Meine 7 Gedanken im Monat März 2026

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Frau sitzt auf einem gepflasterten Weg und lächelt in die Kamera, daneben steht: Meine 7 Gedanken im März 2026

Meine Tochter hat mir gestern den Newsletter von Linda Kunze zu ihrer neuen Blogparade weitergeleitet. „Hei, Mama, kennst du dieses Format auch schon?“ Carlotta ist Physiotherapeutin (B.Sc.), sektorale Heilpraktikerin (Physiotherapie) und Entspannungspädagogin in Köln und bloggt über Füße, macht zusätzlich zu ihrer Praxis auch Online-Kurse, hat aber auch das große Ganze im Blick.

Eine Empfehlung von ihr? Die wird es wert sein! Geöffnet, gelesen und voilá: Passt! Linda Kunze ruft dazu auf, sich den kleinen aber wichtigen Gedanken zu widmen, die vielleicht auf den ersten Blick nichts besonderes sind, doch nachwirken und auch einmal aufgeschrieben werden wollen.

Im Grunde mache ich das, seit ich denken kann. Mit den Werkzeugen des KREativen Schreibens seit 2010. In einer Lebenskrise hat mir das Raum für meine Gedanken, Traurigkeiten, Glücksgefühle und Erkenntnisse gegeben – und wirkt bis heute fort. Ich schreibe fast täglich ein Gedicht. Mal inspiriert von Begriffen, die andere in die Welt schleuderten, dann wieder über eigene Worte oder Schwingungen, die ich aufgreife und vertexte. Jene, die mich schon kennen, lesen meine Gedichte in meinem WhatsApp-Status, auf Instagram und Facebook unter meinem Autorinnen-Pseudonym Juli Norden.

Ich habe in 2026 aufgehört, diese Tagesgedichte als eigenen Blogartikel zu veröffentlichen, daher mag ich diese neue Blogparade von Linda Kunze dafür nutzen, meine Tagesgedanken in neuer Form in die Welt zu senden.

Mal als Gedicht, mal als einfacher Fließtext. Gedanken teilen, in Resonanz gehen und sie wirken lassen: Das ist für mich der Urtrieb jeden Schreibens. Ich bin gespannt auf den Austausch und nehme mir vor: Ab sofort jeden Monat am 7ten stelle ich meine 7 Gedanken des Monats online. Auf geht’s!

Gedanke 1: Ich bin froh, das endlich März ist.

Mein Februar ging mit einer sehr starken persönlichen Erschütterung zuende. Heute, eine Woche danach, kann ich immer noch nicht glauben, wie ich damit umgehen, weitermachen und meine Unbeschwertheit wiederfinden soll.

Wie gut tut mir daher, dass die Sonne Frühlingswärme ausstrahlt, die Natur erwacht und erste Blüten an den Sträuchern blühen. Die kurzen Tage, der Nebel der Wintermonate und die damit einhergehende Tristheit sind überstanden. Im Winter hätte mich diese äußere Düsternis eingeholt und viel tiefer auch im Inneren erstarren lassen.

Mit Sonne im Gesicht sehe ich viel besser, was die letzten acht Monate mir schenkten. Und diese Liebe nicht erlebt zu haben, hätte mein Leben ärmer gemacht. Aus diesem Zusammenhang heraus entstand dieses Gedicht:

Danke (c) Juli Norden 02.03.26

Gedanke 2: Meine Arbeit gibt mir Halt.

Im privaten Bereich bin ich irgendwie dafür prädestiniert, sehr viele Gipfel zu erreichen, dafür umso tiefere Täler zu durchwandern. Ich habe das akzeptiert. Mein Leben ist weder Bimmelbahn noch Schnellzug, mal Schotterpiste oder Überholspur, oft leise und zurückgezogen, dann wieder enthusiastisch und übervoll. Ich denke, so wie die meisten Leben, oder?

Was mir jedoch bei jedem privaten Tiefschlag stets die Rettungsleine hinhielt, war und ist meine Arbeit. In meinem nun 60ten Lebensjahr habe ich zwei Tätigkeiten, die mich mit Sinn und Inhalt füllen: Meine Arbeit als kaufmännisch-technische Angestellte im Edelstahl-Maschinenbau, die mich ernährt, sowie meine Leidenschaft rund um die Sprache, die ich mit meiner Website präsentiere. Auf diese Pfeiler stütze ich mich, wenn ich (In-)Halt brauche.

Gedanke 3: Liebe ist alles.

„Liebe ist alles“, echt jetzt? Geht’s noch ein bisschen kitschiger, abgedroschener, banaler? Nee, geht nicht. Denn für mich ist Liebe tatsächlich alles. Liebe ist so facettenreich, teils unbeschreibbar, einfach da. Und ich meine nicht nur die Liebe zwischen zwei Menschen, die trägt, heilt, glücklich macht.

Nein, da sind noch so viele andere Momente, die durch Liebe erst entstehen, für die es lohnt, sich einzusetzen, ganz spontane Ausprägungen hier als kurze Liste:

  • Die Liebe zu unseren Kindern, ihnen beistehen und die innere Stärke zu verleihen, die sie brauchen, um selbstständig ihr Leben zu leben.
  • Die Liebe und Treue, die unsere Freunde und Freundinnen uns schenken, einfach, weil sie da sind!
  • Die Liebe zur Natur, die jedes Jahr aufs Neue die schönsten Blüten, das kräftigste Grün sprießen lässt, dass mir das Herz aufgeht angesichts der Kraft und Verlässlichkeit des lebendigen Ursprungs allen Seins.
  • Die Liebe zum Wort und der Schrift, werde ich jemals die große Liste noch ungelesener Schriftsteller:innen erlesen können, die auf dem Buchmarkt auf mich warten? Ich feiere jedes Werk, das mich ergreift und in eine mir noch unbekannte Welt trägt!
  • Die Liebe zur Melodie, deren Töne mich sinnlich berühren, weil sie fein und klar, bombastisch laut oder irre klingen. Die etwas in mir, tief drinnen, anregen und fühlen lassen.
  • Die Liebe, die jedem Lächeln innewohnt, weil im Moment des Lächelns sich Herz zeigt und Freundlichkeit.

Fakt ist: Liebe ist alles und sie beginnt in dir.

Liebe ist (c) Juli Norden 28.02.26

Gedanke 4: Wir kennen nur eine Wirklichkeit, aber vielzählige Wahrheiten.

In ähnlichen Worten hat Frank Schätzing das in seinem aktuellen Roman Space Boy geschrieben. Ich will an dieser Stelle auf die Textstelle nicht näher eingehen, doch wirkt dieser Satz nach in mir. Warum?

Wenn Dinge einem dir nahe stehenden Menschen widerfahren, meldet sich – vielleicht genau wie bei mir – sofort der Hilfe-Reflex. Du willst da sein mit Hand und Herz, möchtest unterstützen, erleichtern, weil dir die Person wichtig ist, du sie schätzt und sogar liebst. Doch jeder Mensch ist letzten Endes auf sich selbst gestellt, trifft eigene Entscheidungen, überdenkt gegebene Versprechen neu.

Auf seine ganz persönliche Weise verändert er plötzlich sein Verhalten, seine Beziehung zu dir und stellt das, was eben noch eine verlässliche Wahrheit war, in Frage. Und da kommt der obige Satz ins Spiel: Wir kennen nur eine Wirklichkeit, aber vielzählige Wahrheiten. Und jeder ist selbstverantwortlich für die Wahrheit, der er folgt. Und sie muss nicht automatisch meine sein.

Gedanke 5: Ich bleibe noch ein wenig länger.

Mitte 2025 stand für mich fest: Ich werde weniger bloggen, möchte mich mehr dem „Leben da draußen“ stellen, neue Kontakte aufbauen und vor allem: woanders! Nicht mehr an der Mosel, lieber etwas hoch in den Köln-Aachener Raum blicken, dort meine Zukunft sehen.

Diese Vision behalte ich auch weiterhin im Auge. Ein Umzug, doch noch nicht dieses Jahr. Ich konzentriere mich auf mich und sehe zu, dass meine eigene Standfestigkeit (ich spreche hier von innerem und rein körperlicher Kraft) sich verbessert. Ich lasse meine Knie operieren, werde annähernd schmerzfrei. Erlebe Schonung und Ruhe, die einher gehen in längerer Verweildauer in dieser, zugegebenermaßen wirklich wunderschönen Region.

Wandern durch Weinberge, der Mosel beim Fließen zuschauen, Beschaulichkeit und guten Wein genießen. Zurückbesinnung darauf, dass ich gehen kann. In 2027 vielleicht mit gesünderen Gelenken und dann dorthin, wohin mich Herzen ziehen.

Nachts (c) Juli Norden 03.02.26

Gedanke 6: Freundschaft hält, auch nach einem Streit.

Irgendwer hat irgendwann einmal gesagt, so oder ähnlich, dass wenn die Liebe geht, die Freunde immer noch da sind. Und das stimmt. Habe ich selbst gerade wieder erlebt und ja, ich bin dankbar, dass diese Pfeiler mein Leben stützen. Meine Freunde sind da für mich, und meine Familie sowieso.

Wir können uns ehrlich gegenüberstehen, auch manche unbequeme Wahrheit aushalten. Uns konfrontieren und mal abtauchen. Wenn wir uns wieder gegenüberstehen, ist es, als wäre die Zeit dazwischen zwar verstrichen, hat uns jedoch nichts geraubt von unserer Vertrautheit, dem Respekt und der, ja, Liebe füreinander.

Gedanke 7: Du bist nicht schuld.

Diesen Satz nehme ich mit in meinen folgenden Monat. „Du bist nicht schuld“, unisono sagten das zwei mir sehr nahe stehende Freundinnen. Ich kann nichts dafür, habe in meiner jetzigen Situation alles richtig gemacht. Habe mich geöffnet, alles gegeben, bleibe zwar traurig zurück, weil die wichtige andere Hälfte meine Hilfestellung ablehnte.

Das zu akzeptieren fällt mir schwer. Aber ich bin nicht schuld. Die Konsequenzen liegen nicht in meiner Verantwortung. Ich kann nichts weiter tun. Diese Hilflosigkeit fällt mir schwer, sehr schwer. Aber gut, ich werde lernen, mit ihr zu leben. Und mich konzentrieren: auf mich.

Stark (c) Juli Norden 11.02.26

Soviel zu meinen 7 Gedanken des Monats, Ausgabe März 2026. Was könnten deine 7 Gedanken sein? Schon einmal darüber nachgedacht? Wenn nicht, mach mit bei Linda Kunzes Blogparade! Sich schreibend begegnen geht übrigens ganz bald auch mit mir, diese kleine Werbung in eigener Sache mag ich nicht verbergen:

Der nächste Online-Kurs „KREativ mit Gabi – Schreib dich frei in 6 Wochen“ startet am 02.04.2026!

Anmeldungen sind mit diesem Formular möglich – du kannst mir aber auch einfach eine E-Mail an info@gabi-kremeskoetter.de schreiben, dann schicke ich dir die Vorlage zu. Ich freue mich darauf, mit dir zu schreiben!

Du hast erst später Zeit? Überhaupt kein Problem:-) Ich starte in jedem Quartal einen 6-Wochen-Kurs! Du kannst dich auch für meine Warteliste für einen Kurs danach melden:-)

Ich wünsche dir eine sonnige Zeit!

Herzlichst, Gabi


Lächelnde Frau vor Efeu-Wand mit einem Notizbuch in der Hand, darauf der Claim "Liebe, die durch Worte strahlt"

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede – Schreibworkshops – Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

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