Monatsrückblick März 2026: Bücher, Bücher, Bücher – und eine fiese Überraschung

Veröffentlicht am Kategorisiert als Rückblick

Wann war ich zuletzt so viel unterwegs? Dachte ich im Februar noch, der März wäre zwar voller schöner Termine, zeigte sich der Vorteil meines 100% Homeoffices als der entscheidende Faktor, dass ich mein Unterwegs-Sein halbwegs in guter Ruhe und Gelassenheit erleben konnte. Bücher, Veranstaltungen, private High- & Lowlights, dazu am Monatsende noch eine fiese Überraschung. Mehr Abwechslung können 31 Tage kaum bieten. Was also hat mich umgetrieben in diesem Monat? Lies gerne rein!

Schreib:Zeit in Wittlich

Am vorletzten Tag des Monats geht der erste Präsenzkurs des Jahres zu Ende: Mit einem Hausbesuch meiner treuen Teilnehmer:innen, denn in der Osterferienzeit kann die VHS keine schulischen Räumlichkeiten wie gewohnt anbieten. So zeigt sich wieder einmal: Ein Wohnzimmertisch kann nicht groß genug sein!

Ende April geht es dann weiter, offen bleibt, ob wir uns in Präsenz treffen können im Wittlicher Gymnasium oder bei mir zuhause, alternativ ggfls. auch online, wenn ich meine Fahrbereitschaft bis dahin wieder hergestellt habe, doch dazu unten mehr 😉

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

KREativ mit Gabi Vol#7 fällt aus und wird zu einem 1:1

Mein Kurs steht in den Startlöchern, um am 2.4. zu beginnen; jedoch fehlen mir Stand 01.04. tatsächlich zum ersten Mal Teilnehmende. Eine einzige Anmeldung ist da, doch das reicht leider nicht, um eine für das KREative Schreiben wichtige Gruppendynamik zu erzeugen. Doch ich lasse den Kopf deshalb nicht hängen. Ganz im Gegenteil. Wir haben schon miteinander gesprochen und wenn sich bis morgen nichts anderes ergibt, wechseln wir zu einer 1:1-Schreibbegleitung, zumal die Autorin bereits mehr als ein Manuskript in der Schublade hat.

Zum Tragen kommen wird dafür mein anderes Angebot Idee wird Text! Jetzt! Ich meine, KREativität steht auch dafür: Schauen, was geht und auf die Gegebenheiten flexibel reagieren 🙂

Du möchtest dir meinen Online-Kurs trotzdem anschauen? Dann schau dir mein Angebot an, der nächste Kurs ist ab 2. Juli terminiert:

Frau am Laptop lächelt in die Kamera

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KREativ mit Gabi – Schreib dich frei in 6 Wochen

Der KREative 6-Wochen-Schreibkurs mit Live-Feedback: gemeinsam schreiben, vorlesen und wachsen.

Du hast Lust zum Schreiben und Austausch über Texte? Das ist alles, was du brauchst, um in meinem 6-Wochen-Kurs deine Angst vor dem weißen Blatt zu verlieren – und so ganz nebenbei noch deine Schreibstimme zu entdecken. In wöchentlichen Live-Modulen erhältst du von mir stets neue Schreibimpulse. Dabei verbinde ich weitere Inhalte und Methoden des KREativen Schreibens, z. B. die Einführung verschiedener Textarten und stilistische Hinweise.

Lektorat Rose A. W. Diamond: der vierte Fantasyroman

Das Lektorat sowie der erste Korrekturdurchlauf ist abgeschlossen. Ich bin nun gespannt darauf, was die Autorin davon umsetzen wird, denn wie stets sind meine Änderungen reine Vorschläge. Die Autorin entscheidet, was ihr zusagt und was nicht. Allen, die selbst ein Manuskript zur Überarbeitung „in der Schublade“ haben, den sei mein Blogartikel 15+ Tipps aus dem Lektorat, die dein Manuskript sofort verbessern ans Herz gelegt.

Und wer neugierig auf die bisherigen Bücher von Rose A. W. Diamond ist, dem empfehle ich ihre Trilogie MAGICA – Die Reise durch die Zeit.

Cover von Magica - Die Reise durch die Zeit
Die Vorderseite des Covers von Magica – Die Reise durch die Zeit

Die Hochzeitssaison startet

Die Traurede für Svenja & Christian nimmt Formen an, sie heiraten im Juli. Nachdem ich meinen Fragebogen ausgefüllt zurück bekommen habe, steht ein erster Entwurf. Als nächstes steht unser persönliches Kennenlernen an, im April kommen damit noch ganz viele weitere Facetten zusammen. Ich freue mich auf dieses Gespräch!

Willst auch du heiraten und suchst eine Freie Rednerin, die mit dir den Tag aller Tage gestaltet und zelebriert? Dann schau dir mein Angebot an, ich habe noch Termine frei, sende mir gerne deine Anfrage oder leite meine Kontaktdaten an ein Paar in deiner Bekanntschaft weiter, die ebenfalls frei heiraten wollen!

Kultur-Highlights im März

2026 soll das Jahr vieler Kulturveranstaltungen werden, diese hier bereicherten meinen März:

Die lit.Cologne 2026

Zwei Wochen mit täglich mehreren Veranstaltungen, wie schon in den Jahren zuvor stand ich Anfang Dezember, als das Programm veröffentlicht wurde, vor der Qual der Wahl. Für diese vier Termine habe ich mich entschieden:

Colin Walsh: Kala

Ein irischer Krimi eines irischen Schriftstellers, sein Debüt sogar, dazu die anregende Schauspielerin Anneke Kim Sarnau als auf Deutsch Vorlesende: Kala von Colin Walsh. Die Moderatorin Margarete von Schwarzkopf, ebenfalls Autorin, führte sehr souverän durch die englisch-deutsche Veranstaltung. Der Redefluss von Colin Walsh war ungebremst, ich konnte ihn tatsächlich sehr gut verstehen! Er las den Beginn seines Romans um eine Gruppe von Jugendlichen, in deren Mittelpunkt Kala steht, die anderen drei Passagen hörten wir von Frau Sarnau.

Ich bin neugierig auf das Buch, der Schriftsteller hat vieles über den Hintergrund und seine Herangehensweise erzählt: Die irische Gesellschaft mit den ihr eigenen Konflikten; die Geschichte aus der Sicht der Jugendlichen und mit einem Zeitsprung in ihr Erwachsenenleben; dazu die unterschiedlichen Sichtweisen der Freunde auf Kala: das alles verspricht eine vielschichtige Erzählung, die zudem Raum für eigene Interpretation der Leserschaft gibt, was übrigens ausdrücklicher Wunsch des Autors ist! Ich werde berichten, sobald ich das Buch gelesen habe:-)

Navid Kermani: Sommer 24

Am 14. März löste ich mein zweites Ticket ein und erlebte den Friedenspreisträger Navid Kermani auf der Bühne in der Kulturkirche Köln-Nippes. Ein sympatischer Mann, eine sehr komplexe Fragen stellende Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin Wiebke Poromka ließen die 90 Minuten Interview und Lesung wie im Flug vergehen. Ein prägenden Satz sagte der Autor im Rahmen der Veranstaltung, den ich festhalten möchte:

Literatur entsteht erst, wenn das Buch aufgeschlagen und gelesen wird.

Navid Kermani, 14.03.26, Köln – lit.COLOGNE

Kermani erzählte, das die unterschiedlichen Personen letzten Endes „alle ich“ sind, er nimmt Perspektiven ein und sieht, wo die Sympathie größer ist. Auf Prokompkas Frage zu den vielen Positionen, die das Buch versammelt, ob sie eine Art Schule des Aushaltens seien, um Toleranz und Akzeptanz zu üben bei aller politischen Aufgeheiztheit, antwortete der Autor: „Man weiß nicht mehr weiter, aus der Verwirrung heraus schreibe ich. In der Überforderung zeigt sich keine Lösung wie in einem Essay.“ Auch darum wählte er die Form des Romans.

Über den Inhalt von „Sommer 24“ möchte ich an dieser Stelle gar nichts verraten, zumal ich das Buch ja selbst noch nicht gelesen habe. Doch die Form und seine Entstehungshintergründe fand ich hochinterssant: Das Journal! Navid Kermani ist ein Journal-Schreiber – zu verstehen als öffentlicher Tagebuchschreiber, aus persönlicher, aber nicht privater Sicht. Dieses Textformat habe ich mir im Nachgang zu der Lesung genauer angeschaut und in einem eigenen Blogartikel vertieft: Vom Journal zum Roman: Schreiben, was ist – und entdecken, was daraus wird.

Maxim Leo: Einatmen. Ausatmen.

Zwei Männer, eine Bühne: Wenn Männer über das Leben und mittleres Alter reden, offen, ehrlich, zugewandt und das alles, weil Maxim Leos neuer Roman Einatmen. Ausatmen. Achtsamkeit zum Thema hat. Wie jetzt? Ab auf die Couch? Mitnichten! Der Autor webt eigene Erkenntnisse zu einer dem Vernehmen nach unterhaltsamen Geschichte: Marlene, eine erfolgreiche, aber unempathische Businessfrau, wird von ihrem Chef in ein Achtsamkeitsseminar gedrängt, dort trifft sie auf den Coach Alex, der seine Ansätze im eigenen Leben nicht realisiert bekommt.

Zwei Menschen, zwei Krisen, das verspricht Stoff für unterhaltsame Lesestunden:-) Soweit das Buch. Das könnte ich auch ohne die Lesung erfahren haben, doch mag ich die Live-Veranstaltungen ja gerade deshalb, weil sie mir erlauben, hinter das Werk zu schauen. Die Idee (Leos Frau ist Coachin!), der Schreibprozeß (nach 70 Seiten erst mal zur Lektorin, passt das so?), die eigenen Erkenntnisse durch das Buch („… ein bisschen so wie beim Fußball, wenn der Muskel schmerzt und man dann wieder aufhört.“). Am Ende sagt Maxim Leo sinngemäß:

Die Überführung der Theorie in die Praxis findet an Orten statt, die nichts mehr mit dem Moment des Coaching zu tun haben.

Maxim Leo, 16.03.26, Köln – lit.COLOGNE

Ich bin gespannt auf die Lektüre und mich selbst dabei zu hinterfragen. Ganz sicher werden meine Gedanken in einem der nächsten Monatsrückblicke von mir in Worte gefasst werden, ist doch klar! Übrigens haben der Moderator Thomas Laue, künsterlischer Leiter der Nibelungenfestspiele Worms, und der Autor ein wirklich unterhaltsames Gespräch geführt. Ich hatte den Eindruck, sie würden sich schon länger kennen. Kleine, charmante Frotzeleien ließen ihre grundsätzliche Übereinstimmung in vielen Lebensthemen erahnen. So mag ich Lesung sehr!

Florence Knapp: Die Namen

Was für eine sympatische Autorin! Zierlich, erzählfreudig, nur habe ich nicht wirklich viel verstanden, lach, denn in der Kürze der Zeit war ihr Londoner Akzent dann doch zu ungewohnt für mein Schulenglisch. Florence Knapp hat ein hochinteressantes Buch geschrieben. Ihr Roman Die Namen wirft sein Augenmerk auf Identitäten. Wo kommen sie her und vor allem: Was haben sie mit dem Vornamen zu tun? Auf den niemand von uns einen Einfluss hatte, denn als unsere Eltern ihn uns gaben, fehlte uns als Neugeborene dafür jegliches Bewußtsein.

Ihre Heldin Cora steckt in der Klemme: Ihr Ehemann Gorden erwartet, dass ihr gemeinsamer Sohn ebenso heißt, doch ihr gefällt Julian viel besser und ihre Tochter möchte, dass ihr Bruder Bear heißt, weil sie damit Weichheit und Wärme verbindet. Damit beginnt die Geschichte.

Wie entwickelt sich der junge Mensch, wenn er entweder Gordon, Julian oder Bear heißt? Welche Erwartungen und Vorstellungen prägen ein Kind, weil ihm seine Eltern diesen oder jenen Namen geben? Das ist eine der Fragen, die sich als roter Faden durch den Roman ziehen, in Abständen von sieben Jahren läßt die Autorin den Jungen drei Identitäten leben, die ihr übrigens von Anfang an klar und deutlich vor Augen waren.

Und alle drei Lebenswege werden verwoben mit dem Thema der häuslichen Gewalt, denn Vater Gordon, wie schon seine Väter, ist kein netter Mann. Er drangsaliert, überwacht und bevormundet seine Frau. Doch im Buch gibt sie ihm keinen Raum. Nach außen der perfekte Ehemann, doch steckt er Cora in einen grauenhaften Käfig. Ihre Lebenssituation ist wie ein Spiegel, der endlos scheint, sie klein, kleiner und noch kleiner wird.

Wäre somit die freie Namensgebung durch die Mutter ein Zeichen des Auf- und Ausbruchs? Nun, das weiß ich noch nicht, darauf wird die Lektüre Aufschluss geben.

Für mich war der Abend mit der Autorin, dem Moderator Bernhard Robben und der die deutsche Übersetzung lesende Anna Schudt (wer kennt sie nicht als ehemalige Dortmunder Tatort-Kommissarin Bönisch an der Seite vom Faber?) bemerksenswert. Der mir Fragen auftrug, über die ich auch einmal nachdenken möchte: Was hat mein Name mit mir mein Leben lang gemacht?

Fakt ist: Namen werden mit Bedeutung an uns herangetragen, ohne dass wir davon wissen; den wir in keiner Weise beeinflussen können zum Zeitpunkt der Namensgebung. Erst später kommt unser eigenes Verständnis und die Sicht auf unsere Person hinzu. Anspruch, Erwartung, Wirklichkeit prallen aufeinander und machen etwas mit uns. Zum Guten oder Schlechten? Darauf muss jeder von uns wohl seine eigene Einschätzung finden.

Der Charakter Bear jedenfalls muss irgendwann hinaus in die Welt. Er lernt erst sehr spät, dass er nicht automatisch Abenteurer ist und stark wie ein Bär, sondern dass auch er einen Weg einschlagen kann, der seiner wahren Persönlichkeit entspricht. Soviel hat die Autorin schon vorab verraten 🙂 Ich bin gespannt auf eigene weiter Erkenntnisse!

Und noch mehr Kultur!

Als hätte ich nicht schon genug Kultur erlebt in diesem Monat, war ich noch auf einer Ausstellung/ Kunstperformance des Vereins Kunst an Hecken und Zäunen sowie und einem Hauskonzert mit der Band PALES. Davon an dieser Stelle jedoch nur ein paar Fotos, sonst sprenge ich mit diesem Monatsrückblick noch den Rahmen 🙂

Mein Gedicht des Monats

Für meinen Onkel Lutz, der am 11. März nach längerer Krankheit mit 81 Jahren gestorben ist.

Gegangen (für Lutz)/ gegangen/ nach acht Jahrzehnten/ gegangen/ dein großer liebevoller Geist/ gegangen/ die Erinnerungen bleiben/ ich bewahre dich/ (c) Juli Norden 11.03.26

Gedicht "Gegangen" von Juli Norden - ein Trauergedicht auf einem Foto eines Regenbogens. Text: Gegangen (für Lutz)/ gegangen/ nach acht Jahrzehnten/ gegangen/ dein großer liebevoller Geist/ gegangen/ die Erinnerungen bleiben/ ich bewahre dich/ (c) Juli Norden 11.03.26

Wer mehr von mir lesen möchte, findet meine Lyrik bei Instagram und Facebook im Profil Juli Norden 😊

Hier findest du mich auf Social-Media:

Gabi Kremeskötter:

Gabi als Autorin unter Pseudonym Juli Norden:

Und darüber habe ich im März gebloggt

Mein Blogvolumen steigt wieder an: NEUN neue Artikel sind’s im Februar geworden und damit habe ich am 19.03.26 die magische Zahl von 400 Beiträgen auf meinem Blog erreicht! Was für eine Marke!

Prognostizierte mir das im September 2022 zu meinem Blogstart jemand, hätte ich ihm einen Vogel gezeigt, lach. Umso mehr freue ich mich darüber, seitdem so viel geschrieben und in die Welt gebracht zu haben. Im nächsten Monat geht´s weiter!

Und sonst so? Eine Auswahl freudiger Momente

Mein Sohn hat seinen Doktor!

Sieben Jahre nach seinem Master hat mein Zweitgeborener nun auch seine Promotion „im Sack“ oder besser „Hut“? Fakt ist, dass seine Fakultät an der RWTH Aachen eine saucoole ist. Zunächst ein Vortrag zu seinem Promotionsthema, angelehnt an seine Doktorarbeit, anschließend abschließende Prüfung vor verschlossenen Türen.

Das Bufett danach mit Reden, Gratulationen und sehr vielen Kolleg:innen machte den Nachmittag und Abend zu einer runden Sache. Natürlich schwoll mein Mutterherz an. Der abendliche Doktorwagen, bei dem der frischgebackende Dr.-Ing. in einem selbstgebauten Wagen vom Campus in die Innenstadt gezogen wurde, unterstützt von Bierkisten und lauter Musik, war ein Highlight sondergleichen.

Ich bin stolz auf dich, mein Sohn!

Teestunde mit meinen alten Schulfreundinnen aus der Mittelstufe meiner Gymnasiumszeit

Ende des Monats traf ich in meiner alten Heimat Schleswig-Holstein meine Schulfreundinnen aus der gymnasialen Mittelstufe zu einer Neuauflage unser damalig wöchentlichen Teestunde. Wenn zwölf Frauen an einem Tisch bei Kaffee, Tee und Kuchen sitzen, schwirrt die Luft! Manche hatte ich schon letztes Jahr wiedersehen können anlässlich unseres 40jährigen Abiturtreffens, manche tatsächlich seit mehr als 20 Jahren nicht.

Aus Gründen der Privatsphäre zeige ich hier kein Gruppenbild, doch ihr dürft versichtert sein, unsere 6 gemeinsamen Stunden waren herrlich. Wir wollen uns in Zukunft öfter sehen, vielleicht schaffen wir 2 x pro Jahr?

Meine Mama hat jedenfalls nichts dagegen, dass ich unser Selfie hier einstelle, natürlich habe ich sie an meinem langen Wochenende im Norden täglich besucht:

Was so gar nicht gut lief im März

Mein Knie braucht ein neues Gelenk

Der OP-Termin steht fest. Zwei weitere Arzttermine in Sachen Knie haben mir die Entscheidung erleichtert, wo, von wem und wann ich die Patellofemoralprothese für mein Knie einbauen lasse: Für den 8. Mai war das ursprünglich geplant, in den Diakonie Kliniken Hunsrück in Simmern. Habe ich Angst? Kein bisschen, ganz im Gegenteil, ich freue mich auf diesen wichtigen Schritt in meine alte Beweglichkeit mit deutlich weniger Schmerzen!

Und dann? Kam alles ganz anders:

Wenn Knie nicht mehr hält, kann ein Fuß brechen

Tja, was soll ich sagen außer „dumm gelaufen“, besser Treppenabwärts unaufmerksam? Wobei ich meinem rechten Knie die Verantwortung übertragen möchte, denn es konnte meinen Körper auf der letzten Stufe nicht richtig halten und zack, bin ich mit dem linken Fuß auf dem Boden zu heftig aufgekommen. Fuß umgeknickt, Mittelfußknochen des kleinen Zeh-Strangs gebrochen. So kann es gehen, wenn frau nicht mehr gut gehen kann. Voll doof!

Bedeutet für mich: 8-10 Wochen lang auf zwei Krücken gehen, der linke Fuß darf maximal 20 kg belastet werden, sprich lediglich die Sohle meines orthopädischen Schuhs aufsetzen.

OP-Termin Knie bis zur Heilung des linken Fußes verschoben, wird wohl August, bis es soweit ist. Ja, ich bin höchst geknickt, weil die Schmerzen im linken Knie dadurch nicht besser werden …

Meine Statistik täglicher Schritte

In logischer Konsequenz ist somit meine Schritt-Statistik seit dem 27.3. auf Eis. Immerhin hatte ich bis dahin einen Durchschnitt von 6682 Schritten, die bis auf weiteres meinen letzten Stand darstellen. Ich werde diese Statistik in den nächsten Monaten nicht mehr führen. Wozu auch, werde ich wochen- bzw. monatelang unter meinem Ziel bleiben. Verdrücke die eine und andere Träne, weil ich körperliche Bewegung wirklich mag und sie mir definitiv fehlen wird … Trotzdem ein paar Fotos.

Meine März-Impressionen in Sachen Rundgänge – in diesem Monat Rheinlastig, da ich viele Tage in Köln verbracht habe:

Leseempfehlungen / Buchtipps

Space Boy von Frank Schätzing

Dieses Buch hat mich eine längere Zeit begleitet. Gekauft auf der Lesung in Köln im November erlebte ich meinen Freund, der es las. Länger dafür brauchte als gedacht, einige Gedanken äußerte er währenddessen. Jetzt im März war ich soweit, dass ich mir das Werk vornahm und innerhalb weniger Tage durchlas.

Sehr gut lesbar! Einem Schätzing gerecht. Wie er seine Autobiographie mit David Bowie verwob, rein handwerklich ein Meisterstück. Und am Ende beantwortete ich mir die Frage: Ist es vermessen von ihm, in Bowie seinen Seelenverwandten zu sehen?

Ich habe einen eigenen Blogartikel dazu verfasst, diesen weiter oben schon in meinen März-Beiträgen aufgeführt. Lesenswert ist das Buch allemal, egal, ob Bowie-Fan und -Experte oder nicht 🙂

Space Boy, Roman von Frank Schätzing, mit sichtbarem Cover und Rückseite auf einem Tisch, darüber "Frank Schätzing und David Bowie: Space Boy - eine Anmaßung?

Mitternachtsschwimmer von Roisin Maguire

Dieses Buch empfahl mir eine alte Schulfreundin, wir haben vor 40 Jahren zusammen Abitur gemacht und stehen noch immer im Kontakt. Toll, oder? Jedenfalls schickte sie mir diesen Titel als Tipp, wer Wasser mag, die kalte Nordsee und Irland noch dazu, liegt damit richtig, meinte sie. Und ja, ich wurde nicht enttäuscht.

Roman Mitternachtsschwimmer von Roisin Maguire auf einem Tisch bei Kaffee und Kuchen
Eine Woche lang hat der Roman mich überall hin begleitet 🙂 Hier bei Kaffee und Kuchen im Bootshaus Alte Liebe auf dem Rhein bei Köln-Rodenkirchen

Roisin Maguire gelingt ein leises Buch. Ein dramatisches Buch, ein Roman voller eindrücklicher Charaktere, allen vorweg Grace, fünfzig Jahre und „verschroben“. Sie kümmert sich nicht darum, was andere über sie denken oder sagen, lebt ihr sehr eigenes Leben an der Westküste Irlands in einem kleinen, wirklich kleinen Ort. Zu ihrem Cottage gehört ein etwas abseits direkt am Strand gelegenes kleines Haus, das sie an Feriengäste vermietet. Evan, ein Städter aus London, sucht dort Zuflucht für eine dringend benötigte Auszeit. Eine Woche, so sein Plan, doch dann kommt Corona und der Lockdown.

Mehr möchte ich zur weiteren Geschichte gar nicht verraten. Was ich aber unbedingt noch festhalten möchte, ist die leise, sehr liebevolle Erzählstimme der Autorin. Sie spürt die Nuancen auf, die jedes Leben einzigartig macht, egal, ob Glücksmomente oder tiefe Verzweiflung. Sie wertet nicht die Alkoholsucht ab oder fällt ein Urteil über ungerechte Behandlung. Sie erzählt. Was ist, was war und die Hoffnungen, was sein könnte.

Ihre sehr einfühlsamen Worte zeigen sehr authentische, nachvollziehbare Protagonist:innen: Grace, ihre Nichte Abbie; Evan, sein Sohn Luca und sogar die Verkäuferin Becky hinterlassen ihren Eindruck bei mir. Welches Zitat ich aus diesem Buch für mich mitnehme? Ganz klar dieses, als Evan zum ersten Mal im Dorfladen einkaufen geht und die Verkäuferin Becky sich davon von ihrer Mittagspause nicht abhalten lässt. Sie lädt ein zu einem Tee auf einer sonnenbeschienenen Mauer, ein Gespräch entwickelt sich und sie sagt:

Der wahre Feind lauert im Inneren. … Ich glaube, … dass wenn man die eigene Wahrnehmung der Welt als Projektion des eigenen Verstands akzeptiert, selbst dafür sorgen kann, sich keine Feinde zusammenzudenken oder Schwierigkeiten oder Gründe für Leid. Man sollte die Dinge nicht schlechtmachen, wenn sie es in Wahrheit gar nicht sind.

Roisin Maguire, Mitternachtschwimmer, Seite 45, DuMont-Buchverlag, Juli 2025

Mich hat das Buch entführt in die wilde Natur Irlands, in große und kleine, stets persönliche Dramen, die allesamt feinsinnig dargestellt wurden. Klare Leseempfehlung meinerseits!

And last, but not least

Mein Haus ist abbezahlt! Per 31.03.26 bin ich schuldenfrei – in absolut jeder Hinsicht. Ein ganz persönlicher Meilenstein, meine Vertrauten wissen, welch eine Errungenschaft das für mich ist. Viele Steine, die mir in den Weg fielen, räumte ich beiseite, machte Umwege und rappelte mich wieder auf. Dass ich jetzt, mit fast 60, an mein Hausprojekt ein „Bezahlt“-Schild hängen kann, habe ich ganz allein mir zu verdanken. Was für ein Gefühl 🙂

Stadthaus mit grau gestrichener Fassade, alter Holztür und roten Fensterumrandungen.
Mein Zuhause seit 2014 in Traben-Trarbach an der Mosel

Und was war vor genau einem Jahr?

Mein Monatsrückblick März 2025: Lies gerne rein 🙂


Ausblick auf April 2026

Diese Dinge werden meinen April sehr abwechslungsreich gestalten:

  • Das Saisonkennzeichen meines Motorrads ist zwar wieder gültig, aber vor Ende Juni werde ich keine Ausfahrt machen können. Immerhin könnte ich sie im April mal etwas lüften 😉
  • Ich werde am 11. April 60 Jahre alt und feiere in einem Urlaub mit meiner kompletten Familie plus Freunden in einem Ferienhaus in der Eifel.
  • Kennenlerngespräch mit meinem Juli-Brautpaar Svenja & Christian
  • Konzert Joe Bonnamassa am 29.4. in Frankfurt
  • 1:1-Schreibbegleitung für eine Jungautorin

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Sodele, habe fertig! Tschüss März, hallo April 2026 🙂

In diesem Sinne: lieben Dank für das Lesen und dass ich dich hier am Ende meines Artikels mit herzlichen Grüßen in deinen Morgen, Tag oder Abend entlassen darf, je nachdem, wann du ausgelesen hast 🙂

Gabi


Lächelnde Frau vor Efeu-Wand mit einem Notizbuch in der Hand, darauf der Claim "Liebe, die durch Worte strahlt"

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede – Schreibworkshops – Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

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