Meine 7 Gedanken im November 2026

Veröffentlicht am Kategorisiert als Autorin Juli Norden, Persönliches

Finde ich auch für den November sieben Gedanken, die ich festhalten möchte? Initiiert hat diese innere 7er-Reise Linda Kunze. Die Idee dahinter mag ich nach wie vor: Sieben vielleicht kleine, aber wichtige Gedanken pro Monat festhalten.

Bei mir sind das meist Gedichte mit begleitenden Fließtexten. Und so setze ich mich heute daran, scrolle durch meine Gedichte mit dem Hintergedanken: „Was spiegelt diesen Monat?“ Willkommen in meiner lyrischen Welt, im Zwischenraum von Innen und Außen.

Gedanke 1: Meine Zeit ist genau jetzt.

Eine Beobachtung oder eine kleine Szene? Ich bin für ein paar Tage an der Küste, der holländischen Nordsee von Oostkapelle. Spontan gebucht, einmal raus aus dem Moseltal, gerade im November eine mir willkommene Gelegenheit des Luft- und Tapetenwechsels.

Windstille, Temperaturen um die 8 Grad Celsius, ein kleines Chalet und liebe Gesellschaft von meiner Tochter. Ausschlafen, vorgekochten Steckrübeneintopf essen, zusammen manche technische Herausforderung im Online-Marketing meistern, Zeit für mich. Auf den Punkt gebracht:

Gedicht auf Foto einer schwarzen Herzmuschel auf offener Hand: Meine Zeit// meine Zeit/ ist genau/ jetzt// (c) Juli Norden 07.11.26

Meine Zeit// meine Zeit/ ist genau/ jetzt// (c) Juli Norden 07.11.26

Gedanke 2: Aufwändiger als gedacht.

Eine Erkenntnis aus der Arbeit/Job/Business? Ich bekam in der letzten Woche per E-Mail die Ankündigung einer deftigen Preiserhöhung von Active-Campaign. Ich hatte schon länger mit einer Kündigung gehadert, weil der Aufwand des Umzugs mich schreckte.

Seit fast vier Jahren nutzte ich amerikanischen Dienstleister, hatte mich an das Handling gewöhnt. Doch von gut zwanzig auf mehr als dreißig Euro pro Monat: Diese Erhöhung hat meinen Ehrgeiz angestachelt. Ich ziehe um zu Brevo!

Gut, dass meine Tochter eine überaus engagierte „Mama“-Beraterin ist und mir mit Rat und vor allem Tat geholfen hat, innerhalb von zwei Tagen an unserem Workation-Wochenende die Grundlagen für künftig kostenloses E-Mail-Marketing zu legen.

Ich sage danke! Ein Gedicht dazu gibt es ausnahmsweise nicht, schmunzel.

Gedanke 3: Die reine Möglichkeit ist Grund genug.

Etwas Persönliches? Ich rüste mich aufzubrechen. Die reine Möglichkeit, meine Lebenssituation zu verbessern, beflügelt mich und ist Grund genug, meinen Status quo aufzubrechen und vor allem: zu verlassen. Ich habe Suchaufträge bei Immobilienplattformen aufgegeben, scrolle mich durch Anzeigen und fahre hierhin und dorthin, um mich umzuschauen.

Im nächsten Jahr möchte ich meinem Plan nach einem Wohnortwechsel eine neue Adresse verleihen. Wohin es mich verschlagen wird? Nun, ganz sicher nördlich der Eifel … ich werde berichten!

Gedicht auf dem Foto einer rosafarbenen Blüte, auf der eine Biene sitzt: Aufbrechen// die reine Möglichkeit/ ist Grund genug/ aufzubrechen// (c) Juli Norden 31.10.26

Aufbrechen// die reine Möglichkeit/ ist Grund genug/ aufzubrechen// (c) Juli Norden 31.10.26

Gedanke 4: Was wäre Licht ohne Schatten.

Ein Satz, der hängen geblieben ist? Im Gegensatz steckt pures Leben. Mehr brauche ich an dieser Stelle nicht zu sagen, oder? Wir alle kennen diese bewegenden Momente …

Gedicht auf einer Rosenblüte mit Tautropfen: Lebenswert// was wäre das Licht/ ohne seinen Schatten/ das Glück/ ohne Traurigkeit// beschenkt werden/ ohne Verzicht/ kein Mondenschein/ ohne die Sonne// wir würden verlernen/ besondere Momente/ zu erkennen und/ des Lebens Wert/ zu schätzen// (c) Juli Norden 11.10.26

Lebenswert// was wäre das Licht/ ohne seinen Schatten/ das Glück/ ohne Traurigkeit// beschenkt werden/ ohne Verzicht/ kein Mondenschein/ ohne die Sonne// wir würden verlernen/ besondere Momente/ zu erkennen und/ des Lebens Wert/ zu schätzen// (c) Juli Norden 11.10.26

Gedanke 5: Zum ersten Mal weich fallen.

Etwas, das sich verändert hat? In meinem Schreibkurs forderte ich dazu auf, über ein erstes Mal nachzudenken. So vielfältig wie die Personen waren die Texte dazu. Manchen Impuls schreibe ich mit, weil die Zeit das zulässt oder auch bei mir etwas hochdrängt. So entstand dieses Gedicht. Der Gedanke, dass ich auch künftig fallen werde, jedoch nicht mehr so hart und tief hat mich zu diesen Worten geführt:

Gedicht auf Foto eines Herbstblattes auf einer glänzenden Motorhaube: Zum ersten Mal// zum ersten Mal/ weich fallen/ eine Grenze ziehen/ Abstand gewinnen/ mich nicht erklären/ weil das/ was ich zu sagen hätte/ ohnehin nur/ in Endlosschleifen/ fremder Abwertung endete/ freue mich über/ dieses erste mal// (c) Juli Norden 03.11.26

Zum ersten Mal// zum ersten Mal/ weich fallen/ eine Grenze ziehen/ Abstand gewinnen/ mich nicht erklären/ weil das/ was ich zu sagen hätte/ ohnehin nur/ in Endlosschleifen/ fremder Abwertung endete/ freue mich über/ dieses erste mal// (c) Juli Norden 03.11.26

Gedanke 6: Und plötzlich ist der Gedanke an ihn weg.

Etwas, das überrascht hat? Ich weiß das ja, dass die Präsenz eines Menschen mit der Zeit verschwindet, weil er nicht mehr Teil des Lebens ist. Wie er immer weiter entschwindet, aus der Gegenwart und auch den Gedanken. Der Moment, in dem mir das bewußt wird, ist dennoch jedes Mal überraschend. Zumal er mir zuvor beinahe unmöglich erschien.

Nie existiert// mucksmäuschenstill/ gingen wir auseinander/ alle Worte und Gesten/ die einst uns hielten/ verloren sich im Nichts/ als hätte ein Wir/ nie existiert// (c) Juli Norden 05.11.26

Gedanke 7: Was vor mir liegt ist strahlend bunt.

Ein Ausblick oder eine Frage? In diesem Herbst reifen manche Entscheidungen. Die Freiheit zu haben, sie in meinem Tempo fällen zu können, die Richtung selbstbestimmt zu wählen, ist eine besondere Form von Reichtum. Ich freue mich auf das, was vor mir liegt. Das folgende Gedicht ist übrigens ein Rondell.

Gedicht auf Foto eines bunten Mosaiks: Was vor mir liegt// was vor mir liegt/ strahlendes Bunt/ Energie und Freude/ was vor mir liegt/ Begegnungen in Freiheit/ Entscheidungen reifen/ was vor mir liegt/ strahlendes Bunt// (c) Juli Norden 06.11.26

Was vor mir liegt// was vor mir liegt/ strahlendes Bunt/ Energie und Freude/ was vor mir liegt/ Begegnungen in Freiheit/ Entscheidungen reifen/ was vor mir liegt/ strahlendes Bunt// (c) Juli Norden 06.11.26


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Gabi Kremeskötter:

Gabi als Autorin unter Pseudonym Juli Norden:

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Ich wünsche dir einen Herbst voller Licht und Farben!

Herzlichst Gabi


Frau schaut durch Herzrebe, daneben steht "Liebe, die durch Worte strahlt"; Claim von Gabi Kremeskötter

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede Schreibworkshops Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

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