Mein 12von12 im September 2026: ein guter Tag

Veröffentlicht am Kategorisiert als Persönliches, Rückblick

Spätsommer mag ich. Morgens mit Sonne wachwerden, den Tag über von ihr begleitet werden, auch wenn ich mehr Zeit drinnen als draußen verbracht habe. Das Licht und die Farben tun so gut! Darum will ich sie spüren, aufnehmen und abspeichern und mir einen Wintervorrat anlegen; heute ist der richtige Zeitpunkt dafür.

So schnappe ich mir mein Handy und halte sie fest – denn die Erinnerung an farbig-lichtvolle Momente wird mir in ein paar Wochen wieder durch die trüb-triste Zeit helfen.

Ich wünsche beim Durchscrollen der Bilder meines guten Tages viel Freude! Das Blogformat „12von12“ hat Caroline Lorenz-Meyer auf ihrem Blog „Draussen nur Kännchen“ vor Jahren initiiert. Seit Januar 2023 bin ich monatlich mit dabei.

Fun Fact des Tages: Ich feiere meine persönliche Schnapszahl: Dieser Blogartikel ist mein 444ster 🙂

Foto 1: Das ist der erste Blick, den meine gerade geöffneten Augen sehen: morgens, halb neun in Traben-Trarbach an der Mosel.

Foto 2: Ich habe Hunger und Durst! Müsli mit Banane, Honigmelone und Apfel, darüber ein paar Nüsse, Haferflocken und Naturjoghurt. Die Weintrauben snacke ich später und während der Tee abkühlt, finde ich weitere Wörter für das „Um-die-Ecke-gedacht“-Rätsel des ZEIT-Magazins.

Foto 3: Direkt danach habe ich die innere Ruhe und Muße, die letzten 17 Seiten des Romans „Fairy Tale“ von Stephen King zu lesen. Ach, wären es doch noch 170! Dieses Buch gehört definitiv zu der Sorte „hätte noch ewig weiterlesen mögen“. Meine vollständigen Gedanken dazu formuliere ich später im Entwurf für meinen Monatsrückblick September.

Foto 4: Nach dem Lesen steht der Gang hoch ins Bad an. Da ich dort auch Staubsaugen möchte, meine vielen Haare sammeln sich immer in den Ecken, fange ich direkt im Erdgeschoss an. Zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Staubsaugen bringt mich immer ins Schwitzen, da lohnt sich die Dusche doppelt.

Foto 5: Nun habe ich mir meinen ersten Kaffee des Tages verdient! Mein Tagesgedicht ist fertig und wird auf Social-Media gepostet, auch im WhatApp-Status. Später beim Einkaufen spricht mich doch glatt die Mutter meines besten Kumpels im Edeka darauf an: „Gabi, ich bin eine Followerin von dir, freue mich jeden Tag über dein Gedicht. Wie kommst du nur immer auf die Ideen?“ Das haben mich schon einige Menschen gefragt. Nun, ich weiß das auch nicht so genau, sie fliegen mir einfach zu.

Foto 6: Auf dem Rückweg sehe ich den Herbst auch an den überall im Ort rankenden Weinreben, die viele Hausfassaden schmücken. So auch in meiner Gasse. Die Trauben sind süß und lecker! Der Weinjahrgang 2026 wird ein besonderer: beste Qualität bei geringerem Ertrag, der Hitzesommer hat die Menge reduziert, nicht jedoch die Aromen.

Foto 7: Das wollte ich schon die ganzen letzten Tage tun: Die achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen der Passanten vor meiner Haustür aufsammeln. Sonst macht das ja eh niemand. Ich ärgere mich sehr über diese vollkommen unnötige Verschmutzung. „Werfen Sie Ihre Kippen auch vor Ihrer Haustür einfach auf den Boden?“ So angesprochen denken manche Raucher vielleicht einmal darüber nach. Leider habe ich die Verursachenden des Drecks bei mir nicht bemerkt …

Foto 8: Hach, wie ich die Farben liebe! Diese gelben Stauden haben den Hitzesommer im Trog auf meiner Terrasse überstanden. Sie brauchten nicht viel Wasser, hatten sich sogar selbst ausgesät und stehen noch immer in Blüte. Bestimmt drei Monate schon! Ich weiß gar nicht, wie sie heißen …

Foto 9: Die Hagebutten vor meinem Terrassengeländer zeigen leichte Trocknungsschäden, das liegt definitiv am Hitzesommer, dass die Früchte bereits diese Auffälligkeit zeigen. Doch ihr Rot strahlt wunderbar und ich freue mich über diese bleibenden Farbfunken in den kommenden kühleren Monaten.

Foto 10: Ich habe mir heute einen längeren Spaziergang vorgenommen. Seit dieser Woche darf ich ohne Krücken, dafür mit Wanderstöcken unterwegs sein. Am Ende wird mein Weg länger als geplant, da ich nicht nur zum Trödelmarkt gehe, sondern auch außerplanmäßig noch Grillgut und ein paar alkoholfreie Getränke einkaufen gehe. Fast 5000 Schritte, gemässtig-hochkonzentrierte wohlgemerkt. Nach meiner Knie-OP von vor genau 1 Monat mache ich langsame, aber gute Fortschritte.

Foto 11: Egal, wo ich hinschaue, der Herbst zeigt sich in voller Pracht. An diesen Äpfeln komme ich vorbei und ja, die muss ich auch noch festhalten. Kleine Früchte, ob sie wohl von den Besitzern demnächst zu Kompott oder Apfelkuchen verarbeitet werden? Appetitlich sehen sie auf alle Fälle aus!

Foto 12: Knallbuntes Finale, möchte ich meinen, oder? Wer so strahlt, kann nur Glück verschenken. Damit schließe ich mein Foto-Tagebuch für heute. Eine gute Ausbeute an Eindrücken, wie ich finde.


Das war also mein 12. September 2026, zumindest bis zum frühen Abend 🙂 Gleich gehe ich zum Lagerfeuer-Grillen bei guten Freunden, womöglich werde ich davon später noch ein Bonusfoto hochladen …

Jetzt bist du dran: Welche Erlebnisse haben deinen Tag geprägt? Wenn du magst, schreib’s mir gern etwas weiter unten in die Kommentare.

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Bis ganz bald, Gabi 🙂


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Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

1 Kommentar

  1. Liebe Gabi, das ging ja zum Glück schnell mit der Heilung, wenn Du jetzt schon wieder unterwegs sein kannst. Ich kenne Kniegeschichten nur als mehrjährige Desaster…
    Danke für die wunderbaren Farben, die kann ich an diesem Grau-Tag absolut gebrauchen!
    Die gelben Blumen heiszen Sonnenhut. Ob diese gleichzusetzen sind mit den immunstärkenden Echinacea, das weisz ich grad nicht so genau, das ist ein Purpur-Sonnenheut.
    Liebe Grüsze und weiter gute Genesung
    Mascha

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