Last Updated on 28. Juli 2026 by Gabi Kremeskötter
Endlich wieder Motorradurlaub, jeah! Und weil Alleinefahren nur halb so schön ist, schließe ich mich nach 2023 erneut einer Reisenunderleben-Tour an. Gleichgesinnte treffen und eine kurvige Unterwegs-Zeit haben, das ist mein Ziel.
Ich habe in diesem Jahr nur einen sehr kurzen Zeitraum, in dem ich überhaupt verreisen kann, denn wer mir folgt, weiß, dass meine Motorradsaison erst im Juni begann: Ein Mittelfußknochenbruch wollte bis dahin gründlich ausheilen. Und Mitte August steht ein weiteres gesundheitliches Thema für mich auf dem Plan: Ich bekomme eine Teilprothese im Knie.
Also packe ich das maximal Mögliche in meine „Frei-zum-Leben-Zeit“ und ein großer Wunsch geht mir mit dieser Reise in Erfüllung. Insgesamt 10 Tage werde ich unterwegs sein und hier in diesem Blogartikel meine Tagesetappen festhalten. Reisetagebuch schreiben ist somit der Grund, dass mein Laptop mich in den Urlaub begleiten wird. Dafür habe ich mir vor längerer Zeit einen knallgelben, klar – welche Farbe auch sonst! – wasserdichten Rucksack gekauft.
Tag 1: Traben-Trarbach/Mosel nach Ulm
Sonntag, 19.07.26: 410 Kilometer zu fahren
Mein Moped steht geputzt in der Garage, die Kette ist frisch geschmiert, mein Gepäck habe ich schon am Samstagabend gepackt. Gut vorbereitet schnalle ich alles fest, mein übliches Müsli plus Latte Macchiato legen die Grundlage für meine Konzentrationsfähigkeit in die nächsten gut 8 Stunden.
Bei leicht bewölkten 19°C starte ich gegen zehn, am Ziel Neu-Ulm erwarten mich hoffentlich gleiche Temperaturen, das Regengebiet dort am Morgen wird sich bis zu meiner Ankunft verzogen haben.
Meine Strecke habe ich mit der TomTom-Navi-Website „mydrive“ geplant. Ich werde den Hunsrück queren nach Kaiserslautern, den Rhein bei Baden-Baden überfahren und dann geht´s quer durch den nördlichen Schwarzwald über Herrenberg, Laichlingen in das von mir gebuchte Hotel Engel in Ulm.


Kurzer Zwischenstopp am Johanniskreuz
Das muss sein, diesen legendären Bikertreffpunkt im Pfälzer Wald erreiche ich kurz nach halb zwölf. Nach Tankstopp vor Kaiserslautern liege ich bei bestem Wetter perfekt im Plan. Auch wenn ein Navi am Morgen nicht die geplante Route laden wollte🤷🏼 Also erstmal nach Baden-Baden und von dort das nächste Ziel anpeilen.
Weiter geht’s 😎…
Um 13:20 bin ich dort, läuft prima, bin zufrieden mit 239 km in gut 3,5h😎 Setze nun mein Hotel als Zielpunkt und schau, welcher Rastplatz sich zwischendurch zeigt☺️
Apfelstrudel & Co. zur Stärkung
Hab zwar ein Käsebrot dabei (Resteverwertung für Kühlschrank leer daheim), aber in Gernsbach liegt das Eiscafé Rizzardini direkt an der Route, hier fließt die Murg! Noch nie gehört den Namen, aber definitiv kein Murks, der Strudel & Kaff sind lecker☺️
So wird dieser Ort mein angenehmer Rastplatz.
Tatsächlich freue ich mich über den Tisch in der Sonne, denn im Schwarzwald sinds nur kurz über 20°C und unterwegs habe ich schon alle Reißverschlüsse meiner Kombi geschlossen. Im Wald echt schattig😬 Gegen halb drei fahre ich weiter, ich hab noch gut 170 km vor mir, alle Zeit der Welt😇





Kurz danach bin ich „oben“, ein Parkplatz mit Weitblick lockt und klar, dass ich ein Foto mache😉 Ein netter Biker aus Calw macht so ein Foto von mir, freu, freu. Er warnt mich vor Radarkontrolle etwas weiter, also fahre ich überaus korrekt weiter.


Um viertel nach vier bin ich schon in Bad Urach, für eine letzte Pause, muss was trinken und n Espresso passt auch 😉
Wieder ein Café am Bach🤣 und ein Platz in der Sonne. So kommt dann doch etwas Licht an meine Haut und die Beine werden ausgestreckt, herrlich😃
Bin ja sonst viel zu früh in Ulm, was soll ich sonst mit dem viel zu langen Abend anstellen? Ein Buch hab ich tatsächlich nicht eingepackt 🙈


Angekommen in Ulm
Luftig unterm Dach, mit Blick übers Land, alles fein.
Flott unter die Dusche (dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis das Wasser warm wird🤭), rein in Jeans, T-Shirt und Sandalen. Das Restaurant im Hotel Engel (siehe Zimmerschlüssel!)hat heute Ruhetag, aber nur drei Minuten Gehweg ist der Italiener Il Giardino.
Ui, sehr voll dort, ich muss länger warten für einen Tisch, aber ich werte das als gutes Zeichen, hab ja eh nix anderes vor😃 Eine Pizza Capricciosa ohne Schinken, dazu für den Durst ein alkfreies Weizen und für den Genuss danach ein Glas Montepulciano🍷
Während ich auf das Essen warte, check ich den Weg zum Treffpunkt morgen, nur 8km, also reicht, wenn mein Wecker morgen um sieben klingelt. Ja, Mopedreisen ist nix für Langschläferinnen wie mich🙈
Aber die Tage sinds wert, hoffe ich!!



Tag 2: Von Ulm nach Flachau/Österreich
Montag, den 20.07.26: Früh aufstehen
Treffpunkt mit der Gruppe von Reisen & Erleben ist um 8:45 Uhr an der Raststätte Seligstadt Ulm-Ost. Also um 8:15 am Moped sein, alles festgurten, Helm auf und los.
Ich rechnete für den Wecker um sieben rückwärts, bin aber am Morgen dann doch von selbst wach bereits um halb sieben. Der Thiel&Börne-Tatort hat mich amüsiert, dass die Spanier Weltmeister wurden erfuhr ich aus der ZEIT-Timeline während meines Frühstücks.
Um viertel vor acht bin ich ready to go, diesmal mit langem Funktionsshirt unter der Kombi, ist noch recht frisch mit knapp 12°.



Auf in die Berge
Fünf nach neun hat sich die Gruppe formiert, heute sind wir zu neunt, morgen gibt’s dann die finale Zuordnung. 150 km Autobahn bis München, drei Staus abgegriffen, aber um halb elf haben wir die Stadt erreicht.
Pause hinter Bad Tölz, weiter Landstraße, freu mich, dass es nun interessanter wird, aber leider zu früh. Elendig viel Verkehr bei Überholverbot, dazu 30, 60, 80. Und ein Guide, der die durchaus vorhandenen Überholmöglichkeiten liegen lässt.
Hilft nix, ist ja erst der Hinweg zum Reiseziel😬
Hab mir ja vorgenommen, lieb und geduldig zu sein, nicht direkt am ersten Tag anecken.
Immerhin schon die ersten beiden netten Mitfahrer kennengelernt, Tom auf ner GS, was sonst, aus HL (Jubel! Ein Nordlicht!) und Carsten aus GÖ mit seiner Ducati.
Mittags gegen zwei Einkehr in Niederaudorf im Inntal für Kaiserschmarrn & alkfreies Weizen☺️


Angekommen in Flachau
Nach einem echt zähen Anreisetag sind wir viertel vor sechs im Hotel angekommen. Die Überholspur wurde seltenst genutzt, weiß der Geier, warum der Guide weiterhin so zögerlich war🙈
Gut, dass morgen der Gernot vorfährt, ich habe beste Hoffnung, dass wir dann flotter unterwegs sein werden😬
Mein Zimmer ist super, hell mit Balkon und Blick in die Hügel. Berge waren unterwegs da, allerdings ohne Fotostopp, das kommt dann sicher auch morgen😍
Statistik des Tages: 382 km in 6:16h Reiner Fahrzeit, unterwegs knapp 9 Stunden. Hab unterwegs die 75.000 geknackt, mein Moped hat jetzt glorreiche 75.206 km auffer Uhr😇
Um 18:45 Begrüßung, Abendessen um 19:15 … Ich werde berichten☺️







Tag 3: Heute ruft der Großglockner? Noch nicht …
Dienstag, der 21.07.26
Ich kann mich nicht errinnern, den Großglockner schon einmal erfahren zu haben, vielleicht früher als Kind? Auf alle Fälle kamen wir gestern am Abzweig Fieberbrunn, Saalfelden, Zell am See vorbei, da kamen alte Ski-Kinder-Erinnungen hoch. Papa wüsste das garantiert! An dieser Stelle ein lieber Gruß nach „oben“ 🙂
Der Abend gestern war fein und unterhaltsam, blieb mit Tom und Carsten im Plausch beisammen, die anderen Gruppenmitglieder für morgen zumindest aus der Ferne schon einmal gesehen.
Lecker Abendessen mit Salatbüfett, Penne alla Rabiata und ein Eis mit warmen Beeren, dazu ein Viertel Zweigelt und Zirbenschnaps als Betthupferl. Danach noch flott die Penguins von heute in meinen Blogartikel überführt und schon war kurz vor zehn.
Am Dienstag um 8:40 sollen wir zur Tagesbesprechung am Moped stehen, also wieder den Wecker stellen, 7:20 sollte mir reichen, früh morgens kann ich ohnehin noch gar nicht viel essen …

Planänderung: Einmal um den Dachstein
Und der Großglockner ruft dann doch nicht. Dort solls heute schneien, also geht’s rund um den Dachstein😎
Frisch isses trotzdem, stets um die 15°, mein warmes Shirt hilft bestens.
Nach Schladming hoch zum Soderzinken für einen heißen Tee☺️Gegen elf geht’s die vielen, vielen engen Kehren wieder runter und weiter… Sollen übrigens gut 240 km werden…










Tauplitz-Alm für ein Süppchen
Halb eins sind wir nach weiterer Mautstelle auf der Tauplitz-Alm. Weitblick bis zu verschneiten Bergflanken, lecker Kürbissuppe mit kross getoastetem Butterbrot, als wir kamen, war die Terrasse noch leer, als wir weiter wollen, platzend voll🤭
WhatsApp Gruppe mit allen acht ist gegründet, nun werden fleißig Bilder ausgetauscht😍






Zwischenstopp im Irgendwo kurz vor zurück
Vom Cappu-Stopp am Grundlsee weiter, herrlich weiter…
Im Irgendwo noch Fotos von BERGEN! HERRLICH!
OHNE weitere Worte ☺️









PS des Tages – Statistik und so
Statistik des Tages: Nach 244 km und reiner Fahrzeit von 4:31 h um 16 Uhr zurück am Hotel.
Gernot spendiert ein Stiefelbier, kurzer Tagesrückblick in der Tiefgarage.
Ich bin rundum happy – mit den Mopedkollegen, der Tour, dem Tempo und der Straßenqualität.
Losgefahren hinter Gernot und Andreas, ab Schladming noch Matthias vor mir, ab dem Grundlsee hab ich auch noch Tom vorgelassen, mit mir zusammen „die flotten 5“, die drei anderen (Uwe, Gerd und Stefan) fuhren den etwas gemütlicheren Stil der „Schnellen“. So haben wir für die nächsten Tage nun unsere Gruppe „eingefahren“.
Um 18 Uhr höre und lese ich die Kurzgeschichten der Woche von meinem laufenden Schreibkurs „Was in dir steckt“ – denn das ist ja das tolle an Onlinearbeit: Sie geht immer von überall aus! -; das Abendessen und die begleitenden Gespräche auf weiterhin unterhaltsamem Niveau.
Licht aus um kurz nach zehn.
Tag 4: Alpine Vielfalt
Mittwoch, der 22.07.26
Aufgewacht mit innerer Freude auf einen weiteren klasse Fahrtag bereits um halb sieben. „Das Leben ist schön!“ Wie lange hatte ich diesen Gedanken nicht mehr in den letzten Monaten? Eine gefühlte Ewigkeit …

Das Leben ist schön// andere Wege fahren/ Menschen treffen/ und Teil werden/ gestalten und auch mal/ dummschwätzen/ lachen und mich freuen/ innehalten und strahlen/ : das Leben ist schön/ (c) Juli Norden 22.07.26
Die Sonne scheint, ist frisch, nach wie vor, daher wird heute die zweite Tasche ausgepackt mit meinen wärmeren Textilkombi. Da passt alles drunter, was ich dabeihabe: warme lange Funktionshose, T-Shirt, langes Untershirt darüber noch eine Jacke, dann erst die Kombiteile. Warme Handschuhe und dicker Fleece-Buff. Damit sollte ich gut gerüstet sein – und flexibel für dünner werden unterwegs.
Wohin wird´s gehen heute?
Sölkpass, Nockalm und alpine Vielfalt
… so heißt die Tour heute😎
Angesagt als anspruchsvollste Tour der gesamten Reise, gut 360 km😃
Zehn vor neun sind wir abfahrbereit, nach 50 km Landstraße mit viel Verkehr (aber das Überholen klappt super!), ab den Sölkpass hoch. Irgendwann sogar Kühe auf der Straße 😍🐄
Oben ein Selfie, mein Ministativ machts schnell und einfach möglich 😃
Tom filmt ab und zu eine Sequenz, auf der Kreuzerhütte kurz Tee- & Cappupause☺️ Läuft 👍😎







Eisentalhöhe Nockalmstraße zum Mittag
An der letzten Pause ist beim Gerd eine Schraube locker, äh, ne Speiche lose. Das zieht eine einstündige Beratschlagung nach sich, nur auf Kabelbinder sich verlassen am Vorderrad, besser nicht.
Irgendwann entscheidet er, doch die Werkstatt aufzusuchen und wir fahren weiter.
Nächster Pausenstopp auf 2042 m auf der Eisentalhöhe: GENIAL😎😎 Ich lasse mal die Bilder sprechen😍










Erinnerungen an Schnee werden wach
Unsere Route geht durch Tweng, der Twengerhof frisch gestrichen und schon sind wir in Obertauern😎 Ich weiß nicht mehr genau, wie oft ich dort früher Skilaufen war, aber ausschließlich gute Erinnerungen kommen hoch. Die Gamsleiten 2 trage ich noch immer in Ehren, das T-Shirt hat´s auch in diesem Urlaub in mein Reisegepäck geschafft …
Erkenne vieles wieder, sogar die Skischule „Frau Holle“ gibt’s noch😇
Sommers ne Geisterstadt, aber die Beatles-Statuen laden zum Fotoshooting ein. Immerhin hat ein American Diner geöffnet🤣
PS: Irgendwo in ner Kurve legte sich unser Guide auf n Boden, noch n paar exklusive Fotos, Danke 👍




Vorabendprogramm
Sind um kurz vor fünf zurück, Stiefelbier für die Herren, ich trinke nen alk.freien Mojito, schmeckt einigermaßen, die Brause. Kurzes Fachsimpeln über dies & das, dann ruft das Zimmerchen, mein Laptop und noch eine Runde Schwimmen.
Um 18:45 ist Abwechselung vom Speisesaal dran: Wir essen heute in einem anderen Lokal, ein kleiner Fußweg zum Musistadl mit Salzburger Atmosphäre. Lassen wir uns überraschen 🙂
Vorab noch die Statistik des Fahrtages: 270 km (wegen der Panne passte zeitlich der Abstecher zum Stausee nicht mehr) bei 4:20 h reiner Fahrzeit.

Nachlese des Abends
Nach einem Saunagang und wenigen Schwimmbahnen (hab meine Schwimmbrille nicht dabei) runter in die Lobby. Ich wollte zu Fuß, aber Tom war so vorausschauend, und hatte Fahrräder organisiert. Carsten mitgeschleppt und hoch ins Dorf. Ein Straßenfest beendete die kurze Fahrt, das Musistadl war schnell gefunden.
Warum heißt ein Stadl Stadl? Kommt vielleicht von Scheune?
Nun, was im Winter sicher nett ist, schreckte gestern etwas: Aus strahlendem Sonnenschein rein in eine dunkle Höhle ohne Fenster, lange Tischreihen, dunkles Holz. Wäre am liebsten sofort umgedreht, aber dort sollte nun mal das Essen serviert werden.
Gut, dass auch Tom das Licht und die Luft draußen noch genießen wollte, wir zögerten somi mit Bier und Aperol die Dunkelzeit noch etwas hinaus.
Am Ende Essen lecker, aber als dann eine Musikcombo Salzburger Klänge anstimmte, sprang mein Fluchtmodus unmittelbar wieder an.
Auch Gerd gefiels nicht so, der tagsüber alle seine Speichen überprüft und gesichert hatte, ging mit und ein Schlenker über das Straßenfest sammelte auch Carsten ein.
Mit dem Radl vom Stadl entspannt zurück gerollt, ein Gesprächs & leicht trinkfreudiger Abend 🤪








Tag 5: Salzkammergut & Postalmstraße
Donnerstag, der 23.07.26
Tour drei mit der Truppe, startet vollversammelt mit 7+1.
Wetter gut, aber noch n Ticken Kühler als gestern. Kann ich mich noch an die 40°C+ von vor drei Wochen erinnern? Ewig lang her…
Der eine ist noch etwas angeschlagen von gestern, war das letzte Bier schlecht? Die anderen sehen wie ich fit aus. Kurz vor neun werden die Starter gedrückt. Mehr dann später im Laufe des Tages☺️
PS: Zwei Bonusbilder von gestern noch🤪


Fuschlsee
Nach kurzem Fotostopp an einem Stausee erste Cappupause am Fuschlsee, hat schon was👍
Der Weg hierher bewölkt, ab und zu nasse Flecken, bis auf zwei Minirutscher durch ein Waldstück alles fein.
Am See kommt sogar die Sonne raus😎








Wolfgangsee
Das ist also der Wolfgangsee, sehr voll, aber so isses halt im Ländle 🤭
Der Mondsee war schöner, mega eisblaues Wasser, auch der Attersee, aber an beiden fuhren wir nur vorbei.
Fotoshooting vorm Weißen Rössl, und dem schwarzen!
Weiter zur Alm, hier wollen wir noch nicht zu Mittag essen🤷🏼
PS: Haben den Stopp dann doch noch auf ein Getränk verlängert, die Gewitterwolke wollte abgewartet werden⛈️





Postalm
Eine Mautstelle später und nassen Straßen (nur von unten😇) sind wir kurz nach zwei auf der Postalm.
Herrlicher Weitblick, der Kaiserschmarrn wieder viel zu viel, Sonne im Gesicht, herrlich 😎
Tierisch gestaltet sich unsere Abfahrt kurz nach drei: Just als wir aufsitzen wollen, kommt von oberhalb eine Kuhherde den Schotterweg herunter. Und nun? Das Almvieh hat die Ruhe weg und trödelt und grast in aller Ruhe. Dumm nur, dass es dabei die Passage für uns blockiert.
Nun, Guide Gernot ist der Mann für alles, so geht er zu Fuß dem Vieh entgegen und vertreibt sie sanft auf die andere Weide. Und wir fahren langsam und vorsichtig an den Kühen vorbei.
Eine unterhaltsame Episode 🙂









Mit diesem herrlichen Blick endet schon fast der Motorradtag heute, Donnerstag, der 23. Juli. Für mich und alle, die die Statistik mögen hier die heutigen Fahrdaten: 260 km, reine Fahrzeit 4:50 Stunden.
Wie geht´s weiter mit der Tour?
Beim Abendessen haben Tom und ich die Idee weiter reifen lassen, bereits morgen von Flachau aus die Heimreise zu beginnen. Warum? Weil Samstag keine weitere Gruppentour geplant ist sondern Wellness & Co.
Grundsätzlich ja kein verkehrte Gedanke, doch da am Sonntag Regen angesagt ist, und nicht nur ein kurzer Schauer, bedeutete das, einen Tag lang Schlechtwetter, Autobahn dazu. Nööö, darauf habe ich keine Lust.
Da ergreife ich lieber die Möglichkeit eines weiteren flotten, vor allem sonnig-warmen Motorradtages. Und wenn die Schlechtwetterfront über die Alpen zieht, sind wir schon im trockenen Bayern.
Wir planen die Etappe in den bayrischen Wald und von dort fährt jeder dann alleine weiter heim.

Das Foto ist übrigens ein Screenshot von Toms GoPro😎
Tag 6: Großglockner Hochalpenstraße
Freitag, der 24.07.26
Die Sonne ist zurück! Morgens auf meinem Balkon fühle ich schon die Wärme, doch der Weg heute wird uns zu einstelligen Graden führen, von daher wieder extrawarm anziehen!


Hier geht´s hoch
Der teuerste Aufkleber ever, lach, um zehn sind wir an der Mautstelle der Großglockner Hochalpenstraße: €36,50😬 Lohnt sich aber: Oben auf 2571 m haben wir den herrlichsten Rundumblick😍
Der Gipfel zeigt sich kurz, dann schmückt ihn wieder eine Wolke. Der Latte in der Edelweißhütte schmeckt und ab hier fahre ich nicht mehr allein🐝















Der Gletscher schmilzt …
Und weiter geht’s zum Aussichtspunkt Großglockner, was für ein Wetter😍 und trotzdem schaue ich mir mit einem traurigen Blick den kläglichen Rest des Gletschers an…
Trotzdem alle in Positur fürs Gruppenfoto „alle in einem Boot“. Weiter zur Mittagspause am Jungfernsprung.
Das Lokal dort ist jedoch NICHT empfehlenswert: Auch Gäste müssen für die Toilette bezahlen, Motorräder dürfen nicht im Schatten parken, Preise echt hoch 😑
Entsprechende Google-Rezi wurde hinterlassen. Weiter um kurz vor zwei…







Himbeer-Ribisel-Limo und letztes Stiefelbier
Nach einigen weiteren Mega-Aus & Durchblicken vom Straßenrand, finden wir auf letztem Rundkurs unseren letzten Stopp vorm Hotel in der Dorfstub’n in Dienten mit hausgemachter Limo und nem Espresso, so mag ich Pause☺️
Ribisel steht übrigens für rote Johannisbeere😃
Gegen halb sechs ist die letzte gemeinsame Tour von Schneewittchen und den sieben Zwergen zuende. Letztes Stiefelbier für die Herren, ich wähle heute nen Dosen-Caipi und ja: War mir eine Ehre, Teil dieser Truppe zu sein!
Die Statistik des Tages: 260 km in 5:22 h reiner Fahrzeit – so langsam waren wir noch nie!



Letzter Abend mit Reisenunderleben
Ne richtig runde Sache, mein Urlaub im Salzburger Land 👍
Witzige, unterhaltsame Leute, klasse Organisation von den Damen im Büro und den Herren vor Ort, super Hotel Hartl in Flachau und bestes Wetter!
Viele flotte Kilometer, grandiose Berglandschaften, prima Strecken und ungezählte Kurven🤪
Bin happy mit den Tagen, freue mich auf noch drei, nun individuelle Mopedtage und nehme ein Rundumwohlfühlgefühl mit.
Mein Mopedbürzel hat nun einen neuen Papperl😍 … sowie noch ein paar Bonusbilder des Tages.





Letztes Bild des Tages, nun aber wirklich: Das Gruppenbild der gesamten Reisemannschaft – Gäste plus Guides 🙂

Tag 7: Tschüss Flachau, hallo Bayern
Samstag, der 25.07.26
In Ruhe gefrühstückt, Gepäckrolle für den Transport abgegeben, restliche Sachen gepackt und alles gerichtet für Abfahrt Punkt zehn.
Freu mich auf die Tour zu zweit in den bayrischen Wald, gut 270 km sollen das werden, 100% Landstraße, wie sich das gehört 😃
Wetter super, wird warm, also wieder in meiner bevorzugten Lederkombi, darin fühle ich mich einfach am wohlsten😎🐝



Flachau nach Lam im Bayrischen Wald
Zwei nach zehn sind wir unterwegs und nun geht’s nach Norden.
Noch mal die Postalm, am Wolfgang-, Atter- & Mondsee vorbei (wieder kein Foto😬) grobe Richtung Salzburg.
Nach gut zwei Stunden kurz hinter Schwarzindien (Ja! Diesen Ort gibt’s wirklich!) Pippi-Stopp im Irgendwo beim Gasthof Karl.
Alkfreies Weizen plus Kaiserschmarrn, ausnutzen, dass wir noch in Ösi-Land sind😃
Kurz nach eins sind wir wieder unterwegs, eine Stunde später überqueren den Inn, hallo Deutschland 👍
Die Donau etwas danach, immer weiter, bis wir nach der Ebene den bayrischen Wald erblicken.
Die Suche nach einer nächsten einladenden Raststätte gestaltet sich zäh, mitten in die Städte wollen wir nicht.
Weiter, immer weiter, in Langdorf ist unsere Geduld zu Ende, ich brauch meine Ibu, die ich mittags vergessen habe (doofes Knie😬) und siehe da, im 4**** Hotel zur Post haben wir eine schattige Terrasse.
30°C welcome back summer heat😎😎



Stiefelbier aufm Balkon
Gegen fünf sind wir da, in Lam im Bayrischen Wald.
Immer entlang der tschischen Grenze, so weit im südlichen Osten Deutschlands war ich noch nie!
Gemerkt hab ichs nur, weil mein TomTom plötzlich am Rand weiß wurde, da die geladene Länderkarte nur D-A-CH umfasste🤭
Leere Straßen, bestens ausgebaut, dazu mit sehr schnell fahrbaren herrlichen Kurven, das war eine richtig gute Idee hierher zu fahren.
Zimmer unterm Dach, riesengroß, dazu ein kühles Stiefelbier ausm Kühlschrank für €2,50🤪
So macht Reisen Spaß 👍
Für den kleinen Hunger am Abend sehen wir uns später im Dorf um, warm isses und bleibts auch😇
Leider klappt hier im oben im Zimmer das WLAN nicht, gut, dass ich FoxFi habe🤭
Statistik des Tages: 305 km, 4:39 reine Fahrzeit😇




Tag 8: Von Lam nach Tamm
Sonntag, der 26.07.26
Meine alte Schulfreundin Susi lebt in Tamm bei Stuttgart, also auf zum Mädelsabend🥰 Immer westwärts führt heute meine Route. Das TomTom schlägt 376 km vor, die ich in gut 6 h fahren soll.
Am letzten erzählfreudigen Abend mit Tom (er ist Lehrer und kennt viele Geschichten😬) machte mich ein Burger mit Pommes satt, auf meinen Wunsch ohne Semmel, das Bier schmeckte auch mir und der Stiernackerl-Kräuterschnaps, Gelb!! Was sonst🤣, ebenso.
Ausklang der Zeit bei schönem Sonnenuntergang auf dem Balkon.
Frühstück gibt’s hier erst um acht, somit ein sehr entspannter Tagesbeginn. Bin schon wieder vor sieben ohne Wecker wach, so schnell kann sich sogar eine morgenmüde Ausschläferin wie ich umstellen! Braucht nur mehrere Motorradtage unterwegs🤭🤣😇
Anvisierte Abfahrt gegen neun Uhr😎
Der Himmel zeigt sich bewölkt bei knapp 20°C…





Einmal quer durchs Land
Mein TomTom führt mich quer durchs Land, allerdings auch über vierspurige Landstraßen. Das gefällt mir nicht, also biege ich ab, muss eh tanken und eine neue Scheinwerferbirne (H7) kaufen.
Tanken klappt, aber erst die dritte Tanke hat dann auch die Birne. Während ich dran rumschraube kommt erst ein anderer Mopedfahrer und fragt mich, ob die F800R ne Rotaxmotor hat. Ich zucke die Schulter, er meint: „Bestimmt! Ist n super Motor“ und lacht.
Kurz danach kommt ne Gruppe anderer Mopeds auf den Parkplatz, eine Selbstfahrerin, sehr nett, wir kommen ins Gespräch. Und weil sie auch Richtung Stuttgart unterwegs sind, gibt sie mir Routentipps „für schöner fahren“!
Sie lädt mich sogar ein, ein Stückchen mitzufahren, aber ich bin mit der Birne noch nicht so weit, merke mir aber das Altmühltal. Motorrad fahrende Leute sind schon ein besonderes Volk🥰
Als ich auf meinem Weg den Wegweiser sehe, verlasse ich kurzerhand die B16 und sieh an, mehr Kurven, schmalere Straßen.
Um viertel vor zwölf finde ich den Landgasthof Euriger, nehme draußen Platz für meine ersehnte Espresso&Cappu-Kombi🤪 Heut morgen im Hotel gab’s zwar Musikbegeisterung (siehe Foto), aber keinen für mich trinkbaren Kaff🤷🏼




Brotzeit am Goldberg
Gut 110 km vor Stuttgart habe ich noch richtig viel Zeit. Wage wieder einen Abstecher von der Route, um einen Platz für meine Brotzeit zu finden. In der Nähe von Nördlingen lande ich zufällig an einem erdgeschichtlichen Highlight! Dem Ort von Europas größtem Meteoriteneinschlag: dem Nördlinger Ries!
Weiteres siehe Foto
Heute ist’s extrem windig, mal kommt er von vorn, dann wieder links oder rechts, die Pause brauche ich, bin ohnehin zu schnell. Also Füße hoch und etwas entspannen in hochinteressanter Umgebung.
Um mich herum ein Summen und Brummen, oben strahlend blauer Himmel. Das Leben und Reisen ist schön😎
Ab hier stelle ich mein Navi auf extra kurvig, vielleicht zeigt’s mir so noch andere Wege …





Angekommen bei Susi in Tamm
Allerbester Empfang bei Susi🥰 Punkt vier war ich da, ordentlich durchgeschwitzt, aber froh😉
Die restliche Strecke in heutiger Schnellstraßenmanier, zusätzlich kilometerlange Ortsdurchfahrten mit 30 oder 40, im Stuttgarter Raum Moped fahren, kein Geschenk 🙈 Aber lecker Kaffee bei Susi, nun ist Mädelsklönen dran🥰
Statistik des Tages: 377 km in 5:07 h reiner Fahrzeit😎




Tag 9: Von Tamm nach Mannheim
Montag, der 27.07.26
War erst kurz vor zwölf im Bett, viel erzählt, Bilder geschaut, in Erinnerungen und persönlichen Erlebnissen geschwelgt. Susi ist eine liebevolle Gastgeberin, lecker Curry vom Thai, die Flasche Rotwein wurde nicht leer, sehr gut! Geschlafen habe ich wie Dornröschen, erst um acht war ich wach.
Die Distanz für heute ist kurz, knappe 100 km auf direktem Wege, aber den Odenwald nur kurz streifen? Nö! Habe ja Urlaub und Zeit!
Also mache ich noch einen Abstecher und plane ein paar mir bekannte Orte ein, sicher nur ein minikleiner Bruchteil schöner Routen, dafür komme ich noch einmal extra, lieber Bruder!
Müsli, Kaffee, alles fein, gegen elf werde ich mich gaaanz in Ruhe auf den Weg machen, 4:20 Stunden Fahrzeit meint das TomTom.
Da ich stets schneller bin, wird ausreichend Zeit für eine Pause sein und ich nicht vor drei/vier Uhr am Nachmittag in Monnem eintreffen 🙂

… aber zumindest die Straßen im Odenwald nicht🤭
Um halb zwölf war ich unterwegs ab Tamm, erst noch sonnig entlang der badischen Weinstraße, weiter über die Deutsche Fachwerkstraße (was für Widmungen es doch alles gibt🤣!).
Richtung Odenwald zog es sich zu, dunkle Wolken überall, daher entschied ich mich dagegen, die Fahrtipps von Jenne (siehe Foto) umzusetzen und blieb bei meiner Route.
Ab Mosbach war ich über eine Stunde auf der Suche nach einem Café… Erst kurz vor Ende in Wald-Michelbach hatte eine Tankstelle ein Erbarmen mit mir und bot mir Toilette & Espresso😃
Nach 140 kmund 3/4 meiner heutigen Tour eine sehr späte Rast, aber klasse Strecke und hilft ja nix😬
In Unterhöllgrund hätte ich gerne den Footprint gesetzt, aber Internet gab’s da keins🤪😈
Nun noch knappe 44 km zu fahren und die Monnemer Terrasse wartet, erfreulicherweise blieb’s trocken unterwegs, der Regen war vor mir da, erzählte der an manchen Stellen nasse Asphalt😉



Hallo Monnem
Die letzten Odenwälder Kurven genossen, den dunklen Wolken im Rückspiegel Tschüss gesagt und viertel vor vier stand mein Bruder schon am Tor und hat geöffnet.
Kette bereits gesprayt und nun tüftelt er an meiner Navi-Halterung, damit sie sich endlich künftig nicht mehr ständig lockert.
Ich koche mir derweil nen Pott Kaffee zum Käsebrot und später einen Tee, freue mich auf den Familyabend🥰
Fahrstatistik des Tages: 187 km in 3:36 h reiner Fahrzeit 😎
Kurz nach sieben ist alles repariert und neu arrangiert, auch mein Hummelchen schaut mich beim Fahren künftig an😍🐝







Tag 10: Heim an die Mosel
Dienstag, der 28.07.26
Zehn vor zehn bin ich abfahrbereit, Tschüss Bruder & Schwägerin🫶
Tanken in Grünstadt, Ziel Traben ins Navi und weiter … Leider schickt mich das TomTom nicht wie gedacht hoch in den Pfälzer Wald, sondern immer Richtung Rheinhessen.
Drei Mal versuche ich, durch anderes Abbiegen die Route zu ändern, aber das Ding kehrt stets zurück.
Immerhin ist die neue NaviPosition super und irgendwo ergebe ich mich dann dem Vorschlag… 🙈
Immerhin finde ich so an einsamer Landstraße ein Strohballenfeld und halte für eine kurze Fotosession. Von hier noch knapp 100 km, gegen eins sollte ich daheim sein😎
Daheim
Nach Kapp 200 km (Navi zeigt 193, Tacho 199) bin ich in drei h Fahrzeit wieder zuhause.
Eine sehr geile Tour🤪
Bin happy🥰
Gesamtumfang meiner Reise: 2.968 Kilometer☺️Und so sieht sie bei FindPenguins aus. Die App ist wirklich super, ohne sie hätte ich all meine Eindrücke von unterwegs nicht direkt festhalten und bebildern können. Für mich das perfekte Tool für mein Reisetagebuch!



Sodele, gehabt euch wohl, wer bis hierher mitgelesen und -gereist ist, mag Appetit auf eine eigene Motorradtour bekommen haben. Ich sage: Nur zu! Es lohnt sich 🙂
In diesen Sinne: Die Linke zum Gruß, Gabi

Gabi Kremeskötter
Liebe, die durch Worte strahlt
Freie Rede Schreibworkshops Lektorat






Weiter gute Reise, liebe Gabi!
Du schaust so glücklich aus auf den Fotos, ich freu mich sehr für Dich, dass es endlich losgehen konnte. Genieß jeden Moment.
Liebe Grüße
Britta
Danke, liebe Britta,
ojaaa, Motorradfahren ist ein wahrer Glücksquell für mich – zapfe ich nunmehr seit 42 Jahren an:-)
Wollte immer eine Moped fahrende Oma werden, das habe ich geschafft, lach.
Auf noch sehr viele weitere wunderbare Touren!
Viele Grüße
Gabi
Liebe Gabi,
vielen Dank für Deinen netten Bericht über Deine Reise mit uns von Reisen und Erleben! Motorradfahren ist ein wahrer Glücksquell für Dich, schreibst Du. Wir freuen uns, dass wir ein wenig dazu beitragen durften. Auf noch viele weitere glückliche Kilometer!
Gruß Ralf Nolte
Lieber Ralf,
herzlichen Dank für deine Grüße!
Ich werde weiter fahren, fahren, fahren, so lange mich mein Moped trägt 🙂
Bin bestimmt einmal wieder mit euch unterwegs,
DLzG Gabi