Monatsrückblick September 2026: leise bis still und trotzdem positiv

Veröffentlicht am Kategorisiert als Rückblick

Leise bis still und trotzdem positiv: Ja, so möchte ich meinen September bezeichnen, auch weil zwei, drei Highlights durchaus steil daraus herausragen. Ich bin immer noch krankgeschrieben nach der Knie-OP Mitte August – und werde das auch noch im Oktober sein. Ich bewältige meinen Alltag gut alleine, bin aber daher auch zu 99% alleine. Ich richtete meine Tage an den täglichen Terminen in der Physiotherapie-Praxis aus, oftmals mein einziger persönlicher Kontakt mit anderen.

Wenn ich an der Mosel meine langsam gesteigerten Spaziergänge machte, begegneten mir nur unbekannte Tourist:innen, meine Gedanken kamen dennoch nicht zur Ruhe, irgendetwas denke ich ja immer 🙂

Und so bewegte ich mich im September auf recht isolierten Wegen, aber so ist das wohl, wenn eine alles alleine kann, wenn auch nicht aus dem Moseltal heraus. Das passiert dann im Oktober, versprochen!

Lies gerne rein in meinen Rückblick auf den neunten Monat in 2026. Und wenn du darüberhinaus Lust hast, auf dem Laufenden zu sein bezüglich meiner Themen und dem Drumherum, dann fühle dich eingeladen:

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

219 Quadratmeter Glück: noch immer aktuell

Meine Verlegerin vom Diametric-Verlag hat mich motiviert. Auch wenn mein erstes Buch Zweihundertneunzehn Quadratmeter Glück! bereits 2019 erschien, ist es immer noch aktuell. Die Corona-Pandemie hatte seinerzeit meine terminierten Lesungen unmöglich gemacht, danach versuchte ich trotzdem über Buchmessen und Social-Media-Werbung Interesse zu erzeugen, jedoch mit sehr kleinem Erfolg.

Nach nunmehr sieben Jahren liegen im Verlag noch immer viele gedruckte Exemplare. Und im Gegensatz zum Verlag meines zweiten Buches möchte die Verlegerin nicht aufgeben. Darum haben wir uns per E-Mail und in einem Online-Meeting darauf verständigt, noch einmal zusammen eine Offensive zu starten.

Baumessen und Baumärkte stehen dabei in unserem Visier, denn genau dafür steht auch mein Buch: Wenn Frauenpower ein altes Stadthaus saniert. Was ich konnte, mögen auch andere Frauen leisten! Ich bin gespannt, was sich aus der konzertierten Aktion vom Verlag und mir in den nächsten Monaten entwickeln wird.

Kennst du mein erstes Buch schon? Wenn nicht, kannst du es jederzeit bei mir mit persönlicher Signatur erwerben 🙂

Mein Gedicht des Monats

Hier ist ein Gedicht, das ein Gefühl in Worte fasst, das nicht nur ich zur Zeit so empfinde. „Irgendwie ist der Sommer in diesem Jahr an mir vorbeigezogen …“ . Dieser Text steht stellvertretend für alle anderen, die im September noch entstanden sind:

Wehmut// vorbei der Sommer/ spürbar Tag für Tag/ Licht schwindet und/ Kühle kehrt ein// was habe ich nicht gelebt/ weil anderes mich band/ und doch gefeiert/ weil neues mich fand// die Wärme kommt wieder/ ich weiß das ja/ und trotzdem stiehlt leise/ sich Wehmut in mein Herz// (c) Juli Norden 19.09.26

Wer mehr von mir lesen möchte, findet meine Lyrik bei Instagram und Facebook im Profil Juli Norden 😊

Hier findest du mich auf Social-Media:

Gabi Kremeskötter:

Gabi als Autorin unter Pseudonym Juli Norden:

Und darüber habe ich im September gebloggt

Auch wenn ich einige meiner August-Blogartikel schon weiter oben verlinkt habe, hier die gesamte Übersicht meiner ACHT Blogartikel aus September 2026:

Und sonst so?

Wie stets an dieser Stelle erzähle ich über eine weitergehende Auswahl an Erlebnissen, die im vergangenen Monat eine Bedeutung für mich hatten.

Auszeit-Für-Mich online

Christiane Hofmann folge ich schon eine gute Weile. Sie begleitet Frauen auf dem Weg, eigene Freiräume zu entdecken und zu nutzen und gibt hauptsächlich Präsenzkurze und Tagesseminare. Im August hat sie ihr Angebot um eine Online-Variante erweitert: eine 90minüte Auszeit-für-mich. Da war ich direkt dabei und ja, in sehr kleiner, dafür direkt vertrauter Atmophäre habe einmal ich mich anleiten lassen.

Ich mag das sehr, ab und zu auf der anderen Seite zu sitzen, mich selbst inspirieren zu lassen und fremden Impulsen zu folgen. Einige Texte, die anschließend entstanden durch mich, haben ihre Quelle in diesem Abend. Bin gerne wieder einmal dabei!

Teilnehmerin einer kleinen Gruppe zu sein, hat echte Vorteile: viel mehr Aufmerksamkeit und Rede- oder Vorleszeit 🙂

ObenAir-Festival in Pünderich/Mosel

Ausverkauft. Sämtliche 800 Tickets wurden über den Vorverkauf ausgegeben, ich hatte eines für das gesamte Wochenende. Da meine Knie-OP jedoch erst drei Wochen zurücklag, reichte mir dann doch der Freitagabend beim ObenAir-Festival in Pünderich an der Mosel. Ausgerüstet mit meinem eigenen Stuhl genoss ich die sehr chillige Atmosphäre der Vorträge und Bands.

Als der Regen einsetzte gings heim in mein Bett. Schlafen konnte ich nicht wirklich gut. Ob das nun an der Reduzierung meiner Schmerzmedikamente im Heilungsverlauf oder doch an ein wenig Überanstrengung lag, kann ich nicht sagen. Die Fotos meiner Stunden oberhalb der Mosel am Waldrand halten die Erinnerung auf alle Fälle aufrecht.

Mosel-Musik-Festival: Franziska Hölscher & Johanna Summer

Das Ticket für den 17.09. im Kloster Machern erwarb ich ganz spontan aufgrund des Tipps eines Bekannten. Weder Violinistin Franziska Höfer noch Pianistin Johanna Summer (ihr Nachname wird wie der Tür-Summer ausgesprochen!) kannte ich vorher. Doch die Beschreibung ihrer instrumentalen Kunst machte mich neugierig: Klassische und moderne Stücke neu arrangiert und von Johanna Summer spontan aus dem Moment heraus improvisiert.

Ein großartiger Abend! Die beiden jungen Künstlerinnen ergänzten sich, erklärten ihre Arrangements ausführlich, so dass ich von Stück zu Stück getragen wurde. „Wir spielen selten gleichzeitig die gleichen Stellen der Stücke, eher jagen wir uns abwechselnd, ohne uns je einzuholen“, kommentierte Franziska Hölscher an einer Stelle.

Den zweiten Teil des Abends leitete Johanna Summer mit den Worten ein: „Franziska spielt ihr Stück, ich höre zu und nehme auf. Anschließend improvisiere ich aus der Stimmung heraus, was dann aus mir heraus in die Tasten fließt, weiß ich jetzt noch nicht. Somit wird jede Improvisation, die sie heute hören, einmalig sein.“ (Ich zitiere die Künstlerinnen hier nicht wortwörtlich, sondern aus dem Gedächtnis heraus).

Ja, genauso war es. Und erinnerte mich daran, was ich sehr häufig auch meinen Teilnehmer:innen in meinen Schreibkursen sage: „Das, was ihr heute zu meinem Impuls schreibt, wäre gestern oder morgen etwas ganz anderes. Denn den Moment jetzt, den haben wir nur jetzt, darum haltet fest, was er euch schenkt.“

Der Barocksaal des aus dem 13. Jahrhunderts stammenden Klostern schaffte den stimmungsvollen Rahmen. Und ein Fun Fact nebenbei: Unter allen Ticketkäufer:innen des Abends wurde im Vorfeld ein Chauffeursdienst verlost. Abholung zuhause mit einer Limousine zum Veranstaltungsort und später am Abend zurück.

Und ihr dürft gerne raten, wer diesen Preis gewann. Genau. Ich. Was für eine Freude, auf den Fahrten Einblick in die Organisation des Festivals zu erhalten. Denn der Fahrer war nicht weniger als die „Geschäftsführende Intendanz“ des Mosel-Musik-Festivals Klaus Gasteiger. Mein erster Besuch dieses Festivals wird definitiv nicht der letzte gewesen sein!

Wieder mit Wanderhose unterwegs

Nach vier Wochen Akut-Heilungsphase nach meiner Knie-OP kann ich wieder zu Fuß in die Weinberge. Aus eigenem Antrieb, mit Stöcken und Wanderkluft. Was für ein herrliches Gefühl, auch wenn das rechte Knie rein muskulär noch Defizite und Schwachsekunden hat, bin ich wieder unterwegs.

Mein Vorsatz für den Rest des Jahres: Ab Oktober

  • drei Mal wöchentlich ins Fitnessstudio Kraft aufbauen,
  • weiterhin regelmäßige Lymphdrainage und Physiotherapie,
  • am Wochenende eine Halbtages-Wanderung und
  • an Regentagen einmal pro Woche ab ins Schwimmbad, Bahnen ziehen.

Kleine Bildergalerie des Monats

Leseempfehlungen / Buchtipps

Mein September war wieder sehr lesefreudig, kurzweiliger und anspruchsvoller Lesestoff wechselte sich ab, diese fünf Bücher haben mich durch den Monat begleitet:

Zwei in einem Leben von David Nicholls

Dieses Buch hat eine ganz besondere Bedeutung für mich, die nicht „auf meinem Mist gewachsen“ ist, sondern eine wunderbare Idee meiner Schwiegertochter spiegelt. Sie liest meiner im Juni geborenen Enkelin während der Ruhezeiten vor. Und damit auch sie, also die Mama, etwas davon hat, wählt sie ein Buch, das auch sie selbst interessiert – denn wir wissen natürlich alle, dass ein wenige Wochen altes Baby noch nicht wirklich die Worte an sich versteht. Aber die Geste zählt, die Stimme der Mama beruhigt und „vor allem übe ich so schon einmal das spätere Vorlesen, wenn Elenor anfängt zu verstehen!“

Und das Buch an sich? Habe ich als sehr unterhaltsam empfunden, daher die 438 Seiten in wenigen Tagen durchgelesen. Und ja, hat Lust gemacht, die beschriebene Wanderung in England „from coast to coast“ selbst einmal zu unternehmen.

Nicholls hat sympathische Charaktere entworfen mit lebensnahen Schrulligkeiten: Michael und Marnie sind mir sehr ans Herz gewachsen, das Buch hätte gerne noch dicker sein dürfen. Daher: Leseempfehlung für jene, die gern wandern und auch Zwischenmenschlichem nicht abgeneigt sind.

Taschenbuch "Zwei in einem Leben" liegt mit dem Text nach unten auf den Beinen einer auf der Terrasse liegenden Frau. Im Hintergrund blauer Himmel und eine Hagebuttenhecke

Fairy Tale von Stephen King

Was für ein Glücksgriff meinerseits, dass ich diesen Wälzer von 877 vor ein paar Monaten in einer Buchhandlung spontan kaufte. Und endlich jetzt aus meinem Leseregal nahm, um mich von dieser fantastisch erzählten Geschichte innerhalb von nur vier Tagen nach Illinois und Empis entführen zu lassen.

Realität trifft Märchen, und zwar auf derart vielschichtige Weise, perfekt durchkonstruiert, dass das Echte im Märchenhaften Wurzeln schlägt und das Märchen ins Echte gehört.

So mag ich unterhalten werden – und ja: Ich hatte beim Gang an die Kasse nicht erwartet, eine solch „verträgliche“ Geschichte zu lesen. Ich habe lediglich die Romane „Christine“, „Es“, „Love“ und auch „Schlaf“ von King gelesen, war jedoch gewappnet auf Horror und wurde überrascht.

Natürlich geht es in der „Fairy Tale“ um den Welt(en)-Untergang, jedoch auf einzig spannende, nicht verstörende Weise, die mein doch eher zart besaitetes Gemüt zu jeder Station der Heldengeschichte des 17jährigen Charlie Reade gut aushalten konnte.

Zum eigentlichen Inhalt möchte ich nichts sagen. Lest das Buch selbst, ich bin restlos begeistert davon. Absolute Leseempfehlung!

Taschenbuch Fairy Tale von Stephen King, aufgeschlagen auf einer Bettdecke mit dem Text nach unten

Letzter Tanz von Jeffery Deaver

Ich lese nicht mehr viele Krimis. Irgendwann hatte ich entweder die immer gleichen Plots mit lediglich anderen Kriminalisten, das stetige Gut gegen Böse satt. Auch ein wenig das Gefühl „Wir haben soviel Böses in der Welt, warum auch noch darüber lesen?“ Doch dann landete der Krimi als Leihe eines guten Bekannten zur Überbrückung meiner Krankschreibung auf meinem Wohnzimmertisch. „Na gut, lese ich, danke fürs Mitbringen“, lautete meine Antwort.

Und was soll ich sagen? Klasse, spannend, hammer! Beide Erlebensräume – der des Tänzers, der des Kriminalisten – werden packend erzählt, natürlich fiebere ich mit, dass der querschnittsgelämte Rhyme mit seiner Assistentin Sachs den Killer fasst. Die überraschenden Drehungen, Wendungen und ganz am Ende das bisschen Sand aus der Karibik: Die Bedeutung intensiver, unermüdlicher Forensik öffnet die Augen für die ausdauernden Ermittlungen im Labor.

Ja, ein absolut hervorragender Krimi, könnte mir glatt vorstellen, den nächsten Fall zu lesen. Bei meiner Internetrecherche dazu musste ich schmunzeln: Nach dem Erscheinen der Originalausgabe von „Letzter Tanz“ als Fall 2 der Rhyme-Reihe sind seit 1998 weitere 14 erschienen! Okay, soweit geht meine Lesebereitschaft dann doch nicht, aber den einen oder anderen Band könnte ich mir dennoch vorstellen. Daher: Klare Leseempfehlung!

Buch von Jeffrey Deaver Letzter Tanz liegt mit dem Einschlag nach oben auf den Knien eines bunten Sommerkleides

Von Beruf Schriftsteller von Haruki Murakami

Interessiert sich wer schreibt für andere Schriftsteller:innen? In meinem Fall ein klares Ja. So wanderte vor längerer Zeit das Buch des berühmten japanischen Autors Haruki Murakami in mein Zu-lesen-Regal. Nachdem mein Lesemonat September hauptsächlich meiner Unterhaltung und dem Schonungs-Zeitvertreib diente, entschied ich mich für dieses Sachbuch.

Der Klappentext suggerierte eine Autobiographie, „im Grunde das, was er in seiner Zurückhaltung nie schreiben würde“. Jedes Kapitel ein in sich geschlossener Essay um die 20 Seiten lang, er folgt keiner Chronologie, manches wiederholt sich, dann nimmt Murakami sich eines neuen Themas an.

Seine schlichter, schnörkeloser Schreibstil in der Übersetzung von Ursula Gräfe lässt keine Fragen offen, in sehr reflektierter Weise vertritt er seine Meinung, die er einzig als seine eigene verstanden wissen will, (auch wenn er meinem Empfinden nach, viel zu oft „es und man“ verwendet und damit eben doch eine Verallgemeinerung andeutet,) schmunzel.

Die gut 233 Seiten habe ich nicht in einem Rutsch gelesen, sondern pro Tag ein Essay. So konnten seine Aussagen besser sacken. Was nehme ich mit? Eines ganz sicher: Murakami hat Glück gehabt, aber auch den Ehrgeiz, Mut und das Talent, sich nach seinem ersten Roman den Beruf der Schriftstellerei zu erarbeiten. Dafür gebührt ihm mein Respekt.

Zu kurz kam mir dabei allerdings die Erwähnung seiner Frau, die ihm bei seinen existentiellen Entscheidungen wie Broterwerb und Wohnort ganz sicher eine Stütze gewesen sein muss bzw. alles mitgetragen hat.

Wer dieses Buch liest in der Erwartung für eigenes Schreiben wertvolle Hinweise zu finden, mag es sich zur Hand nehmen. Jedoch ohne konkrete Lehrhinweise zu finden, eher als Motivation, an den eigenen Traum vom Buch zu glauben und alles daran zu setzen, ihn sich zu erfüllen.

Wer jedoch einfach einmal in die Gedankenwelt eines Bestseller-Autors vordringen möchte, der wird bei Murakami eindeutig fündig. Der in Amerika lebende Japaner öffnet diese sehr offen und ehrlich. Aus diesen zwei Gründen von mir lediglich eingeschränkte Leseempfehlung.

Ich kenne bisher keinen seiner Romane, doch inzwischen stehen drei davon in meinem Regal. Ich bin gespannt!

Supergute Tage ODER Die sonderbare Welt des Christopher Boone von Mark Haddon

Was für ein zauberhaftes Buch, das ich kaum begonnen, nicht mehr aus der Hand legen mochte! Das Erstlingswerk von Mark Haddon spielt in Südengland, der 15jährige Christopher Boone ist ein ganz besonderer Junge: Hochbegabt in Sachen Mathematik, im Umgang mit Menschen nicht einfach. Die Ursachen dafür liegen in seinem Asperger-Syndrom, eine Form von Autismus.

Christopher nimmt alles wörtlich, jedoch versteht er die Verhaltensweisen der anderen nicht, wenn sie sich durch Gesten, Mimik oder Metaphern ausdrücken, sie machen ihm dann Angst. Auch berührt werden mag er nicht, darauf reagiert er aggressiv.

Er besucht eine Sonderschule, die ihn in allen Dingen fördert und seine Mathematikbegabung ernst nimmt. Die belastenden Herausforderungen mit ihrem verhaltensauffälligen Kind haben die Eltern leider zur Trennung veranlasst, mittendrin Christopher, dem sein Vater die Lüge auftischt, seine Mutter sei gestorben, dabei ist sie nur mit einem neuen Partner nach London gezogen.

Mark Haddon erzählt die Geschichte aus der Sicht Christophers, sie beginnt mit einem Mord am Nachbarshund Wellington und endet mit einer Reise nach London, die der Junge eigenmächtig unternimmt, natürlich mit einigen Irrungen und Wirrungen. Doch darum geht es mir an dieser Stelle nicht, eher um meine eigenen Gedanken, während ich las.

Sehr oft habe ich ihm zugestimmt, seine Verwirrung nachempfunden, wenn dir gesagt wird, alles sei gut, aber die Stimmungslage etwas gänzlich anderes zeigt! Die Erlebenswelt eines Asperger-Autisten hat sich mir geöffnet und ja, ich habe auch des öfteren geschmunzelt und dem Jungen auf die Schulter geklopft, weil er Dinge auf den Punkt brachte, die unbeschönigt anerkannt werden müssen.

Die gesellschaftliche Ausgrenzung von Menschen, die „anders“ sind und/oder „anstrengend“, weil sie der geltenden Norm nicht entsprechen, macht betroffen. Nicht erst durch das Buch darauf aufmerksam geworden, sondern grundsätzlich stellt sich doch die Frage: Wie gehen wir mit Menschen um, die aufgrund ihrer genetischen, sozialen, psychischen oder körperlichen Disposition nicht dem entsprechen, was wir als „umgänglich“ betrachten? Was sagt das über uns aus, wenn wir ausgrenzen, uns abwenden, sie abschieben?

Ein für mich sehr, sehr wertvolles Buch, das sowohl als Jugend- als auch Erwachsenenlektüre großartig geeignet ist, die eigene Wahrnehmung und unser Verhalten anderen gegenüber zu hinterfragen und ggfls. zu korrigieren. Absolute Leseempfehlung!

Und was war vor genau einem Jahr?

Mein Monatsrückblick September 2025: Lies gerne rein in den Monat vor genau einem Jahr!


Ausblick auf Oktober 2026

Diese Termine stehen ganz oben für mich im kommenden Monat:

  • Mein Herbst-Kurs für KREatives Schreiben startet am 1.10. In meine Schreibimpulse werde ich die Jahreszeiten aufnehmen, aber nicht nur in Richtung Natur gewandt, sondern auch die Jahreszeiten unserer Seele: Natur & inneres Erleben.
  • Das Literaturwerk-Rheinland-Pfalz und Saar e.V. präsentiert sich auf der Frankfurter Buchmesse: Ich bin als Moderatorin und auch Lyrik-Autorin auf der Bühne des Rheinland-Pfalz-Podiums.
  • VHS-Lesung „Sieben Stimmen aus zwei Textwelten“ am 17.10.26: Ich moderiere die Veranstaltung und werde auch eigene Texte lesen.
  • Eine letzte Motorradtour der Saison 2026?
  • Rigoletto am 23.10.26 in der neu eröffneten Oper Köln, meine Tochter begleitet mich!
  • Schaumermal, was sich sonst noch so alles ergibt 🙂

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Frau vor Efeuwand schaut durch das Fingerloch ihrer rechten Hand und lächelt

Sodele, habe fertig! Tschüss September, hallo Oktober 2026 🙂

In diesem Sinne: Lieben Dank für das Lesen und dass ich dich hier am Ende meines Artikels mit herzlichen Grüßen in deinen Morgen, Tag oder Abend entlassen darf, je nachdem, wann du ausgelesen hast 🙂

Gabi


Frau schaut durch Herzrebe, daneben steht "Liebe, die durch Worte strahlt"; Claim von Gabi Kremeskötter

Gabi Kremeskötter

Liebe, die durch Worte strahlt

Freie Rede Schreibworkshops Lektorat


Von Gabi Kremeskötter

Geb. 1966 in Pinneberg, wohnhaft in D-56841 Traben-Trarbach/Mosel/Rheinland-Pfalz, Dozentin für KREatives Schreiben, Lektorin & Korrektorin, Freie Rednerin für Trauungen, Kinderwillkommensfeste und Trauerfeiern, Autorin Juli Norden. Mehr zu mir und meinem Schaffen findest du auf meiner Über-mich-Seite.

2 Kommentare

  1. Liebe Gabi,
    wie schön, dass Du trotz Rekonvaleszenz-Zeit doch das ein oder andere unternehmen konntest. Das wird jetzt stetig besser. Daumen sind fest gedrückt! Auch für das erneute Bewerben Deines ersten Buchs. Das Keyword klingt schon mal vielversprechend.
    Die Idee mit dem Vorlesen eines für die Mama interessanten Buchs für das Baby finde ich super. Da hätte ich damals auch drauf kommen können. Naja, vielleicht kann ich es ja irgendwann bei einem Enkelkind anwenden.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in den Oktober.
    Liebe Grüße
    Britta

    1. Liebe Britta,
      herzlichen Dank, dass du meinen Monatsrückblick gelesen hast, ja, „wird jetzt stetig besser“ – das treibt mich an und lässt die schlechteren Tage überstehen.
      Ich möchte so gern mal wieder drei Nächte hintereinander richtig gut durchschlafen, damit wäre mir schon sehr geholfen …
      Aber ich möchte nicht jammern, habe sehr viele Dinge, die mich ablenken und vorantreiben 🙂

      In diesem Sinne auch dir einen goldenen Oktober!
      Herzlichst
      Gabi

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