Als Freie Rednerin an Mosel, Eifel und Hunsrück begleite ich seit sechs Jahren Paare zu ihrer Freien Trauung. Vieles davon habe ich in meiner Kategorie „Freie Rede“ aufgeschrieben. Hier habe ich die besten Tipps für euch gesammelt, weil meine Erfahrung zählt: nach Themen sortiert, kurz erklärt und mit Links zu den ausführlichen Artikeln. Sucht euch heraus, was zu euch passt, und lasst den Rest liegen.
99 Tipps für eure Freie Trauung aus 6 Jahren Erfahrung: Planung, Ablauf, Musik und Rituale
Aus sechs Jahren als Freie Rednerin hat Gabi Kremeskötter die 99 wichtigsten Tipps für eure Freie Trauung zusammengestellt.
Eine Freie Trauung gehört euch: Sie erzählt eure Geschichte, unabhängig von Religion und Tradition.
Die Liste der Tipps reicht von der Frage, ob die Freie Trauung zu euch passt, über Planung, Budget und Team, die Wahl von Ort und Termin bis zur richtigen Rednerin und der Zusammenarbeit mit ihr.
Dazu kommen Ablauf und Dauer, Einzug und Musik, Traurede, Liebesversprechen und Traufragen, die beliebtesten symbolischen Handlungen von Sandritual bis Handfasting, Tipps zur Auswahl der Rituale sowie Hinweise zu Dienstleistern, Feier und den letzten Tagen vor dem großen Tag.
1. Die Freie Trauung: Was das ist und warum sie passen kann
Bevor ich mich um Details kümmere, beantworte ich die Grundfrage: Was ist eine Freie Trauung überhaupt, und ist sie das Richtige für euch? (Ausführlich schreibe ich dazu in meinem Leitfaden zur Freien Trauung.)
- Versteht die Freie Trauung als Zeremonie, nicht als Rechtsakt. Sie ist eine individuelle Alternative zur kirchlichen Feier und ersetzt das Standesamt nicht; rechtlich gültig wird eure Ehe erst mit der Unterschrift dort. (Mein Blogartikel erklärt den Unterschied: standesamtliche und freie Trauung.)
- Stellt eure Geschichte in den Mittelpunkt. Eine Freie Trauung ist unabhängig von Religion und Tradition und erzählt von euch beiden. Mit ihr könnt ihr in allen Aspekten selbstbestimmt heiraten.
- Entscheidet euch zwischen frei oder kirchlich. Vergleicht Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Hochzeitsformen in Ruhe. Mein Rat: Nehmt keine Rücksicht auf Traditionen, die nicht zu euch passen. Mein Blogartikel Freie oder kirchliche Trauung zeigt die Unterschiede.
- Versteht Freiheit als Wahlmöglichkeit: Ihr bestimmt Ort, Worte, Musik und Rituale selbst in enger Abstimmung mit eurer Freien Rednerin. Mehr dazu in meinem Beitrag Warum Freie Rede?
- Lasst euch die guten Gründe erzählen. Wenn ihr noch unsicher seid, findet ihr weitere Argumente aus meiner Praxis seit 2021: Gute Gründe für die Freie Trauung.
- Verwirklicht eure Traumhochzeit. Wenn ihr kein Standardprogramm wollt, bietet die freie Form den perfekten Raum dafür. Warum? Lies rein in Traumhochzeit mit der freien Trauung.
- Prüft eure Mythen. Viele Vorurteile über die Freie Trauung halten dem Blick in die Realität nicht stand: Eine Handvoll davon habe ich in 10 Mythen über die Freie Trauung zusammengefasst.
- Feiert auch die zweite Ehe. Eine persönliche Zeremonie passt auch dann, wenn ihr bereits geschieden seid, aber einen neuen Anlauf machen wollt. Ich selbst bin geschieden und feiere dennoch das Heiraten.
- Denkt über die Hochzeit hinaus. Die freie Rede passt auch zu einer Ringerneuerung (weil die alten nach zig-Jahren abgenutzt sind), zu einem Kinderwillkommensfest (dem freien Pendant zur kirchlichen Taufe) und anderen wichtigen Momenten: 20 Anlässe zum Feiern

2. Planung, Budget und Team
Gute Planung nimmt euch den Druck aus dem großen Tag. (Ausführlich habe ich darüber in Über 50 Tipps für die Gestaltung eurer Hochzeit geschrieben.)
- Plant früh. Ideal ist ein Vorlauf von zwölf bis achtzehn Monaten, denn beliebte Orte und Rednerinnen sind schnell vergeben. In meinem Leitfaden findet ihr quasi eine Checkliste für die Freie Trauung.
- Legt das Budget früh fest. Rechnet Kleidung, Hochzeitsreise und eine Reserve für Unvorhergesehenes mit ein. Haltet euch daran und bringt euch ggfls. selbst mehr ein. In meinen 50+ Tipps habe ich viele Informationen zusammengefasst.
- Entscheidet selbst über Termin, Ort und Form. Erst wenn diese Eckpunkte stehen, lohnt die Suche nach Dienstleistern, denn eure Vorgaben müssen zu ihren Möglichkeiten passen.
- Wählt ein Motto als roten Faden. Ein Leitgedanke kann Kleidung, Deko und Rede verbinden, auf dem Weg dorthin wird euch die Freie Rednerin gern unterstützen, sie findet mit ihrem Gespür das in euch individuell liegende Thema!
- Setzt auf die Region. Kurze Wege erleichtern den persönlichen Kontakt zu allen Beteiligten und vor allem schonen sie euren Geldbeutel.
- Gebt Aufgaben an Profis ab. So könnt ihr den Tag entspannt genießen. Professionelle Hilfe kostet zwar Geld, euch jedoch jede Menge Aufregung und Zeit.
- Nehmt nicht zu viel Rücksicht. Trefft Entscheidungen selbstbewusst, auch wenn Familie und Freunde andere Meinungen haben. Gestaltet euren Tag so, wie ihr ihn euch wünscht!
- Bittet Freunde um Hilfe. Wer sparen will, bindet Helfer ein; viele Freunde und auch Bekannte helfen gerne, wenn ihr sie rechtzeitig fragt.
- Redet über den Wert jeder Dienstleistung. Gute Arbeit hat ihren Preis, und die Gründe dahinter lassen sich nachvollziehen: So viel Geld für eine Freie Rede?
- Bleibt gelassen. Was ihr im Vorfeld nicht eingeplant habt, muss am Tag selbst nicht mehr organisiert werden. Euer Fest ist ein sehr persönliches und keine öffentliche Veranstaltung. Improvisationskunst zeugt von Souveränität, eure Freie Rednerin wird euch den Rücken freihalten.

3. Ort, Wetter und Location
Heutzutage ist der Ort eurer Hochzeit nicht mehr durch Standesamt oder Kirche vorgegeben. Eine Freie Trauung lässt sich an unterschiedlichsten Orten erleben. Wo überall, habe ich in Wo ist eine Freie Trauung möglich? zusammengefasst.
- Legt zuerst Region und Land fest. Danach wählt ihr Datum und Jahreszeit, bleibt eng an eurer eigenen Paargeschichte und inszeniert euch dort, wo ihr euch seht!
- Denkt groß: Garten, Weingut, Burg oder Scheune? Möglich sind unter anderem Garten, Restaurant, Park, Strand, See, Berghütte, Galerie oder Boot. Ich bin sicher, ihr habt einen ganz besonderen Ort im Sinn, vor allem:
- Wählt einen Ort, der zu euch passt. Er sollte logistisch funktionieren und eure Vorlieben spiegeln, bitte nicht fremde Erwartungen. In meinem Leitfaden habe ich ein paar wichtige Aspekte zusammengefasst.
- Prüft, was im Preis enthalten ist. So bleibt der Kostenrahmen verlässlich und ihr erlebt keine teuren Überraschungen. Bei der Einbindung von Dienstleistern ist eine klare Abgrenzung Inhalt jeder Verhandlung. (Mehr dazu in 50+ Tipps.)
- Klärt Nutzungszeiten und Exklusivität. Fragt nach Sperrstunde und danach, ob ihr die Räume alleine nutzen könnt. Auch ob womöglich bestimmte Party-Einlagen erlaubt sind oder Rituale.
- Fragt nach vorgeschriebenen Partnern. Manche Orte schreiben Dienstleister vor, fragt euch dann: Wollen wir uns einschränken lassen?
- Denkt an Anreise und Übernachtung. Gäste ohne Auto und Gäste von weit her werden euch diese vorbereitenden Gedanken danken.
- Plant das Wetter mit. Bei einer Trauung im Freien braucht ihr immer eine überdachte Alternative, am besten abgestimmt mit allen Dienstleistern.

4. Die richtige Rednerin finden
Die Person am Mikrofon prägt eure Zeremonie, sie wird eure Liebesgeschichte präsentieren und ist damit ein sehr wichtiger Bestandteil eurer Hochzeit. Ausführlich habe ich dazu bereits in Wer ist die richtige Freie Rednerin? geschrieben.
- Sucht eure Rednerin, sobald Termin und Ort stehen. Dann könnt ihr verbindlich anfragen.
- Fragt mehrere an. Zwei bis fünf Anfragen und etwas Zeit geben euch einen guten Vergleich.
- Vertraut eurem Bauchgefühl. Die persönliche Chemie entscheidet! Bei wem müsst ihr wenig erklären, weil vom ersten Moment an das Grundverständnis da ist? In Fünf Gründe, warum ich die Freie Rede liebe, gehe ich auf die persönliche Beziehung näher ein.
- Sympathie schlägt Preis. Die Rede entsteht in enger Zusammenarbeit, und dafür muss die Rednerin zu euch passen. Gebt lieber etwas mehr aus und bucht die Lieblingsperson!
- Sprecht persönlich miteinander. Lasst euch nicht von Prospekten oder Fotos blenden, erst im Kennenlerngespräch könnt ihr gegenseitig ein Gefühl füreinander entwickeln.
- Das Erstgespräch sollte kostenlos sein. Es dient dem Kennenlernen und sollte unverbindlich sein. Ob am Telefon, online über eine Plattform oder bei einem gemeinsamen Kaffee. Alles andere ist unseriös.
- Achtet auf Exklusivität am Tag. Eine Rednerin sollte nicht mehrere Trauungen am selben Tag übernehmen, um sich voll und ganz auf euch zu konzentrieren. Ohne Zeitdruck vorher oder hinterher, mit voller Flexibilität für euren Tag und gewünschten Ablauf.
- Lest Empfehlungen früherer Paare. Referenzen zeigen, wie die Zusammenarbeit wirklich war. Einige meiner liebsten Kundenfeedbacks habe ich in einem separaten Blogartikel zusammengefasst oder schaut auf mein Google-Business-Profil.
- Nutzt Checkliste und Fragenkatalog. Mit meiner Checkliste (zum Download) und sechs wichtigen Fragen prüft ihr, ob wir zusammenpassen. Natürlich könnt ihr die Liste auch unabhängig von mir verwenden 🙂
- Prüft, ob Profi oder Freund:in passt. Grundsätzlich darf jede Person eine Freie Trauung vollziehen; Profis bringen Erfahrung, Sicherheit und Überblick mit, die ihren Preis haben. Traut ihr einem Mitglied eures engeren Umfelds gleiches zu? Nur zu! Was ihr bei eurer Wahl bedenken solltet, zeigt mein Artikel Wer darf eine Freie Trauung halten?
- Fragt nach dem, was ein Mensch kann und eine KI nicht. Liebe, Persönlichkeit und Kunst lassen sich nicht automatisieren, darum bin ich klar der Meinung, dass KI mich nicht ersetzen kann. Das gilt für das Schreiben der Rede als auch für die Begleitung vor und an eurem großen Tag.

5. Kennenlernen und Zusammenarbeit
Aus dem ersten Kontakt wird ein Prozess, der in eure persönliche Rede mündet. Ich habe das exemplarisch und ausführlich in meinem Artikel Eure Freie Trauung mit mir: 20 Schritte aufgeschrieben. Lest rein!
- Nutzt das Kennenlerngespräch. Meist ein kurzes Telefonat oder eine E-Mail: Dort werden die organisatorischen Eckpunkte geklärt, wann ihr euch in Ruhe unterhalten könnt, um eine Entscheidung zu treffen, ob euer Gegenüber die richtige Person für eure Zeremonie ist.
- Schaut euch den Weg vom Erstkontakt bis zur Hochzeit an. Wenn ihr die einzelnen Schritte kennt, bleibt ihr stets entspannt, letztendlich ist eure Freie Rednerin auch dafür da, euren Zeitplan bis zur Trauung einzuhalten. Welche 20 Schritte ich mit euch gehen würde, steht im separaten Beitrag.
- Erzählt eure Geschichte mit Details. Gewohnheiten, Erlebnisse und Kleinigkeiten machen die Rede persönlich, habt ihr Hintergrundinformationen, teilt auch diese, denn sie machen euch als Person und Liebespaar deutlich. Dabei bestimmt natürlich ihr, welche Details in der Rede erwähnt werden und welche nicht.
- Je persönlicher, desto emotionaler. Die Zeremonie wird nur dadurch lebhaft und authentisch, weil sie auch eure Gefühlsebene erzählt. Was noch bedacht werden sollte? Schaut in meine 50+ Tipps.
- Bringt eigene Wünsche ein und vertraut auf Erfahrung. Beides zusammen ergibt die beste Mischung.
- Findet die Balance aus Lachen und Rührung. So persönlich, wie ihr wollt: intim oder locker, die Rede wird widerspiegeln, wie ihr zueinander steht.
- Rosarote Prinzession oder strahlende Königin: Das ist Geschmackssache und gehört in die Absprache mit eurer Rednerin. Darum wird sie wissen wollen, welche Dekoration ihr plant, wie der Einzug wird und welche Musik ihr auswählt. Dazu im nächsten Kapitel mehr. Kitsch oder Romantik ist jedenfalls eine Frage, die ihr euch definitiv stellen solltet.

6. Ablauf und Dauer
Der Ablauf jeder Freien Trauung spielt sich in einem flexiblen Rahmen ab, den ihr mit eurer Freien Rednerin im Vorfeld ganz in Ruhe besprecht und ausgestaltet. Ein ausführliches Ablaufbeispiel zeigt mein separater Blogartikel.
- Nutzt ein Ablaufbeispiel als Gerüst. Einzug, Begrüßung, Rituale, Rede, Traufragen, Ringtausch, Kuss und Auszug wird eure Freie Rednerin individuell mit euch anpassen.
- Plant 30 bis 60 Minuten. Meist dauert die Zeremonie 45 bis 60 Minuten. Mehr dazu in Wie lange dauert eine Freie Trauung?
- Rechnet mit Richtwerten. Einzug und Begrüßung je etwa fünf Minuten, die Traurede 15 bis 20 Minuten, Traufragen etwa fünf.
- Behaltet Kinder und ältere Gäste im Blick. Ein kurzweiliger Ablauf tut allen gut, Zwischenapplaus, eine Mitmachaktion, Musik sorgen für Abwechslung.
- Wenige Beiträge, dafür gute. Ein paar gut gewählte Beiträge der Liebsten wirken stärker als ein überladener Zeitplan.
- Setzt eine Zeitvorgabe für weitere Redebeiträge. Dann bleibt die Zeremonie im Rahmen.
- Denkt an Abwesende. Eine Kerze der Erinnerung ehrt Menschen, die nicht dabei sein können. Was ist eine Kerze der Erinnerung? habe ich im separaten Artikel beschrieben.
- Plant das Standesamt mit ein. Die Ehe wird erst mit der Unterschrift dort rechtlich wirksam, macht ihr die Freie Trauung am gleichen Tag oder danach? Liegen die Orte nah beieinander oder habt ihr Wege zu bewältigen? Plant all das in den Ablauf eurer Hochzeit mit ein. Mein Ablaufbeispiel veranschaulicht das.
- Prüft vier Wochen vorher alles. Mit einer Checkliste seht ihr, was noch offen ist. Sie ist fester Bestandteil meiner Arbeit als Freie Rednerin. So verliert ihr nichts aus dem Auge und habt eine Liste zum Abhaken, die euch die Sicherheit gibt, an alles zu denken.

7. Einzug und Musik
Der Einzug der Brautleute bestimmt den Ton eurer Freien Trauung. Festlich oder fröhlich, traditionell oder ausgefallen? Was alles möglich ist und zu euch passt, sowie ein paar Beispiele aus meiner langjährigen Praxis zeigt der Artikel Welche Musik für die Freie Trauung?
- Wählt Musik, die euch bedeutet. Eure Lieblingslieder sind die richtigen! Immer!
- Plant zwei bis vier Titel. Zwei reichen für eine Zeremonie von etwa 30 bis 35 Minuten.
- Live-Musik darf ausspielen. Jedes Stück sollte vollständig gespielt werden können, wäre doch schade, die Musiker:innen gebucht zu haben, nur um ihnen dann doch nicht die volle Aufmerksamkeit zu gewähren, oder?
- Aufnahmen lassen sich kürzen. Bei Einzug, Ritualen und Auszug kann ein Titel „aus der Konserve“ natürlich passend ausgeblendet werden.
- Klärt die Technik mit den gebuchten Profis. Für guten Ton braucht es professionelle Veranstaltungstechnik. Die Freie Rednerin wird die Abstimmung in Sachen Durchführung der Trauzeremonie für euch vornehmen. EIn Praxisbeispiel liefert mein Interview: MoselVibes.
- Der Einzug der Brautleute kennt viele Varianten. Die Braut kann allein gehen, begleitet werden, beide ziehen nacheinander ein, oder ihr beginnt direkt am Traubogen. Wie ihr den Einzug gestalten könntet? Holt euch Anregungen!
- Wählt ein besonderes Lied für den Einzug. Es macht den Moment unverwechselbar und vor allem spiegelt es euch!
- Gebt ein Startzeichen. Trauzeugen oder die Brautmutter können signalisieren, dass der Einzug kurz bevor steht. Wer ist die letzte Person bei der Braut? Idealerweise gibt sie das Startzeichen.
- Bittet Gäste, ihre Handys wegzupacken. Wenn ihr eine Person damit betraut, während der Freien Trauung Fotos zu machen, können alle anderen der Zeremonie und euch volle Aufmerksamkeit widmen. Das stärkt die Intimität der gesamten Hochzeitsgesellschaft. Wie ein Fotograf vorgeht, steht in meinem Interview: Mike D. Winter aus Wittlich, Hochzeitsfotograf.

8. Traurede, Liebesversprechen und Traufragen
Diese Punkte stellen das Herzstück der Zeremonie dar. Die Traurede erzählt eure Liebesgeschichte, ein Liebesversprechen zeigt, wie ihr zueinander steht, die Traufragen verbinden euch.
- Entscheidet, ob ihr ein eigenes Liebesversprechen machen wollt. Ihr könnt einen Brief vorlesen, frei sprechen oder es in eine symbolischen Handlung integrieren. Ganz wichtig: Ein Liebesversprechen ist vollkommen freiwillig.
- Macht, wobei ihr euch wohlfühlt. Das ist die Grundregel.
- Wählt für euer Versprechen: laut für alle oder leise nur für euch. Das Versprechen gilt schließlich nur für euch. Exklusivität unterstreicht eure Beziehung.
- Besprecht die Traufragen vorab. Die Formulierungen sollen euch überzeugen, daher kläre ich die genaue Formulierung stets vorab mit den Brautleuten. Dies sind übrigens die einzigen Zeilen meiner Traurede, die ihr Wort für Wort vorher kennt.
- Legt fest, was vorkommen soll und was nicht. Das gilt für Traurede und -fragen gleichermaßen.
- Spielt mit Wortschatz. Andere Formulierungen für „Ich liebe dich“ machen euer Liebesversprechen unverwechselbar. Eine Inspirationsquelle mag mein Blogartikel 100+1 Synonyme für Liebe sein.
- Besteht auf einer Traurede, die sich keiner Floskeln bedient. Eine gute Rede verzichtet auf bekannte Zitate und Standardsätze, sie ist individuell formuliert und spiegelt euer Leben, eure Herkunft, eure Vorlieben und auch Gäste wider.
- Klärt die Ringübergabe. Wer bringt die Ringe nach vorne, oder liegen sie schon bereit? Auch diese Frage behandele ich in meinem Blogartikel 50+ Tipps für eure Freie Trauung.

9. Symbolische Handlungen: die Klassiker
Rituale machen Gefühle sichtbar, auch eure und die eurer Gäste. Dabei ist ganz egal, ob ihr eher traditionell oder kreativ an eine symbolische Handlung herangehen wollt. Eine Übersicht findet ihr in 11+ Ideen für symbolische Handlungen.
- Fragt euch zuerst, ob ihr überhaupt eine symbolische Handlung wollt. Der Vorteil: Sie lässt sich frei an eure Vorlieben anpassen. Was ist eine symbolische Handlung? erklärt mein separater Blogartikel.
- Das Sandritual verbindet zwei Farben. Die Schichtung zeigt, dass ihr mit der Eheschließung verbunden und trotzdem eigenständig seid.
- Das Steinritual sammelt Wünsche. Gäste schreiben einen Wunsch auf einen Stein, und die Steine finden danach einen Platz bei euch.
- Die Mrs-&-Mr-Kiste wird zur Zeitkapsel. Wünsche für die ersten Ehejahre wandern in eine Kiste, die ihr später öffnet.
- Die Hochzeitskerze steht für ein wärmendes Licht. Draußen schützt ein hohes Windlicht. Die Hochzeitskerze spricht wird oft mit dem passenden Gedicht präsentiert.
- Handfasting verbindet eure Hände. Das Band wird locker um die Hände gelegt und zum Knoten gebunden, dabei gibt es viele verschiedene Bindetecniken. Eine davon habe ich in Handfasting-Anleitung beschrieben.
- Der Infinity Knot steht für Unendlichkeit. Er erinnert an eine liegende Acht, wie ihr den Infinity Knot in 7 Schritten bindet, findet ihr in meinem separaten Blogartikel.
- Der Wrap-Knoten ist besonders individuell. Mehrere Bänder werden nacheinander um die Hände gewickelt. Er erlaubt das Einbinden von mehreren Personen: Handfasting Wrap.
- Der Lebensbaum wächst mit Erde von allen Gästen. Jeder Gast bringt dafür Erde von seinem Zuhause mit, sie wird später vom Brautpaar in die Pflanzstelle gefüllt.
- Das Ballonritual schickt Wünsche in den Himmel. Für diese symbolische Handlung können Genehmigungen nötig sein! Klärt das unbedint mit eurem Veranstaltungsort.
- Das Bandritual lässt die Ringe wandern. Diese Idee passt besonders zu maximal 30 Gästen und zur Ringerneuerung.
- Die Grundsteinlegung hinterlässt Abdrücke. Hände oder Füße im Ton oder Gips, dieses Ritual braucht jedoch etwas mehr Zeit und eine Waschmöglichkeit hinterher.
- Eure eigene Urkunde gestalten: Sie hat keinen offiziellen Status, wird aber unterschrieben von allen Gästen und findet sicher später einen besonderen Ehrenplatz in eurem Zuhause.
- Kreative Rituale sind erlaubt. Feuerschale, Schutzkreis, Streitbox oder ein Ritual rund um Kochen, Cocktails oder Reisen: Die Welt der Rituale ist groß. Denkt euch ein eigenes aus! Wenn ihr Anregungen sucht, habe ich die wichtigsten zusammengestellt in Symbolische Handlungen zum Download.

10. Symbolik auswählen und praktisch planen
Nicht jedes Ritual passt zu jeder Feier, darum ist die Auswahl des richtigen ein letztes Kapitel wert.
- Lasst eure Persönlichkeit zählen. Wählt Rituale, die zu euren Hobbys, dem Kennenlernen und euren Werten passen.
- Beachtet die Gästezahl. Das Bandritual dauert bei vielen Gästen zu lang, und Steine können allein aufgrund ihres Gewichts bei über 60 Gästen zu schwer sein.
- Plant nötiges Material früh genug. Zwei Stifte pro Sitzreihe genügen meist, manch benötigtes Utensiel findet sich im Internet oder im Bastelgeschäft. Selbermachen sticht dabei wertiger hervor als fertig gekauft.
- Prüft Wetter und Regeln vor Ort. Bei Kerzen und Ballons im Freien spielen Wind und Genehmigungen eine Rolle, klärt das ausreichend früh ab.
- Bedenkt die Hygiene. Bei Ritualen mit Händen sollte die Location eine nahegelegene Waschmöglichkeit geben. Vermeidet, dass solch eine eventuell nötige Reinigungszeit die Freie Trauung sprengt.
- Kombiniert Ideen. Sandritual und Hochzeitskerze lassen sich zum Beispiel gut verbinden.

11. Dienstleister, Feier und die letzten Tage
Rund um die Zeremonie warten weitere Entscheidungen auf euch. Über 50 Tipps hält mein separater Blogartikel bereit. Die wichtigsten hier:
- Bucht erfahrene Fotograf:innen. Sie halten die wichtigsten Momente fest, auch hier sollte unbedingt die Chemie zwischen euch stimmen.
- Stimmt Floristik und Deko ab. Brautstrauß, Traubogen und Deko sollten zu Ort und Kleidung passen.
- Probiert das Essen vorab. Plant auch die Torte mit ein. Besondere Kunstwerke als individuelles Produkt stelle ich euch im Interview: Carmen Becker-Neuls vor.
- Klärt, wer aufräumt. Plant dafür auch Budget ein und scheut euch nicht, in eurem Freundes- und Bekanntenkreis Helfer zu organisieren.
- Lasst euch nicht drängen. Kleidung, Styling und Einladungen brauchen Ruhe, besprecht euch in Ruhe und folgt dabei unbedingt eurem eigenen Wunsch.
- Feiert so, wie es euch entspricht. Echtheit schlägt Perfektion, das habe ich bereits an vielen Stellen betont. Weil mir das sehr wichtig ist. Die Freie Trauung steht für Freiheit, und damit meine ich eure!
- Schaut ins Glossar. Begriffe rund um die Freie Rede erklärt mein umfangreiches Glossar.
- Fragt, wenn etwas offen ist. Meldet euch einfach bei mir über mein Kontaktformular.

Liebe(r) frei getraut – mit mir
Eine Freie Trauung gelingt, wenn sie nach euch klingt: nach eurer Geschichte, euren Menschen und eurem Tempo. Wenn ihr wissen möchtet, wie das mit mir aussehen kann, schaut euch mein Angebot Liebe(r) frei getraut an oder schreibt mir direkt über das Kontaktformular. Ich melde mich zeitnah und wir finden einen Termin für unser erstes Kennelernen, kostenlos und unverbindlich. Damit ihr entscheiden könnt, ja, mit Gabi wollen wir heiraten 🙂
Eure Freie Hochzeit mit mir: Liebe(r) frei getraut
Am Ort eurer Wahl, in freier Zeremonie zu eurer Lieblingsmusik: das und noch mehr bietet mein Angebot für genau die Hochzeit, die zu euch passt. Liebe(r) frei getraut

Lesen und sehen wir uns? Ich freue mich darauf!
Herzliche Grüße, Gabi
PS: Für diesen Blogartikel habe ich KI genutzt: Claude hat für mich meine bestehenden Blogartikel der Kategorie Freie Rede durchsucht und mir die Tipps rausgesucht und strukturiert. Eine reine Fleißaufgabe, die ich gerne abgegeben habe. Und trotzdem ist der Artikel 100% Gabi-Text, denn die Formulierungen habe ich überarbeitet und final geprüft.

Gabi Kremeskötter
Liebe, die durch Worte strahlt
Freie Rede Schreibworkshops Lektorat
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