Wie in den letzten Monaten bereits trage ich auch heute, am 7. August sieben Gedanken zusammen. Initiiert hat diese innere Reise Linda Kunze. Die Idee dahinter? Sieben vielleicht kleine, aber wichtige Gedanken pro Monat festhalten. Bei mir sind das Gedichte oder Fließtexte, ihr wisst, ich mag die Vielfalt, auch in schriftlicher Form. Und so teile ich weiter meine Gedanken, freue mich über Resonanz. Und schreibe … persönlich, ehrlich, spontan.
Gedanke 1: Glück findet sich überall.
Eine Beobachtung oder eine kleine Szene? Als ich an meinem ersten Herzberg-Festival-Tag über den Platz schlenderte, trat ein Mensch auf mich zu und schenkte mir Glück: In Form einer Aufsteckblume mit der Aufschrift „Glück ist jetzt!“.
Sie passte über die Metallklemme meines Festival-Bändchen und auch wenn ich sie im Laufe der Nacht leider verlor, ist die Erinnerung daran geblieben: Wie einfach es ist, Glücksmomente zu erleben, wenn wir hinschauen und gerade die kleinen Gesten und Wunder erkennen. Danke dafür – und auch dass mir das Herzberg-Festival eine Menge über das Alleinsein zeigte.

Gedanke 2: Ich kann auch ohne Social-Media.
Eine Erkenntnis aus der Arbeit/Job/Business? In diesem Sommerurlaub habe ich bewußt eine Pause von Social-Media gemacht. Annähernd drei Wochen lang kein Gedicht veröffentlicht, keine langen Lese- oder Kommentarzeiten bei Instagram & Facebook. Gebloggt habe ich trotzdem, jedoch eher im Hintergrund ohne festen Zeitplan. Mein Urlaubstagebuch ist so entstanden, nur meine Familie und engsten Freunde blieben informiert per FindPenguins.
Und das hat sich gut angefühlt! Richtig und ja: herrlich entspannt. Ich kann auch ohne, fühle keinen Druck oder Unwohlsein, etwas zu verpassen. Mein Handy mit Internetzugang war natürlich trotzdem immer dabei, schließlich wollte ich den realen Menschen, die ich kenne, ja nicht den Rücken kehren.

Gedanke 3: Alleinsein öffnet mir Gemeinschaft.
Etwas Persönliches? Wie dieser Gedanke zu mir kam? Wäre ich verpartnert, hätte ich wohl diese eine Gemeinschaft, aber andere, offene wären mir versagt. Ich bin frei, mich, wem auch immer, anzuschließen oder in Kontakt zu gehen. So finde ich Gemeinschaft, die freundschaftlich ist ohne Verpflichtung. Eine gewisse Verlässlichkeit geht damit einher.
Ohne feste Bindung zu sein, erlaubt mir, nur auf mich zu hören. Das zu tun oder auch zu lassen, was mir in den Sinn kommt. Keine Notwendigkeit der Rücksichtnahme, stattdessen einem gewissen Egoismus folgen, der mir gut tut, ohne anderen weh zu tun.
Selbstbestimmung par excellence: ein großer Vorteil des Alleinseins und Alleinlebens. Ich geniesse diesen Zustand nach längerer Zeit wieder: willkommen zurück, innere und äußere Freiheit!

Alleinsein// öffnet Gemeinschaft/ ohne Verpflichtung/ Freundschaft ohne Zwang/ erlaubt auf mich zu hören/ willkommen/ innere und äußere Freiheit// (c) Juli Norden 06.08.26
Gedanke 4: An etwas festzuhalten, das nicht funktioniert, ist sinnlos.
Ein Satz, der hängen geblieben ist? Ganz klar dieses Zitat von Jack Antonoff, 42, amerikanischer Musiker und Produzent. Seine Erkenntnis geht noch weiter und lautet wie folgt:
An etwas festzuhalten, das nicht funktioniert, ist sinnlos. Das zu erkennen, bedeutet Freiheit.
ZEIT-Magazin Nr. 24/2026
Warum bin ich an diesem Satz hängengeblieben? Weil er die Freiheit definiert, sich umzuentscheiden. Etwas ausprobieren ist das Eine, im Scheitern oder Nichtfunktionieren eine Niederlage zu sehen, wandelt er durch seinen Blickwinkel in Freiheit um.
Ist das nicht klasse? Mir jedenfalls gefällt das sehr. Seine Aussage passt gut zu einem Gedicht von mir aus 2023:

Freiheit// kurz vorm Oben gespürt/ dass dahinter/ nicht meine Richtung ist/ Freiheit bedeutet/ sich jederzeit/ umentscheiden zu können// (c) Juli Norden 29.12.2023„
Gedanke 5: Mal etwas Neues ausprobieren
Etwas, das sich verändert hat? Zum ersten Mal gebe ich im August für die VHS Wittlich-Stadt & Land meinen Kurs „Schreib:Zeit mit Gabi“ online anstatt in Präsenz. Das ist eine Neuerung, die ich mir schon länger gewünscht habe.
Zuletzt war das im Corona-Lockdown nötig. Dieses Mal verursacht das meine Knie-OP in der nächsten Woche, da ich schlecht mit dem Auto die 25 km in die Stadt schaffe.
Ich freue mich über insgesamt 10 Teilnehmer:innen, damit ist der Kurs ausgebucht mit höherer Beteiligung als die letzten beiden Präsenzkurse. Eine Veränderung, die womöglich nach Fortsetzung verlangt? Wir werden sehen …

Gedanke 6: Norddeutsche gibt´s überall.
Etwas, das überrascht hat? Wir Norddeutschen haben einen ganz eigenen Humor. Trocken, zumal bissig, aber stets herzlich. Nicht jeder versteht den, wir Norddeutschen dafür umso mehr.
Daher war ich sehr froh, aber definitiv auch überrascht, als in der bunt zusammengewürfelten Motorradgruppe, die ich bei meiner Reise antraf, ein Norddeutscher dabei war. Vom ersten Moment an verstanden wir uns, extrovertiert (er) traf auch introvertiert (ich), das war kein Gegensatz, ganz im Gegenteil.
Fühle ich mich verstanden, trau ich mich aus meiner Deckung. Und der norddeutsche Slang umhüllt mich wie Balsam. Was hatten wir für einen Spaß! Und alle dachten, wir würden uns schon lange kennen.
Nach der Reise trennten sich unser aller Wege wieder, aber das Gefühl von Gemeinschaft und die Erinnerung an fünf großartige Motorradtage bleiben.

Das Leben ist schön// andere Wege fahren/ Menschen treffen/ und Teil werden/ gestalten und auch mal/ dummschwätzen/ lachen und mich freuen/ innehalten und strahlen/ : das Leben ist schön// (c) Juli Norden 22.07.26
Gedanke 7: Ich werde wieder Berge erwandern.
Ein Ausblick oder eine Frage? Keine Frage, eine klare Aussicht! Am Dienstag, den 11.08. komme unters Messer. Mein linkes Knie bekommt einen Patella-Femoralen-Ersatz. Nix großes, dafür selten. Nur 1 von 1000 Knie-Prothesen-OPs ist eine sogenannte „PFJ“.
Die Spezialisten in Simmern werden mich gut behandeln, davon bin ich überzeugt. Und in wenigen Wochen werde ich endlich, endlich wieder Berge erwandern können! Ohne 2400 mg Ibuprofen in mir, ohne schmerzverzerrtes Gesicht beim Runtergehen, auch Treppensteigen und auf dem Boden sitzen werden mir wieder leicht fallen.
Welche eine Aussicht! Ich bin so froh, dass die Warterei ein Ende hat. Im September werde ich ganz sicher davon berichten …

Wanderglück// Rucksack auf/ und Schuh geschnürt/ zu erkunden/ fremdes Gebiet/ Auszeit die/ Wanderglück/ beschert// (c) Juli Norden 26.06.22
PS: Ich schreibe nach meiner Urlaubspause wieder täglich ein Gedicht. Lasse mich inspirieren von Begegnungen, auch eigene Überlegungen schwappen hoch und werden geschriebenes Wort. Jene, die mich schon kennen, lesen meine Gedichte in meinem WhatsApp-Status, auf Instagram und Facebook unter meinem Autorinnen-Pseudonym Juli Norden.
Hier findest du mich auf Social-Media:
Gabi Kremeskötter:
Gabi als Autorin unter Pseudonym Juli Norden:
Soviel zu meinen 7 Gedanken des Monats August 2026. Was könnten deine 7 Gedanken sein? Schon einmal darüber nachgedacht? Wenn nicht, mach mit bei Linda Kunzes Blogparade!
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Ich wünsche dir einen weiterhin fabelhaften Sommer!
Herzlichst Gabi

Gabi Kremeskötter
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