Monatsrückblick August 2026: Urlaub und Teil 2 der Rekonvaleszenz

Veröffentlicht am Kategorisiert als Rückblick

Mein August war ein zweigeteilter Monat. Die ersten elf Tage noch voll im Urlaubsmodus, ab dem 12. drehte sich der Schalter auf „wieder Rekonvaleszenz“. Meine lang geplante Knie-OP, verschoben von Mai auf endlich jetzt, bekam einen „Haken dran“. Seitdem übe ich mich wieder in Geduld und täglicher physiotherapeutischer Behandlung.

Doch mir geht es gut damit! Voller positiver Erwartung, gestärkt durch meine Urlaubszeit Teil zwei kann ich vermelden: Ich habe alle Möglichkeiten genutzt, meine freie Zeit bestens ausgefüllt und bin sehr zuversichtlich, dass sich der von mir eingeschlagene Weg spätestens im letzten Quartal des Jahres auszahlt. Schmerzfrei, in emotionaler und physischer Hinsicht, wieder unterwegs sein.

Erinnert mich ein wenig an mein Jahresmotto „Im Gleichgewicht sein“. Dass meine Suche nach ihr sich ein Dreivierteljahr hinziehen würde, das hatte ich im Januar zwar nicht im Sinn, aber entscheidend ist, dass ich mein Ziel klar und erreichbar vor Augen habe.

Viel Lesefreude bei meinem Rückblick auf den achten Monat des Jahres 2026.

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Meine Blogparade 2026: Über Liebe, Verlust und Aufbruch

Tatsächlich erreichten mich kurz vor dem Ablauftermin 02.08.26 noch zwei weitere Beiträge zu meiner Blogparade, so daß sie am Ende doch noch zweistellig wurde: Zehn sehr lesenswerte Artikel wurden zu meinem Impuls geschrieben, ich sage herzlichen Dank fürs Mitschreiben.

Die Zusammenfassung hat mir alle Inhalte noch einmal ins Gedächtnis gebracht, die Vielfalt der Interpretationen zeigt: Mein Thema war gut und ansprechend ausgewählt.

Beitragsbild zu Gabis Blogparade 2026: 10+1 Screenshots der eingesandeten Blogartikel

Was in dir steckt: Deine Stimme. Dein Text. In 6 Wochen.

Der Sommer-Online-Kurs endete am 10. August mit unserem sechsten Vorlesetermin. Wieder habe ich mich über die Entwicklung meiner beiden Teilnehmerinnen Ines und Gaby gefreut. Keinen einzigen der insgesamt 12 Kurstermine ließ eine von ihnen ausfallen, jeder Wochenimpuls wurde von ihnen aufgenommen und umgesetzt. Viele persönliche und überaus gelungene Texte sind entstanden.

Sehr freue ich mich auch über das Feedback von Gaby, die mir bei Google ihre positive Rückmeldung hinterlassen hat:

So macht Dozentin sein Spaß! Ich sage herzlichen Dank für eure Teilnahme!

Im Herbstkurs werde ich Schreibimpulse geben, die die Jahreszeiten aufnehmen. Aber nicht nur in Richtung Natur gewandte Schreibideen, sondern auch die Jahreszeiten unserer Seele: Natur & inneres Erleben.

Das spricht dich an? Dann freue ich mich über deine Anmeldung für den Kurs ab Oktober!

Schreib:Zeit mit der VHS geht online

Bedingt durch meine Knie-Operation und Autofahrverbot haben meine langjährigen Teilnehmer:innen aus dem Präsenzkurs in Wittlich sich bereiterklärt, unseren montäglichen Schreibabend online zu erleben.

Mit neun Teilnehmer:innen sind wir seit Mitte August am Bildschirm präsent, durch die Online-Variante sogar mit einer neuen Mitschreibenden aus Koblenz, die in Präsenz gar nicht hätte teilnehmen können, was mich besonders freut 🙂 Bis zu den Herbstferien machen wir so weiter, danach wieder Auge in Auge im Cusanus-Gymnasium in Wittlich.

Workshop: „So geht Lesung“Wir lesen“ am 29.08.26

Der Herbst naht in schnellen Schritten, Zeit, die Lesung von meiner Wittlicher Schreibgruppe am 17.10.26 vorzubereiten. Wie schon in den letzten Jahren etabliert, treffen wir uns dafür zu einem Workshop, um die Texte zu sichten und auszuwählen, sowie die Werbung und Organisation des Abends zu besprechen.

Mein Gedicht des Monats

Erst nach Herzberg habe ich wieder begonnen, Gedichte zu schreiben. Meine Auszeit von Social-Media war mir wichtig und die Leichtigkeit, mit der ich danach wieder getextet habe, zeigte mir: Sie war richtig! Hier ist ein Gedicht, das mir sehr am Herzen liegt, es möge stellvertretend für alle anderen stehen, die im August noch entstanden:

Gedicht auf dem Foto eines bunten Zirkuszeltdachs: Beste Gesellschaft// ich schaffe Raum/ für Gemeinschaft/ und wenn sie sich/ nicht einstellt/ bin ich mir selbst/ die beste Gesellschaft// (c) Juli Norden 08.08.26

Beste Gesellschaft// ich schaffe Raum/ für Gemeinschaft/ und wenn sie sich/ nicht einstellt/ bin ich mir selbst/ die beste Gesellschaft// (c) Juli Norden 08.08.26

Wer mehr von mir lesen möchte, findet meine Lyrik bei Instagram und Facebook im Profil Juli Norden 😊

Hier findest du mich auf Social-Media:

Gabi Kremeskötter:

Gabi als Autorin unter Pseudonym Juli Norden:

Und darüber habe ich im August gebloggt

Auch wenn ich einige meiner August-Blogartikel schon weiter oben verlinkt habe, hier die gesamte Übersicht meiner neun Blogartikel aus August 2026:

Und sonst so?

Wie stets an dieser Stelle erzähle ich über eine weitergehende Auswahl an Erlebnissen, die im vergangenen Monat eine Bedeutung für mich hatten.

Herzberg-Festival

Mein allererstes Herzberg-Festival war meine Herausforderung des Jahres – im freizeitlichen Sinne. Ganz allein ohne dort jemanden zu kennen habe ich mich mit Zelt, Luftmatraze und meinem unerlässlichen Espresso-Equipment „auf den Berch“ begeben.

Ich kann nur sagen: Was für ein Erlebnis! Vier prall gefüllte Tage voller Musik, Eindrücken und Begegnungen. Ich klopfe mir selbst auf die Schulter, dass ich mich getraut habe.

Wer meine festgehaltenen Gedanken nachlesen möchte, dem empfehle ich die Lektüre meiner beiden Blogartikel dazu, die ich ja etwas weiter oben schon verlinkt habe, hier noch einmal explizit:

Wassertruck auf dem Herzberg-Festival

Knie-OP

Ich hab ihn endlich. Geplant seit Anfang des Jahres, terminiert für Mai, dann verschoben (aus bekannten Gründen) auf August. Am 12.8. wurde mir in den Diakonie-Kliniken Hunsrück in Simmern mein Patella-Femoraler-Ersatz (kurz: PFJ) eingebaut.

Bin heute in Woche drei, Tag sechs. Noch einmal so lang und ich sollte wieder fast die Alte sein. Ich habe mich gegen eine ambulante oder stationäre Reha-Maßnahme entschieden, da ich hier zu Hause in Traben-Trarbach im Activ-Mosel physiotherapeutisch bestens betreut werde:

Dank täglicher Lymphdrainage und Physiotherapie mache ich gute Fortschritte, kann schon ohne Krücken laufen, sogar die Treppe hoch, dazu vergrößert sich der Anstellwinkel meines Unterschenkels in Richtung Oberschenkel kontinuierlich auf 100 Grad und mehr. Das ist enorm und ich bin dankbar für die gute Behandlung!

Auf dem Röntgen ist gut zu erkennen, wie meine Ersatzteile aussehen: Metallkappe auf dem Oberschenkelkopf, Kunststoffplatte unter der Kniescheibe. 24 Klammern bilden die Naht.

Fun Fact: Bei der OP war sogar eine Mitarbeiterin des Prothesenherstellers ZIMMER dabei. Nur 1 von 1000 Knie-Prothesen ist eine PFJ 😉

Nina-Warn-App

Die Nina-Warn-App habe ich vor Jahren installiert, im Grunde kurz nachdem sie veröffentlicht wurde. Doch hat sie seitdem schon einmal alarmiert? Ich kann mich nicht erinnern. Umso überraschter war ich, als am 15.8. gegen 16 Uhr mein Handy brummte. Eine Warnmeldung! Krass: Rauchgase von Brandherden in Belgien und NRW!

Erschüttert, hoch erstaunt und ja, mit echter Beklemmung beobachtete ich anschließend, wie sich das Moseltal mit gelbem undurchsichtigem, stark nach Feuer riechendem Qualm füllte. Die Auswirkungen des Klimawandels hautnah vor meiner Haustür.

Zusätzlich zur Trockenheit der letzten Monate, den schon Ende Juli braun werdenden Wäldern, den verdorrenden Früchten in den Gärten und bis zu diesem Jahr ungekannten Hitzewellen: Wer den menschengemachten Klimawandel noch immer verleugnet, ist ein Faktenverdreher, Populiste und Wahrheitsverweigerer.

Wohin wollen wir unsere einzige Lebenswelt noch treiben? Wann wachen die Verantwortlichen endlich auf? Ich gebe zu, meine Zweifel daran, dass die Menschheit überhaupt noch in der Lage ist, etwas zu bewirken, um dem Prozeß Einhalt zu geben, sind sehr groß …

Rauchschwaden über Traben-Trarbach am 15.08.26, das Hohe Venn brennt
Beißende Rauchschwaden ziehen in das Moseltal am 15.08.26 gegen 16:30 Uhr – das Hohe Venn brennt …

Kleine Bildergalerie

Leseempfehlungen / Buchtipps

Mein August war bedingt durch viel Ausruhzeit zur Schonung meines Beines wieder etwas vielfältiger als der letzte Monat, diese vier Bücher habe ich ausgelesen:

Das Fundament der Ewigkeit von Ken Follett

Nachdem ich im Juni Teil eins „Die Säulen der Erde“ und im Juli Teil zwei „Die Tore der Welt“ gelesen hatte, stand in direkter Folge der letzte Teil der historischen Kingsbridge-Trilogie auf meiner Leseliste.

Dieses Buch habe ich nicht in einem Zug gelesen, wohl auch, weil es mich von Anfang an zwar interessierte, aber nicht so packte, wie die ersten zwei Bände. Sehr viel Politik, sehr viele unterschiedliche Personen und Orte, alles in großen zeitlichen Sprüngen miteinander verbunden, bis am Ende die Protestanten in Englang auf der Siegesseite stehen und die letzten Zeilen dem Hauptprotagonisten Ned Willard gewidmet sind.

Zum Inhalt möchte ich nichts weiter schreiben, der ist im Internet lang und breit nachzulesen, auch viele Interpretationen und weiteren Informationen.

Der dritte Band ist logisch, aber bleibt über weite Teile für mich zu sachlich und hat mich nicht mehr emotional mitgenommen. Die von mir angenommene Motivation des Autors, alle Einflüsse und Nebenströmungen des 16. bis Anfang 17. Jahrhunderts in diesen einen Roman zu packen, hat mich übersättigt und ich las nur deshalb weiter, weil ich natürlich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht. Daher keine Leseempfehlung von mir.

Mein Fazit der Trilogie: Was mit Band eins spannend und romantisch begann, führte mich spätestens mit Band zwei in die moralisch-bedenklichen Schatten des Mittelalters, um im dritten Roman als Aneinanderreihung historischer Begebenheiten, mit für mein Empfinden zu vielen Informationen aufgeblähte Jahrhunderterzählung zu enden.

Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Kurzweilige Lektüre, die mich häufig auflachen ließ, so könnte ich das Buch in sechs Worten zusammenfassen. Hat Spaß gemacht! Seit März, als ich auf der Lesung von Maxim Leo bei der lit.Cologne war, stand der Roman in meinem „Zu-lesen-Regal“, innerhalb von nur zwei Tagen hatte ich die 254 Seiten ausgelesen. Viel zu schnell am Ende, doch das werte ich als gutes Zeichen, denn ein gutes Buch hinterlässt sehr oft dieses leichte Bedauern in mir.

Marlene, eine Karriereristin, wird vom Chef genötigt, ein Achtsamkeitsseminar zu besuchen, der Coach Alex steckt selbst in einer Kriese, dazu eine kesse 14jährige und ein Schloss, in dem sich all diese Personen begegnen, und noch viel mehr.

In mit Lebensweisheiten und humorigen Begegnungen gespickten, locker-leichter Erzählweise spannt der Autor ein Setting auf, das durchaus klischeehaft aufgreift, wie auch ich mir so ein Retreat vorstelle. Und doch kehrt er damit auf humorige Weise Erkenntnisse hervor, die realitätsnah die unterschiedlichsten Bereiche unserer Beziehungen, Lieben und des Lebens beleuchten.

Wie alles zusammenhängt, darf sich gerne jede/r selbst erlesen, für mich bleibt hängen, dass wir jederzeit die Wahl haben. Entscheidungen revidieren, neue Wege gehen, auch einmal albern sein, selbst wenn wir das erst wieder üben müssen: Die Abweichung vom Gewohnten lohnt sich! Ob ein Spaziergang im Wald, ein Gespräch mit einem Unbekannten, das Erinnern dessen, was schon ewig hinter uns liegt.

In Mutmachbuch für dein eigenen Ausbruch aus dem Alltag, der dadurch echter Aufbruch werden kann. Klare Leseempfehlung!

Die grosse Sehnsucht von René Sydow

Ein Jugendbuch, das von drei Freunden kurz vor dem Abitur erzählt. Rabe, Fete und Michi kennen sich seit Ewigkeiten und erleben zusammen das Aufkeimen erster Verliebtheit, auch Mobbing, übergriffige Lehrer und Mitschüler werden thematisiert.

Unterhaltsam erzählt, auch wenn mich am Anfang die teils sperrige Ausdrucksweise, hervorgerufen durch sehr lange Sätze mit Nebensätzen und Einschüben, anfangs am Lesefluss hinderten.

Irgendwann war ich „drin“ und ab da habe ich das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt. Nach wiederum nur zwei Tagen war auch dieser Roman des Kabarettisten René Sydow ausgelesen. Ich hatte ihn im Februar live auf der Bühne gesehen und ja, ein Buch ist ein gern gekauftes Andenken.

Für alle, die sich jungen Menschen und ihrer Gedankenwelt annähern wollen, lohnt sich das Lesen, sicher auch für die Generation, die gerade kurz vor dem Erwachsensein steht.

Der Apfelbaum von Christian Berkel

Stark. Eine Wucht, die doch sehr leise in gewählten Worten daherkommt. Die von Christian Berkel erzählte Familiengeschichte beeindruckte mich, ließ mich immer wieder einmal deutlich innehalten, durchatmen, das Gelesene nachempfinden. Niemals ein gehobener moralischer Zeigefinger, ganz im Gegenteil. Mit feinfühliger Sachlichkeit formuliert, überhaupt kein Widerspruch.

Kam das Buch aus einem Karton ausgelesener Bücher meiner Schwägerin zu mir, hatte ich gar keine Ahnung, was mich erwartete. Ein Familienroman, geschrieben von einem Schauspieler, den ich aus manchen Filmen kannte.

Und dann das: Begonnen im Berlin der 1930er bis in die Jetztzeit führt Berkel mich durch das Leben seiner Mutter, der Halbjüdin Sala Nohl. Bedrückend, wahrheitsliebend, zerrissen, verzweifelt, hoffnungslos und doch voller Lebenswillen: ein Schicksal, das mich ergreift voller Spannung, aber auch mitnimmt in voller Anteilnahme.

Was Menschen Menschen antaten – und immer noch antun. Vielfach gelehrt, darüber gelesen und doch nichts dazugelernt. Die Grausamkeiten des 20ten Jahrhunderts überstanden, um im Heute vor den nächsten weltweit zu stehen. Absolute Leseempfehlung!

Und was war vor genau einem Jahr?

Mein Monatsrückblick August 2025: Lies gerne rein, für mich ein Rückblick, den sich mir mit leichter Traurigkeit in Erinnerung bringt. Vor 12 Monaten so glücklich gewesen, heute im wieder Allein-Status unterwegs, aber immerhin nicht mehr unglücklich wie noch zu Beginn des Jahres. Ein Fortschritt, jeah!


Ausblick auf September 2026

Auf diese Sachen freue ich mich schon sehr:

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Sodele, habe fertig! Tschüss August, hallo September 2026 🙂

In diesem Sinne: Lieben Dank für das Lesen und dass ich dich hier am Ende meines Artikels mit herzlichen Grüßen in deinen Morgen, Tag oder Abend entlassen darf, je nachdem, wann du ausgelesen hast 🙂

Gabi


Frau schaut durch Herzrebe, daneben steht "Liebe, die durch Worte strahlt"; Claim von Gabi Kremeskötter

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede Schreibworkshops Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

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