Monatsrückblick April 2026: sechs Jahrzehnte alt

Veröffentlicht am Kategorisiert als Rückblick

Der April ist mein Geburtsmonat, zum sechzigsten Mal. Mitte des Monats feierte ich mein Jubiläum, zusammen mit meiner Familie und Freunden. Durch ein „Dumm gelaufen“ Ende März habe ich im April sehr viele Gänge runterschalten müssen. Der Bruch meines linken Mittelfußknochens hat mich aus meinem normalen Alltag hinauskatapultiert: Angewiesen auf zwei Krücken ist mein bevorzugter Aufenthaltsort seitdem die Couch. Fuß hoch lagern, damit er schneller heilt, doch auf mindestens 8 Wochen muss ich mich einstellen.

Mein Monatsrückblick April zeigt daher wenig Bewegendes, zumindest rein körperlich. Emotional war er das glatte Gegenteil. Ich hadere mit meiner „Stilllegung“, doch musste ich akzeptieren, dass mein Leben sich leider wieder einmal unplanmäßig verhält. Ich bemühe mich sehr, das Beste draus zu machen. Mein Monatsrückblick wird das reflektieren.

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Wie aus 45 Seiten ein Roman wird

Mein Online-Kurs für KREatives Schreiben ist im April mangels Teilnehmer:innen nicht zustande gekommen. Stattdessen haben jedoch meine Stammkundin Heidi die Möglichkeit beim Schopfe ergriffen und sechs Wochen lang meine 1:1-Schreibbegleitung gebucht.

Wir haben dafür ihre Romanidee genau angeschaut und arbeiten nun Woche für Woche an ihrem Ausbau. Kapitel für Kapitel gehen wir durch, von meiner Seite erhält die Autorin dafür Rückmeldungen zu wichtigen Ergänzungen, auch Stilistik und Hintergrundinformationen, damit ihre Geschichte mehr Tiefe und Leben erhält.

Zweifel und Fragen besprechen wir online in unserem wöchentlichen Zoom-Meeting. Diese 1:1-Begleitung gibt Heidi die nötige Konstanz, auch wirklich am Text dran zu bleiben, die wöchentlichen Termine schenken Motivation.

Im Mai werden wir schauen, wie weit wir gekommen sind. Auf alle Fälle ein großes Stück weiter!

Korrektorat Rose A. W. Diamond: der vierte Fantasyroman

Der finale Korrekturdurchlauf des vierten Manuskripts von Rose A. W. Diamond, das durch meine Hände ging, ist abgeschlossen. Von Text zu Text habe ich die Entwicklung der Autorin verfolgen können, diese abschließende Arbeit hat mir Spaß gemacht. Mit konzentrierter Überarbeitung hat ihr neuer Roman noch einmal an Qualität zunehmen dürfen, jetzt bin ich sehr auf die Veröffentlichung gespannt.

Und wer neugierig auf die bisherigen Bücher von Rose A. W. Diamond ist, dem empfehle ich ihre Trilogie MAGICA – Die Reise durch die Zeit.

Die Hochzeitssaison startet

In diesem Monat habe ich auch endlich mein Brautpaar des Jahres 2026 persönlich kennengelernt. Im Juli werde ich für Svenja & Christian die Freie Trauung zelebrieren! Ja, in der Tat nur dieses Brautpaar, wie gut, dass ich keine weiteren Aufträge angenommen habe, denn mit meinem gebrochenen Fuß hätte ich sonst viele Zeremonien nicht halten können. So blieb mir und den potentiellen Paaren die Enttäuschung erspart.

Hier zeigt sich wieder einmal: Haderte ich Anfang des Jahres noch mit diesem einzigen Auftrag, so zeigt sich rückblickend, wie gut es so nun ist 🙂 Daher konzentriere ich mich auf diese eine Hochzeit und starte im nächsten Jahr mit hoffentlich wieder mehr Zeremonien 😉 Daher:

Willst du 2027 heiraten und suchst eine Freie Rednerin, die mit dir den Tag aller Tage gestaltet und zelebriert? Dann schau dir mein Angebot an, ich habe noch Termine frei, sende mir gerne deine Anfrage oder leite meine Kontaktdaten an ein Paar in deiner Bekanntschaft weiter, die ebenfalls frei heiraten wollen!

Mein persönliches Highlight: Ich bin 60 Jahre alt

Sechzig Jahre. Damit starte ich in mein letztes Lebensdrittel. Das ist eine Ansage. Schon auch eine Nummer. Ich habe das Glück, gesund zu sein – abgesehen von meinen rein orthopädischen Einschränkungen, ob aktuell mein gebrochener Fuß oder meine Kniegelenke. Nichts, was nicht von alleine heilt oder repariert werden kann.

Und ich habe das Glück, eine wunderbare Familie zu haben:

  • Meine zwei Kinder, die inzwischen glücklich verheiratet sind, im Juni werde ich sogar schon Oma!
  • Meine zwei Geschwister mit ihren Familien und Kindern und zum Teil Partner:innen.
  • Meine Mama mit ihren 89 Jahren.

Wir alle haben uns in einem großartigen Ferienhaus in der Eifel für eine Woche Familienurlaub getroffen, die Glaadter Hütte in Jünkerath – absolut zu empfehlen! Wir erlebten dort eine Woche fast so, als würden wir zusammenwohnen. Viele Zimmer, die Privatsphäre ermöglichten, jede Menge Bäder, um niemals „warten“ zu müssen, eine großzügig ausgestattete Küche, der sehr große und abwechslungsreiche Garten mit Grillplatz und sogar einem Hot Tub!

Und als ich am 11.4. meine 60 feierte waren alle dabei: Insgesamt 15 Familienmitglieder plus Hund sowie meine drei besten Freunde. So erlebte ich einen besonderen Tag. Zwar ohne ausgelassene Tanzparty (wie ich mir das eigentlich bei der Planung vorgestellt hatte, dann aber wegen Fuß kaputt umentschied), dafür mit Kuchentafel draußen in der Sonne, einer wunderschönen wimpelgeschmückten Location (diese Familientradition habe ich bereits in meinem 12von12 im April 2026 erläutert) und last but not least: dem Geschenk ever!

Meine Tochter hat ein Bild für meine rote Wand gemalt. Seit ich 2014 in mein Haus zog, schmückt das Wohnzimmer eine rote Wand. Ohne Bild, dafür riesengroß. „Irgendwann hängt dort ein Bild, das du gemalt hast“, hatte ich seinerzeit meiner Erstgeborenen zugeraunt. Sie hat das – im Gegenteil zu mir – nicht vergessen und so wurde mir dieses an meinem 60. überreicht. Den Rahmen dafür werde ich mir zeitnah aussuchen und anfertigen lassen, dafür hat mir die restliche Familie einen Gutschein geschenkt.

Und damit mein Rückblick auf 60 Jahre Leben dann auch völlig emotional aus dem Ruder lief, hatten meine Lieben ihre Fotoalben durchsucht und ja, was soll ich sagen: Da waren echte Schätze drin (private, darum bleiben sie auch privat:-). Sehr viele Bilder von mir und meinen Jahren in groß auf eine Leinwand gebeamt zu bekommen, ließ mich nicht unberührt, meine Tränen liefen und liefen; vor Rührung, Glück, aber auch manch traurigem Moment. So wie das Leben eben ist!

Ich sage danke für alle Ideen, die Gesten und natürlich die tipptopp Hilfe an meinem Tag, da ich dank der blöden zwei Krücken nicht wirklich viel zum Gelingen beitragen konnte.

SO MACHT 60 WERDEN WIRKLICH SPASS!

Seebestattung meines Onkels

Mein Onkel ist Mitte März nach langer Krankheit gestorben. Er wünschte sich eine Seebestattung in der Nordsee vor Harlesiel. So fuhren meine Geschwister mit mir und meiner Tochter ans Meer. Dies war meine erste Bestattung dieser Art und ich muss sagen: Sie hat mich sehr berührt. Das Hinausfahren aufs Meer, das Aussetzen der Urne, wenige, aber tief gehende Worte. Stille, Schweigen, Tränen des Abschieds aber auch eines besonderen, tiefen Friedens beim Beobachten des Blumenkranzes, der achtern immer weiter in die Ferne schwamm: So könnte ich mir eines Tages auch meine letzte Reise vorstellen.

Lieber Lutz, das hast du gut gemacht! Wir vermissen dich und wissen dich jetzt dort, wo du Frieden und alle Schmerzen hinter dir gelassen hast.

Mein Gedicht des Monats

Die Erkenntnis meines nicht immer leichten Monats: Rein emotional betrachtet bin ich noch nicht ganz raus aus meinem Tal, aber ich übe mich in Geduld und auch Nachsicht mit mir selbst. Aus diesem Gedanken heraus entstand dieses Gedicht:

Wer mehr von mir lesen möchte, findet meine Lyrik bei Instagram und Facebook im Profil Juli Norden 😊

Hier findest du mich auf Social-Media:

Gabi Kremeskötter:

Gabi als Autorin unter Pseudonym Juli Norden:

Und darüber habe ich im April gebloggt

Jeden Monat, wenn ich meine neuen Blogartikel hier verlinke, bin ich gespannt, wieviele es geworden sind. Und dabei habe ich festgestellt, dass sich zwei Dinge wie ein roter Faden durch meinen Blog ziehen:

  1. Ich veröffentliche nach wie vor stets mehr als einen Artikel pro Woche (im April immerhin 6);
  2. In der ersten Hälfte eines Monats bin ich meist aktiver, sprich schreibfreudiger. Woran das liegt, konnte ich allerdings noch nicht ergründen, lach.

Hier also meine sechs neuen Blogartikel des Monats April 2026:

CoBlogging motiviert

Keine Ahnung, ob ich auch deshalb nach wie vor gerne und häufig neue Blogartikel schreibe, aber jeden Donnerstagabend treffe ich online im CoBlogging meine Bloggerkolleginnen Nadine von Coasting to Fire, Conny von OverTheMaze und Britta von Sybedre.no. Seit 2024 bloggen wir zusammen, geben uns wertvolle Tipps und motivieren uns gegenseitig. Eine kleine feine Gruppe, die ich nicht missen möchte!

CoBlogging am 30.04.26 mit Nadine, Britta und Conny 🙂

Und sonst so?

Ich habe liebe Freunde, die mich aus meinem Haus herausholen und ja, Geschenke in Form von Karten für Veranstaltungen habe ich sehr sehr gern. Gleich zwei davon konnte ich einlösen diesen Monat:

Königskinder – Oper von Engelbert Humperdinck

Die Oper war mir bisher unbekannt, der Komponist auch. Umso mehr hat mir die Aufführung im Theater Trier am 25.04.26 Freude bereitet. Ein unterhaltsames Märchen über zwei Königskinder, denen am Ende jedoch ein tragisches Ende beschert wird. Und die Moral von der Geschicht? Einzig Kinder sehen mit unverklärtem Auge und reinen Herzen die wahre Güte und Liebe in den anderen.

Joe Bonnamassa in concert: Mannheim, 29.04.26

Die Eintrittskarte zu diesem Konzert lag unter dem Weihnachtsbaum für mich. Und obwohl der Schenker die Beziehung mit mir Ende Februar beendete, sprach nichts dagegen, Joe Bonnamass live in Mannheim zusammen zu erleben. Nur weil eine Liebe nicht reicht, kann Freundschaft entstehen. Wir arbeiten daran.

Und das Konzert? Eine Gitarre kann singen. Joe Bonamassa hat mich am meisten beeindruckt bei den ruhigen Stücken. Im Solo ohne große Unterstützung der Band. Nur er und die Saiten, die er zum Klingen brachte. Feinste Klangkunst, der Mann kann das! Daher: Ein wunderbarer Abend für mich, mein Weihnachtsgeschenk hat mich vier Monate später begeistert 🙂

Unterwegs im kleinen Radius

Und ansonsten lasse ich die Tage kommen, wie sie kommen, irgendetwas Schönes geschieht dann doch meist: Ein leckerer Cocktail in der Bar nebenan, ein kurzer Spaziergang, der von Woche zu Woche leichter fällt (meine Armmuskeln stärken sich!), eine Sonnenstunde auf der Gass …

Leseempfehlung / Buchtipp

Ein Buch habe ich ausgelesen im April, das zweite habe ich noch nicht fertig, kommt dann im Mai:-) Hier meine Gedanken zu

Colin Walsh: Kala

Gekauft auf der Lesung bei der lit.COLOGNE im März hat mich das Erstlingswerk des irischen Schriftstellers Colin Walsh sehr neugierig gemacht. So griff ich – entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, erst ältere Bücher meines SuB (Stapel ungelesener Bücher) zu lesen, mir direkt Anfang April das Buch.

Die Geschichte einer Clique Fünfzehnjähriger, die in einem fiktiven Ort an der Westküste Irlands spielt, wird aus den unterschiedlichen Sichtweisen der Heranwachsenden erzählt, Joe, Mush und Helen bekommen ihren jeweils eigenen Erzählstränge, in denen auch Informationen über Aidan und Aoife, vor allem auch der titelgebenden Kala eingeflochten werden.

Das Verschwinden von Kala lässt die Gruppe auseinanderfallen, erst fünfzehn Jahre später treffen die Verbliebenen vier (Helen, Joe, Mush und Aoife) wieder aufeinander. Eine Hochzeit führt sie zurück in ihren Heimatort, zufälligerweise werden gleichzeitig die sterblichen Überreste von Kala ganz in der Nähe gefunden.

Colin Walsh baut seinen Roman langsam auf. Wechselt die Perspektiven, nimmt mich Leserin mit in den Kopf und das Erleben der Handelnden. Ehemals enge Freunde begegnen sich, früher verdrängte Konflikte wallen auf. Joe, der erfolgreiche Musiker aus reichem Haus, Mush, der nie aus der Kleinstadt herauskam, Helen, in Kanada lebende Journalistin mit mehr oder weniger Erfolg.

Die Vergangenheit bricht auf, trägt ans Licht, was all die Jahre als Geheimnis bewahrt blieb. Dazu Lokalkolorit: Arm und reich, Drogenkriminalität und illegale geschäftliche Verflechtungen, korrupte Polizisten und Vorurteile gegenüber von der Gesellschaft Abgehängten.

Ich möchte nicht mehr vom Inhalt verraten, denn dieses Buch gehört gelesen. Spannung pur, die sich langsam steigert, brilliant und authentisch ausgestaltete Charaktere machen das Buch zu sehr guter Unterhaltung. Von mir daher fünf von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung!

Buch KALA von Colin Walsh auf einem Bett

Und was war vor genau einem Jahr?

Mein Monatsrückblick April 2025: Lies gerne rein 🙂


Ausblick auf Mai 2026

Auf diese Sachen freue ich mich schon sehr:

  • Die Blognacht mit Anna Koschinski am 08.05. steht ebenfalls auf meinem Plan.
  • Ende Mai müsste mein gebrochener Fuß verheilt sein und ich wieder mobil. Dann möchte ich wandern gehen und vor allem endlich die Motorradsaison beginnen.
  • Einmal ins Kino, vielleicht zum Filmkunst-Event des Moselkinos?
  • Am 29.05. veranstalte ich im Rahmen der Aktion „Koblenz liest ein Buch“ zusammen mit Sonja Maibach einen Schreibworkshop.
  • Auch das Weinfest in Eschweiler Ende Mai lockt!

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Sodele, habe fertig! Tschüss April, hallo Mai 2026 🙂

In diesem Sinne: lieben Dank für das Lesen und dass ich dich hier am Ende meines Artikels mit herzlichen Grüßen in deinen Morgen, Tag oder Abend entlassen darf, je nachdem, wann du ausgelesen hast 🙂

Gabi


Lächelnde Frau vor Efeu-Wand mit einem Notizbuch in der Hand, darauf der Claim "Liebe, die durch Worte strahlt"

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede – Schreibworkshops – Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

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