Meine 7 Gedanken im Juli 2026

Veröffentlicht am Kategorisiert als Persönliches

Auch in diesem Monat trage ich sieben meiner Gedanken für Juli zusammen. Initiiert hat diese innere Reise Linda Kunze. Die Idee dahinter? Sieben vielleicht kleine, aber wichtige Gedanken pro Monat festhalten. Mal als Gedicht, mal als einfacher Fließtext – so greife ich diesen Impuls auf. Meine Gedanken teilen, in Resonanz gehen und sie wirken lassen: Auch darum schreibe ich. Persönlich, ehrlich, spontan.

Gedanke 1: Wie glücklich ein Schluckauf machen kann

Eine Beobachtung oder eine kleine Szene? Ich bin am 24.06. Oma geworden und ja, allein diese Tatsache macht mich glücklich, sehr glücklich. Ich erhielt von den jungen Eltern erste Fotos und dann, zum ersten Mal „bewegte Bilder“: ein Kurzvideo, wie meine Enkelin einen Schluckauf hat.

Mir liefen die Tränen vor Rührung, ach, diese neue Leben ist ein Wunder! Wie alle anderen weltweit auch, doch dieses jetzt hat mich in die nächste Ebene geschossen. Mein Herz läuft über vor Liebe für dieses kleine Wesen. Nächste Woche werde ich ihr zum ersten Mal real begegnen, der kleinen Elenor.

Gedicht von Juli Norden, ein Akrostichon: "Elenor/ Ein neues/ Leben/ Ein neuer/ Name/ Oma sein macht/ Reich/ (c) Juli Norden 25.06.26

Elenor// E in neues/ L eben/ E in neuer/ N ame/ O ma sein macht/ R eich/ (c) Juli Norden 25.06.26/ – ein Akrostichon auf meine Enkelin!

Gedanke 2: Die Arbeit in einer kleinen Gruppe schenkt Leichtigkeit.

Eine Erkenntnis aus der Arbeit/Job/Business? Am vergangenen Donnerstag startete mein Sommer-Onlinekurs für KREatives Schreiben „Was in dir steckt: Deine Stimme. Dein Text. In 6 Wochen“. Das übergreifende Thema bis Mitte August lautet „Über Liebe, Verlust und Aufbruch.“

Zwei Teilnehmerinnen haben sich angemeldet und ja, was soll ich sagen: Ich mag die direkte Zusammenarbeit mit einem kleinen Kreis sehr! Wir lernen uns viel schneller gut kennen, haben deutlich mehr Sprech- und Schreibzeit. Das entspannt und fördert vor allem die ehrliche und aufgeschlossene Art unseres Austauschs.

Vor allem: Ich schreibe meine Impulse selbst mit! Das mache ich in größeren Gruppen nicht, zum einen aus Gründen der Konzentration auf die anderen, zum anderen aus reinen Zeitgründen. Von daher ein echter Zugewinn auch für mich 🙂 Ein Absatz aus meiner eigenen „Hausaufgabe“ ist dieses Gedicht:

Ich – das bist du// du bist der Mensch/ den ich erschaffen habe/ der mich hält und stützt/ der für mich da ist/ denn du/ das bin ich und/ ich/ das bist du// (c) Juli Norden 05.07.26

Dem vollständigen Gedicht habe ich übrigens einen eigenen Blogartikel gewidmet: Nach der Krise: ein Liebesbrief an mich selbst.

Gedanke 3: Worte schreiben Gefühle nicht in die Wirklichkeit.

Etwas Persönliches? Ich schreibe. Täglich. Und freue mich, wenn ich in Form von Kommentaren und persönlichen Nachrichten Resonanz erfahre. Mit Worten berühren fällt mir leicht, auch mich selbst von Worten berühren lassen, geschieht fast täglich, wenn ich entsprechende Profile und Blogs aufsuche.

Im persönlichen Kontakt, von Angesicht zu Angesicht geschieht das auch, nur seltener beziehungsweise mit deutlich weniger Personen. Was ist der Unterschied von virtuell und live? Stecken doch auch hinter den Profilen echte Menschen mit ihren Gedanken, Gefühlen und Erlebensräumen.

Manchmal öffnet ein Mensch seine Tür ein großes Stück weiter, lässt mich hineinschauen, so wie auch ich mein Leben öffne. Und ein schriftlicher Austausch entsteht, der glücklich macht, weil er über das Oberflächliche hinausgeht. Weil die Person sich mitteilt, tiefer blicken lässt, so wie auch ich.

Und doch trifft irgendwann die Realität einer angestrebten, freudig erwarteten echten Begegnung, zum Beispiel bei einem Kaffee oder Eis, auf eine Erwartung, die allein durch die geschriebenen Worte entstanden ist.

Die Ernüchterung danach ist jedes Mal schmerzhaft, weil stets ein Fünkchen Hoffnung auf mögliche Gefühle mitschwang. Dass über die Worte hinaus, eine Verbindung entstehen könnte, die über das miteinander Geschriebene hinausgeht. Eine Herzensbindung, die auch im Alltag und durch den Alltag trägt.

Leider kann ich nicht bestätigen, dass ich das bisher erlebt habe. Aber wer weiß, ich habe ja noch sehr viel vor mir 🙂

Gedanke 4: My life began, when I met my wife.

Ein Satz, der hängen geblieben ist? „Fucking romantic“, war mein erster Gedanken, als Robbie Williams gestern bei seinem OpenAir-Konzert in Luxemburg damit seine Moderation begann. Grundgenial! Da steht dieser Mann im roter Jogginghose und mehr braucht er einfach nicht. Sein Charisma, Ehrlichkeit, Spaß und Liebe, vor allem Liebe! Er liebt, was er tut. Seine Songs, sein Publikum, seine Frau und Kinder. Sein Leben.

Das waren zwei Stunden Fest für mich und ich stehe am Ende da, mir laufen die Tränen über das Gesicht, denn ich fühl’s: Jedes Wort, jeden Ton, jede Geste. Robbie Williams ist wahrhaft ein großer Entertainer mit einer so besonderen Gabe: Er liebt aus tiefstem Herzen. Und steht dazu, Tag für Tag für Tag.

Und die Vorbands? Lottery Winners aus England, CMAT aus Irland. Sie haben auf den Hauptact ebenfalls grandios eingestimmt. Große Musik und Kunst, geballt an einem Abend.

Gedicht "Töne" von Juli Norden 06.07.26, auf dem Foto das Schlussbühnenbild mit illuminiertem Herz beim Konzert von Robbie Williams in Luxemburg am 6.7.26

Töne// verstehe nicht/ wie Klänge eingefangen/ umgewandelt/ weitergeleitet/ aus Lautsprechern tönen/ ist mir auch egal// Hauptsache/ sie treffen mich/ emotional/ mitten ins Herz/ : Töne// (c) Juli Norden 06.07.26

Gedanke 5: Ich bin wieder bei mir.

Etwas, das sich verändert hat? Nachdem Ende Februar meine letzte Beziehung ihr Ende fand, litt ich an Liebeskummer, sehr starkem Liebeskummer, mein Herz: zerbrochen. Heute, gut vier Monate später geht es mir besser. Endlich. Ich habe akzeptiert, dass das Ende richtig war, auch wenn ich mich mit Händen, Füßen, allen Sinnen dagegen wehrte.

Ich bin wieder bei mir. Nur bei mir. Keine Verantwortung, kein Mitmachen, kein Verstecken oder Reduzieren meiner eigenen Bedürfnisse. Kompromisse werden nicht mehr verlangt, ich bin wieder frei. Frei von Rechtfertigungen oder Erklärungen, mich Mitteilenmüssen, um verstanden zu werden.

Eine Wohltat! Wenn auch eine fremdbewirkte. Fühlte ich mich doch sicher und aufgehoben, gehört und angenommen. Wie ich mich täuschte, nun das ist mir erst heute in all seinen Ausmaßen klar.

Also fliege ich wieder!

Flügel// beim letzten Versuch/ Federn gelassen/ Schutz gesucht/ Kraft gesammelt/ und Hoffnung auch/ Vertrauen gefunden// dass sie tragen/ noch immer tragen/ weiter und höher/ wieder rein ins Leben/ meine Flügel verlernen/ das Fliegen nicht// (c) Juli Norden 15.06.26

Gedanke 6: Mein bester Kumpel ist unbezahlbar.

Etwas, das überrascht hat? Eindeutig, gestern ganz spontan das Robbie-Williams-Konzert in Luxemburg erleben zu dürfen! Mein bester Kumpel arbeitet als Tontechniker im Ländle und hat mir den Zutritt über die Gästeliste ermöglicht. WAS FÜR EINE FREUDE UND ÜBERRASCHUNG. Ich bin immer noch vollkommen geflasht 🙂

Wir kennen uns jetzt seit 13 Jahren, für mich definitiv eine Glückszahl. Wir haben gute und schwierige Zeiten erlebt, einiges zusammen durchgestanden und über die Jahre ein unverbrüchliches Vertrauen entwickelt. Unsere Freundschaft ist wahrlich ein Geschenk und erfüllt mich mit aufrichtiger Dankbarkeit.

Gedicht von Juli Norden "Freundschaft", Text auf einem Foto mit gefülltem Sektglas

Freundschaft// Freundschaft/ die einst Liebe war/ verändert/ Vertrauen durch Freiheit/ Klebstoff/ für dick und dünn// (c) Juli Norden 15.10.23

Gedanke 7: Schmerzfreier durchs Leben gehen

Ein Ausblick oder eine Frage? Noch genau fünf Wochen trennen mich von meiner nächsten Krankschreibung, mindestens ein Knie wird am 11. August eine Teilprothese bekommen. Ich werde daher die Zeit dazwischen nutzen für Urlaub, weitere Konzerte und dem Bewußtsein, tun und machen zu können, unbehindert immer meinem Wunsche folgend.

Ich bin gespannt, was ich alles erleben werde mit dem Wissen, dass einiges danach erst einmal nicht möglich ist. Aber nur kurze Zeit, denn die Operation wird mich in die Lage versetzen, wieder deutlich schmerzfreier durchs Leben zu gehen. Ich freue mich darauf!


PS: Ich schreibe so gut wie täglich ein Gedicht. Mal werde ich inspiriert von Begegnungen, auch eigene Überlegungen schwappen hoch und werden geschriebenes Wort. Jene, die mich schon kennen, lesen meine Gedichte in meinem WhatsApp-Status, auf Instagram und Facebook unter meinem Autorinnen-Pseudonym Juli Norden.

Ich habe in 2026 aufgehört, diese Tagesgedichte als eigenen Blogartikel zu veröffentlichen, daher nutze ich diese Form dafür, meine Tagesgedanken auch auf meinem Blog in die Welt zu senden.

Hier findest du mich auf Social-Media:

Gabi Kremeskötter:

Gabi als Autorin unter Pseudonym Juli Norden:

Soviel zu meinen 7 Gedanken des Monats Juli 2026. Was könnten deine 7 Gedanken sein? Schon einmal darüber nachgedacht? Wenn nicht, mach mit bei Linda Kunzes Blogparade!

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Ich wünsche dir einen tollen Sommer!

Herzlichst, Gabi


Frau schaut durch Herzrebe, daneben steht "Liebe, die durch Worte strahlt"; Claim von Gabi Kremeskötter

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede Schreibworkshops Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

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