Worte fassen und die Emotionen greifbar machen.

Meine Traurede lässt alle Gäste spüren, was eure Beziehung besonders macht: authentisch, nahbar und voller Liebe, die durch Worte strahlt. Sie ist die Essenz aus unseren Gesprächen, Telefonaten und E-Mails, die wir im Verlauf unserer Zeit miteinander geführt haben.

Die Freie Rednerin Gabi Kremeskötter lacht das vor ihr sitzende Brautpaar an.
Die Traurede ist das Herzstück jeder Zeremonie. Teils ernst, teils lustig, jederzeit gefühlvoll: so erzähle ich eure Liebesgeschichte. Foto: Anna Kuhn

7. Traufragen und Ja-Wort

Nach der Rede werde ich noch persönlicher, denn ich stelle euch die Traufragen, klar, gefühlvoll und bewusst. Diese Fragen haben wir vorher abgestimmt, denn natürlich sollt ihr nur zu einer Formulierung Ja sagen, die auch zu euch passt.

Euer Ja-Wort ist der Moment, in dem alle vorherigen Gefühle und Symbole zusammenlaufen. Für die Gäste ist dieser Akt ein emotionaler Höhepunkt, für das Paar ein bewusstes, öffentliches Bekenntnis. Hier sprecht ihr laut aus, dass ihr den Bund fürs Leben schließen wollt, getragen von euren Gefühlen und der Anwesenheit eurer Liebsten.

Freie Rednerin Gabi Kremeskötter liest die Traufragen vor, in der Hand ihr Skript.
Die Traufragen lese ich stets ab, damit ich genau die Worte benutze, die wir abgesprochen haben. Foto: Anna Kuhn

8. Ringtausch und persönliche Liebesschwüre

Die Ringe symbolisieren Treue, Liebe und Unendlichkeit. Sie sind ein dauerhaftes Zeichen eurer Entscheidung, das euch immer an diesen Tag erinnert. Auch machen sie ab sofort für alle sichtbar, dass ihr euch gebunden habt.

Bräutigam steckt seiner Braut den Ring an

Manche Paare haben zusätzlich ihr persönliches Liebesversprechen aufgeschrieben, das sie im Rahmen des Ringtauschs teilen. Dieser Moment ist an Intimität kaum zu steigern: die gegenseitige Liebe mit eigener Stimme auszusprechen, macht eure Gefühle sicht- und hörbar für alle, die dabei sind. Diese Geste bedarf besonderen Mutes, daher versteht sich von selbst, wenn sie individuell laut oder leise, offen oder unter vier Augen vollzogen wird.

Bräutigam liest Braut sein Liebesversprechen vor, sie lacht glücklich
Kais Liebesversprechen bringt Ira zum Lachen: Liebe, Glück und Freude verstärken das Ja zueinander sehr emotional. Foto: Isabel Schary

So verbindet sich durch den Ringtausch und gefühlvolle Liebesversprechen ausgewählte Symbolik mit Intimität, Tradition und persönlicher Bedeutung.

9. Erklärung zu Mann & Frau und der Kuss

Mit der formellen Erklärung zu Mann & Frau werden aus euren Versprechen echte Verbindlichkeiten. Zwar gilt rein rechtlich die Eheschließung erst mit der Unterschrift auf der standesamtlichen Urkunde, doch setzt die Freie Trauung den emotionalen Stempel.

Der anschließende Kuss ist kein Ritual, sondern pure Freude. Manche Paare lachen, andere weinen ein bisschen, und alle Gäste spüren die emotionale Energie.

Dieser Moment zeigt: Ihr habt euch gefunden, ihr seid glücklich verbunden und jetzt bereit, gemeinsam den nächsten Schritt zu gehen. Hier verwandelt sich eure Zeremonie endgültig in ein Fest der Liebe, Freude und Ausgelassenheit.

Ein Brautpaar darf sich nach der Erklärung zu Mann&Frau küssen. Die Freie Rednerin applaudiert.
Der Kuss als letzter Höhepunkt der Freien Trauung. Jascha & Gregor sind endlich Mann und Frau! Foto: Anna Kuhn

10. Auszug: Und jetzt wird gefeiert!

Der Auszug ist der Übergang von der formellen Zeremonie in den Sektempfang und die Feier danach. Das Paar schreitet als Ehepaar hinaus, die Gäste folgen, applaudieren und feiern. Lieblingsmusik trägt die Emotionen nach draußen, und die Stimmung wechselt von Spannung zu Freude und Leichtigkeit.

Das Brautpaar stößt an, nimmt die zahlreichen Glückwünsche entgegen, die Fotoapparate klicken, um diese Augenblicke für die Ewigkeit festzuhalten. Ich mische mich unter die Hochzeitsgesellschaft, freue mich über Rückmeldungen und glückliche Gesichter.

Ein perfekter Abschluss der Freien Trauung ist geschaffen, sie bleibt individuell, gefühlvoll und authentisch in Erinnerung. Nach maximal einer Stunde beginnt das locker-leichte große Fest und endet ganz sicher erst in den späten Nachtstunden.

Freie Trauung auf Schloss Niederweis - sie haben JA gesagt :-)
Sie haben JA gesagt: Judith & Julian beim Auszug, Foto: Berta Müller

Eure Freie Trauung Mosel-Eifel-Hunsrück: individuell wie ihr

Auch eure Freie Trauung in der Region Mosel-Eifel-Hunsrück wird keinem starren Plan folgen, sondern sich an euch anpassen. Dafür werden wir in unseren Vorgesprächen sorgen.

Die gezeigten möglichen Schritte geben eine gewisse Struktur, doch die emotionale Tiefe, die Rituale und eure persönlichen Geschichten machen die Zeremonie erst zu dem, wofür sie steht: einzigartig.

Eine freie Trauung lebt von Mut, Liebe und bewussten Entscheidungen. Sie bietet euch den Rahmen, in dem ihr euch bewusst füreinander entscheidet, getragen von euren Liebsten und euren Gefühlen. So entsteht ein Tag, der unvergesslich, echt und voller Liebe ist – genau wie eure Beziehung.

Wollt ihr heiraten und wünscht euch eine Freie Trauung? Dann zögert nicht und sprecht mich an. Für die kommende Saison habe ich noch Termine frei! In meinem Angebot „Liebe(r) frei getraut“ habe ich euch das wichtigste zusammengestellt:

Wenn ihr euch erst einmal einen groben Überblick verschaffen wollt, was ich alles auf meiner Seite zum Thema Freie Trauung zusammengetragen und geschrieben habe, hilft euch ganz sicher meine Orientierungshilfe zur Freien Trauung weiter.

Ich freue mich darauf, von euch zu hören!
Herzlichst, eure Gabi.


Lächelnde Frau vor Efeu-Wand mit einem Notizbuch in der Hand, darauf der Claim "Liebe, die durch Worte strahlt"

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede – Schreibworkshops – Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

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